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Neuheit

Case IH präsentiert Bodensensor zur Steuerung von Anbaugeräten

Case IH Bodensensor
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
22.02.2018

Case IH präsentiert ein Sensorsystems kombiniert mit den Vorteilen moderner Traktorentechnologie, die es Landwirten nun ermöglichen soll, eine weitere signifikante Reduzierung des Betriebsmitteleinsatzes bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitseffizienz zu erreichen.

Die Technologie ermöglicht laut Hersteller eine bodenoptimierte und automatisierte Ansteuerung von hydraulisch gesteuerten Bodenbearbeitungsgeräten via Isobus.

CNH Industrial hat mit dem österreichischen Technologieanbieter Geoprospectors GmbH Gespräche über eine langfristige Zusammenarbeit gestartet. Als erstes übernimmt Case IH den Topsoil Mapper von Geoprospectors mit in sein Produktportfolio auf und übernimmt in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, den Beneluxstaaten, Polen, Ungarn, Ukraine, Bulgarien, Rumänien und der Republik Moldau den Vertrieb und Service des Topsoil Mappers.

Sensorgestützte Tiefenführung

Die Heterogenität landwirtschaftlicher Böden erfordert unterschiedliche Bearbeitungstiefen während der Bodenbearbeitung, um teilflächenspezifische Unterschiede in der Bodenart, Verdichtung und Wassergehalt entsprechend ausgleichen zu können. Die saisonal sehr stark schwankenden Parameter können letztendlich nur in Echtzeit mit der erforderlichen Genauigkeit und Zuverlässigkeit erfasst werden.

Der „Topsoiler“ sei in der Lage, die relevanten Bodenparameter in Echtzeit zu erfassen und diese dem Jobrechner der Bodenbearbeitungsmaschine zur Tiefenführung zur Verfügung zu stellen. Dazu wird der Sensor vor dem Traktor installiert. Die erfassten Messwerte werden vom Jobrechner des Sensors unmittelbar in Steuerbefehle für die Bodenbearbeitung umgerechnet und per Isobus an den Jobrechner der Maschine übertragen.

Erste vollständige ISOBUS Lösung in der Bodenbearbeitung

Mit dem Topsoil Mapper bietet Case IH im Segment der Bodenbearbeitung nunmehr die weltweit erste vollständige durchgehende Isobus Lösung an. Neben dem Sensor wird im Rahmen eines Komplettpakets auch ein Isobus Jobrechner als Nachrüstbausatz für jedes beliebig hydraulisch ansteuerbare Bodenbearbeitungsgerät angeboten. Damit können vor allem bestehende Maschinen flexibel und unkompliziert nachgerüstet werden.

Der Topsoil Mapper kann entweder als Sensorkomponente oder als spezielle Frontgewichtslösung bestellt werden. Die Variante als integrierte Frontgewichtslösung ist vor allem dann attraktiv, wenn für die Bodenbearbeitung ohnehin ein Gegengewicht im Fronthubwerk mitgeführt werden muss.

„Für die maximale Kundenakzeptanz ist die Integration des neuen Systems in bestehende Arbeitsabläufe beim Landwirt beziehungsweise Fahrer entscheidend. Wir setzen daher voll auf die Isobus Kompatibilität des Topsoil Mappers um dem Landwirt die bestmögliche Einbindung in seine Betriebsabläufe zu gewährleisten“, sagt Maximilian Birle, der zuständige Precision Farming Manager.

An Effizienz und Bedienkomfort ausgerichtet

Unmittelbar nachdem der Sensor in der Front Isobus Dose sowie der Jobrechner des Bodenbearbeitungsgerätes in der rückwertigen Isobus Dose des Traktors angeschlossen ist, kann mit dem Geräteeinsatz begonnen werden. Eine aufwändige Kalibrierung ist nicht notwendig. Der Fahrer wählt aus den zur Verfügung stehenden Regelprogrammen das für die Bearbeitungsfahrt aus und kann sofort beginnen. Standardmäßig stehen Programme für die flache und die tiefe Bodenbearbeitung sowie die Tiefenlockerung zur Verfügung. Für Spezialfälle können auch anwenderspezifische Regelungen parametrisiert werden.

Die Bedienung des Topsoil Mappers sowie des Implement Jobrechners erfolgt ausschließlich über den integrierten Case IH AFS 700 Monitor. Weitere Monitore sind nicht notwendig. Die Dokumentation der Tiefenwerte erfolgt über den Task Controller des Terminals. Die GPS Positionierung des Traktors wird dabei für die Kartierung der Sensormesswerte genutzt.

Maximale Dokumentation

Wurden bislang Bodenkarten in einem eigenen Arbeitsschritt erstellt, ist es nunmehr durch den Einsatz des Topsoil Mappers möglich, während jeder Arbeitsfahrt aktuelle Bodeninformationen aufzuzeichnen. Diese können dann für die weitere Applikationsplanung weiterverwendet werden. Der Topsoil Mapper kann bei allen Bewuchs-, Witterungs- und Bodenverhältnissen eingesetzt werden und stellt somit ne- ben der Maschinensteuerung auch ein vielseitiges Werkzeug dar, wenn es um die Kartierung von Bodenparametern geht. Der Datenaustausch erfolgt über standardisierte Austauschformate wie beispielsweise ISOXML oder Shape Files. Die Integration in gängige Farmmanagementsysteme ist somit gewährleistet, so Case IH Weiter.

Ein großer Schritt in Richtung mehr Effizienz

Mit dem Topsoil Mapper und dem Anbaugeräte-Nachrüstungskit bietet Case IH über seine Vertriebspartner seinen Kunden eine attraktive Lösung mit einer Reihe an Vorteilen. Dazu gehören unter anderem die mit geringeren Kraftstoffverbrauch einhergehenden Kosteneinsparungen sowie die ressourcenschonende Bearbeitung des Bodens. „Die variable Tiefenführung markiert den Beginn eines neuen Kapitels im Hinblick auf die Zukunft der Teilflächen spezifischen Bodenbearbeitung“, ist Birle über- zeugt.

Case IH präsentiert das System bei den DLG Feldtagen vom 12. bis 14. Juni 2018 in Bernburg.

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