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Claas eröffnet neues Test- und Versuchszentrum

Claas Test- und Versuchszentrum
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
29.03.2019

Claas hat am Standort Harsewinkel sein neues Test- und Versuchszentrum für die Entwicklung neuer Landmaschinen eröffnet. Gesellschafter, Konzernleitung, Mitarbeiter und Gäste aus der regionalen Politik feierten die Inbetriebnahme des Gebäudes, in das 15 Millionen Euro investiert wurden. 3,2 Millionen Euro davon flossen in die reine Prüftechnik.

Claas Test- und Versuchszentrum

„Im Mai 2017 standen wir hier zusammen, um den Grundstein für das neue Test- und Versuchszentrum zu legen“, erinnerte Cathrina Claas-Mühlhäuser an den Baubeginn. „22 Monate später ist alles fertig und funktionsbereit. Dafür ganz herzlichen Dank an alle beteiligten Claasianer und an alle Dienstleister.“

Das Unternehmen will mit dem neuen Gebäude kürzere Entwicklungszeiten seiner Mähdrescher, Feldhäcksler und Traktoren erreichen. In 13 Prüfzellen werden unterschiedlichste Belastungen simuliert, die weltweit bei der Ernte auf dem Feld herrschen. Die Versuche auf den elektrisch angetriebenen Prüfständen laufen 24 Stunden lang und an sieben Tagen die Woche.

„Die technischen Daten des Gebäudes sind beeindruckend“, sagt Dr. Thomas Barrelmeyer, der das Engineering aller Getreideerntemaschinen verantwortet. „Es verfügt beispielsweise über eine installierte Kühlleistung von 1.200 kW. Das entspricht der installierten Heizleistung von 120 Einfamilienhäusern. Aber nicht nur die Technik ist uns wichtig. Auch für unsere Mitarbeiter sollte ein moderner Arbeitsplatz geschaffen werden.“ So sind auf den über 7.000 Quadratmetern Gesamtnutzfläche auch moderne Büroräume für etwa 200 Mitarbeiter mit ansprechenden Kommunikationsbereichen entstanden.

Ein bautechnisches Superlativ ist der größte Prüfstand, auf dem unter anderem die bis zu zwölf Meter langen Mähdrescherschneidwerke auf ihre Haltbarkeit getestet werden, heißt es weiter. „Sein Fundament wiegt 600 Tonnen, wurde vor Ort in einem Stück gegossen und wird durch eine Luftfederung getragen. Europaweit dürfte dies so ziemlich einmalig sein“, schätzt Oliver Westphal, der für das Test- und Versuchszentrum verantwortlich ist.

In schrankgroßen Computersystemen im Elektroniklabor wird die Elektronik kompletter Maschinen aufgebaut, um zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten zu testen. Ein Mähdrescher verfügt über 30 Steuergeräte, so dass bis zu 50.000 Testfälle pro Maschine vollkommen automatisiert ablaufen.

Erst wenn die Labortests erfolgreich abgeschlossen sind, geht es aufs Feld, das auch das beste Labor noch nicht zu 100 Prozent ersetzen kann. Dort finden weitere Versuche statt, um die Zuverlässigkeit der Maschinen abschließend zu testen.

 

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