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Claas mit deutlich geringerer Umsatzrendite in 2014

von , am
15.12.2014

Claas konnte zwar 2014 den Umsatz auf dem Niveau von 2013 halten, jedoch ging das Ergebnis vor Steuern stark zurück. Lag dieses 2013 noch bei 295,3 Millionen Euro, so sind es 2014 nurmehr 155,1 Millionen Euro.

Die 2014er Zahlen der Claas Gruppe im Vergleich zu 2013. © Claas
Claas hat seinen Umsatz mit 3.823,0 Millionen Euro (Vorjahr 3.824,6 Millionen Euro) in einem deutlich kleineren Gesamtmarkt auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten. Das Ergebnis vor Steuern wurde durch höhere Kosten für die Motorenumstellung auf neue Abgasnormen sowie durch die Ereignisse in Osteuropa beeinträchtigt und lag bei 155,1 Millionen Euro (Vorjahr 295,3 Millionen Euro). Claas erzielte eine Umsatzrendite von 4,1 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent).
 
"Wir haben uns 2014 in einem schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld gut behauptet und konnten unseren Marktanteil bei Kernprodukten wie Mähdreschern und Traktoren weiter ausbauen. Gleichzeitig ging die Internationalisierung von Claas mit großen Schritten voran", sagte Lothar Kriszun, Sprecher der Claas Konzernleitung.
 
Vor allem in Westeuropa blieben die Wachstumsimpulse aus. Die Marktentwicklung in Osteuropa und in Lateinamerika, wo sich wirtschaftliche und politische Verunsicherung ausgebreitet hat, war im Geschäftsjahr 2014 rückläufig. Auch in Asien und Nordamerika gingen die Landtechnikmärkte im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Hinzu kamen weltweit sinkende Erzeugerpreise, die die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft spürbar verringerten. Der Umsatz bei Claas blieb demgegenüber stabil. Eine positive Entwicklung ergab sich insbesondere in Asien und Nordamerika.
 
Verstärkte Internationalisierung
Claas hat weiter in den Ausbau der internationalen Strukturen und die Verbreiterung des Produktportfolios investiert, um so seine Marktpräsenz auszubauen. In China, dem größten und am schnellsten wachsenden Landtechnikmarkt Asiens, wurde die Übernahme von Shandong Jinyee Machinery Manufacturing Co. Ltd. mit rund 1.200 Mitarbeitern im Januar 2014 erfolgreich abgeschlossen. Das neue Claas Unternehmen trug zu einer deutlichen Umsatzsteigerung in Asien bei.
 
{BILD:624603:jpg}Die weltweite Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg dadurch zum 30. September 2014 auf 11.407 (Vorjahr: 9.697) an. Nach der Firmenübernahme arbeitet jetzt jeder zehnte Mitarbeiter in China. Damit beschäftigt Claas mit 54,5 Prozent (Vorjahr: 48,7 Prozent) erstmals mehr Mitarbeiter im Ausland als im Inland. Im Herbst ging die neue Managementstruktur im Vertrieb in sechs Weltregionen an den Start. Mit ihr wird Claas für größere Kundennähe sorgen und die Entwicklungschancen in den einzelnen Märkten besser nutzen können.
 
Mit 212,3 Millionen Euro (Vorjahr: 197,0 Millionen Euro) wuchsen auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung. In Relation zum Umsatz lag ihr Anteil mit 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,2 Prozent) erneut auf hohem Niveau. Schwerpunkte waren neue Modelle und Weiterentwicklungen bei Erntemaschinen und Traktoren. Darüber hinaus wurde kontinuierlich an der Umstellung der Motorentechnik auf die neuen gesetzlichen Abgasnormen gearbeitet.
 
Ausblick
Die langfristigen Markttreiber für die Landtechnikindustrie bleiben intakt. Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen, die aus dem Bevölkerungswachstum, der Energiepolitik und der industriellen Nutzung sowie dem wachsenden Wohlstand resultiert, steigt weiter. Claas wird daher auch zukünftig konsequent in den Ausbau des internationalen Geschäfts investieren. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Erweiterung des Vertriebs- und Servicenetzes sowie die Fertigstellung des neuen Werks in Krasnodar, mit dem Claas einen wichtigen Beitrag zur weiteren Modernisierung der russischen Landwirtschaft leisten kann.
 
Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Claas eine weiter rückläufige Marktentwicklung. Die Auswirkungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Ländern wie der Ukraine, Russland oder Argentinien und deren Folgen für die Märkte in Osteuropa und Lateinamerika sind derzeit nicht absehbar. Insgesamt wird die weltweite Landtechnikproduktion 2015 das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreichen. Claas rechnet dennoch aufgrund seines attraktiven Produktangebots und seiner guten internationalen Aufstellung im aktuellen Geschäftsjahr mit einem Umsatz und Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau.
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