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demopark + demogolf setzt Innovationsimpulse

von , am
29.04.2015

Vor kurzem wurde bekannt gegeben, welche Neuentwicklungen und Innovationen auf der demopark + demogolf 2015 mit den begehrten demopark-Innovationsmedaillen ausgezeichnet werden. Die Jury besteht aus Technikredakteuren der Zeitschriften AGRARTECHNIK / MOTORGERÄTE, bi GaLaBau, Lohnunternehmen und Kommunaltechnik sowie Greenkeepers Journal.

Die demopark-Innovations-Medaillen in Gold werden 2015 an vier Neuheiten vergeben.
Mit einer Innovationsoffensive wird die Freilandausstellung demopark + demogolf vom 21. bis 23. Juni 2015 ihr Publikum begeistern. „Mehr als 100 spannende Neuheitenanmeldungen aus aller Welt, von denen die 15 herausragendsten mit den begehrten demopark-Innovationsmedaillen ausgezeichnet werden, sprechen eine klare Sprache“, sagte Messeinitiator und VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer im Rahmen der demopark-Vorpressekonferenz. Die unabhängige Jury, welche über die Innovationsmedaillen entschieden hat, besteht aus Technikredakteuren der Zeitschriften AGRARTECHNIK / MOTORGERÄTE, bi GaLaBau, Lohnunternehmen und Kommunaltechnik sowie Greenkeepers Journal.
 
 
 
Die Gewinner der demopark-Innovations-Medaillen in Gold sind:
 
- Firma Köppl für den Einachsgeräteträger Gekko
Der Einachsgeräteträger Gekko von Köppl soll vor allem die Sicherheit, aber auch den Komfort bei der Arbeit in steilen und unübersichtlichen Lagen erhöhen. Eine Innovation ist die automatisierte Achsverschiebung. Diese verschiebt die Achse im steilen Gelände automatisch um bis zu 200 Millimeter nach hinten, in der Fläche nach vorne. Der Gekko kann per Hand oder per Funkfernsteuerung geführt werden. Damit lässt sich das Auflagegewicht des Arbeitsgerätes auch per Taster während der Fahrt anpassen. Um Servicezeiten und den Reparaturaufwand zu verkürzen, wird für die Fehlerdiagnose eine CAN-Bus-Steuerung angeboten.
Köppl, Stand G-736
 
 - Firma Stihl für den Akku-Trennschleifer TSA 230
Der Stihl Trennschleifer TSA 230 ist der erste akkubetriebene Trennschleifer auf dem Markt. Er arbeitet er mit einer 230-Millimeter-Trennschleifscheibe. Somit bietet er bei jedem Einsatz im Innen- oder Außenbereich eine Schnitttiefe von bis zu 70 Millimeter – dies jedoch abgasfrei und mit nur geringer Lärmemission. Das Gewicht beträgt 3,9 Kilogramm (ohne Akku). Der serienmäßige Wasseranschluss und das Zubehör zum Anschluss an einen Sauger sorgen für die nötige Staubbindung bei Trennarbeiten.
Stihl, Stand B-251
 
- Firma Toro für den Fairway-Mäher mit Voll-Hybrid-Antrieb Reelmaster 5010-H
Beim Toro Reelmaster 5010-H handelt es sich um einen Fünffach-Fairway-Mäher. Die größte Innovation des Fahrzeugs ist der Voll-Hybrid-Antrieb. Der Mäher erhält in Leistungsspitzen durch eine Batterie zusätzlich Energie. Die Kraftstoffersparnis liegt bei rund 20 Prozent. Der Motor liefert 18,5 kW / 24,8 PS, mit Hilfe der Batterieunterstützung leistet die Maschine dann bis zu 30 kW / 40 PS. Auch die Lagerungen und Dichtungen der Schneideinheiten wurden auf die Energieeinsparung hin optimiert. Insgesamt konnte die Lärmbelastung um vier Dezibel reduziert werden. Der Reelmaster 5010-H verfügt zudem über eine Plug-and-Play-Funktion für den Einsatz von DPA-Schneidwerken mit einem Durchmesser von 12,7 Zentimeter (fünf Zoll) oder 17,8 Zentimeter (sieben Zoll).
Toro, Stand B-225
 
- Firma WackerNeuson / Weidemann für den Hoflader mit Elektro-Antrieb WL20e / eHoftrac®
Der Lader WL20e von Wacker Neuson beziehungsweise 1160 eHoftrac® von Weidemann ist die erste Maschine dieser Art, die komplett elektrisch betrieben wird. Durch zwei Elektromotoren – einen für den Fahrantrieb und einen für die Arbeitshydraulik – arbeitet die Maschine völlig emissionsfrei. Der Einsatz von zwei Elektromotoren bewirkt zudem einen sehr effizienten Energieverbrauch. Das heißt, die Leistung wird nur bei Bedarf abgefordert und optimiert somit die Laufzeit der Batterie. Verwendet wird eine Blei-Säure-Batterie.
Wacker Neuson, Stand A-107
Weidemann, Stand A-129
 
 
 
Die Gewinner der demopark-Innovations-Medaillen in Silber sind:
 
{BILD:633975:jpg}- Firma JJ Dabekausen für den Auslegermäher VFRT-Baureihe von McConnel
Der Böschungsmäher der neuen McConnel VFRT-Baureihe kombiniert zwei einzelne Funktionen in sich: Ein teleskopierbarer Arm und das VFR-System. So wird eine Reichweite von 7,2 beziehungsweise acht Meter erreicht. Zusätzlich bietet das VFR-System eine optimale Flexibilität, denn der Auslegerarm kann stufenlos nach vorne und rückwärts positioniert werden. Damit hat der Fahrer einen optimalen Blick auf den Mährotor und das Gelände. Das patentierte EDS-System ermöglicht zudem eine sehr schnelle automatische Regulierung der Schnitthöhe bei unebenem Gelände. Auch ein Wechsel des Anbaugerätes ist innerhalb einer halben Stunde möglich.
JJ Dabekausen, Stand E-543
 
- Firma Schmitt für die Motorsägen-Schärfhilfe Ergo Verti-File
Die Motorsägenhalterung Ergo Vert-i-File dient als einfache und praxisgerechte Hilfe zum Präzisionsschärfen von Sägeketten mit der Rundfeile. Zum Schärfen wird die Motorsäge in einer definierten diagonalen Position auf der Halterung fixiert. Bei waagerechter Feilenführung ergibt sich in dieser Position am Hobelzahn der gewünschte Schärfwinkel. Somit wird eine abweichende, fehlerhafte Feilenführung vermieden. Diese wäre sonst die Ursache für schief ziehende Sägeketten, verminderte Schnittleistung oder kurze Standzeiten. Durch präzises und materialschonendes Schärfen mit der Ergo Vert-i-File-Methode erzeugt der Benutzer scharfe Sägeketten mit langer Lebensdauer.
Schmitt, Stand A-116
 
- Firma Hako für den Geräteträger und Kompaktkehrmaschine Citymaster 1600
Im knickgelenkten Citymaster 1600 mit 55 kW Motorleistung hat Hako seine Erfahrungen in den Bereichen Kehrmaschinen, Kompakttraktoren und Geräteträger sowie Transporter vereint. Anbaugerät und Funktion der Maschine kann der Fahrer allein, in wenigen Minuten und ohne Werkzeug wechseln. Mit seinem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen kann der Citymaster 1600 noch auf Gehwegen eingesetzt und mit Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden. Eine Ein-Knopf-Bedienung und Zentraldisplay machen die Bedienung besonders einfach.
Hako, Stand B-244
 
- Firma Honda für den Stromerzeuger EU 70is
Der EU 70is ist der erste Stromerzeuger von Honda, der mit einer elektronischen Einspritzung arbeitet. Zusätzlich bietet er eine Invertertechnik mit reinem Sinusverlauf. Das Modell besitzt einen bequemen Elektrostart mit Funkfernbedienung. Gedacht ist das Modell für Arbeiten in der Nacht, an Wochenenden oder in Wohngebieten. Maximal bietet der EU 70is sieben kVA Leistung. Die Lautstärke liegt bei 90 dB(A).
Honda, Stand A-157
 
- Firma John Deere für den Mähtraktor X950R
Beim X950R Profi-Mähtraktor gelingt das An- und Abbauen des Heckgrasfangbehälters innerhalb von drei Minuten mit nur wenigen Handgriffen. Zusätzliches Werkzeug wird nicht benötigt. So kann sich der Anwender wechselnden Bedingungen schnell anpassen. Der Einsatz ohne Behälter lässt den Mähtraktor zum Beispiel besonders stabil durch hügeliges Gelände fahren und verkürzt die Maschinenlänge. Die nötigen Abstellstützen sind bereits integriert und müssen folglich nicht mitgeführt werden.
John Deere, Stand, B-223
 
- Firma Kärcher für die Kehrmaschine und Geräteträger MC 130
Bei dem Kärcher MC 130 handelt es sich sowohl um eine Saugkehrmaschine in der Ein-Kubikmeter-Klasse, als auch einen Geräteträger. Die Maschine bleibt auch mit maximaler Zuladung unter dem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Die Saugkehrmaschine kann bis zu 1.100 Kilogramm aufnehmen. Die MC 130 eignet sich dank umfangreicher Anbaumöglichkeiten für den Ganzjahreseinsatz in Städten, Gemeinden und der Industrie. Drei Anbauräume an Front, Heck und über dem Motor ermöglichen das Zusammenfassen mehrerer Arbeitsschritte, etwa Mähen und gleichzeitige Aufnahme des Grünguts. Das Schnellwechselsystem am Anbauraum auf dem Hinterwagen reduziert die Rüstzeit.
Kärcher, Stand E-518 und E-521
 
- Firma Mecalac für den knickgelenkten Mobilbagger New 12MTX
Im Mecalac 12MTX wurde die Vereinigung von einem Mobilbagger und einem Radlader neu definiert. Ein besonders wichtiges Element ist dabei das Bedienkonzept. Ausgangspunkt ist nun die wirkliche Arbeitsweise des Bedieners. Mecalac hat dafür vier Bedienmodi integriert: Park-, Bagger-, Lader- und Straßen-Modus. Mit dem Mecalac-Bedienmodi-Wahlschalter passt sich die gesamte Maschine inklusive der entsprechenden Bedienfunktionen an die auszuführende Arbeit an. So ist es möglich, zwei sehr verschiedene Maschinen (Bagger und Lader) in einer sehr intuitiven Weise zu bedienen.
Mecalac, Stand E-581
 
- Firma Menzi Muck für den Raupenbagger Menzi Master
Menzi Muck hat in den Menzi Master M510 und M515 einen Schreitbaggeroberwagen mit einem stufenlos teleskopierbaren Raupenlaufwerk kombiniert. Der Kurzheck-Raupenbagger mit einer Motorleistung von 115 kW / 157 PS ist besonders für Einsätze geeignet, wo geringer Bodendruck Voraussetzung ist und engste Platzverhältnisse vorherrschen. Beim Menzi Master wird durch eine unabhängige (Powerline) Hydraulikpumpe das Anbaugerät (zum Beispiel Mulcher, Fräsen, Harvesterköpfe) individuell versorgt. Die Arbeitshydraulik und Fahrhydraulik werden nicht beeinträchtigt. Durch den verwendeten Teleskoparm und die eingesetzte Weitwinkelkinematik wird das Handling erleichtert.
Menzi Muck, Stand A-101
 
- Firma Mercedes-Benz für das Kommunalfahrzeug Unimog U 5023
Der Unimog U 5023 ist eine Kombination aus Kommunalgeräteträger mit genormten Schnittstellen für den Geräteanbau (zum Beispiel Frontanbauplatte, Zwei-Kreis-Hydraulik,...) und dem Typus des hochgeländegängigen Fahrzeugs. Er eignet sich daher auch für Hochwasserrettungen (Watfähigkeit: 1,2 Meter), Bergungen und technische Hilfeleistungen. Seilwinde oder Kran können ohne weitere Modifikationen aufgebaut werden. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 14,5 Tonnen, der Euro 6-Motor leistet 170 kW / 231 PS.
Daimler / Mercedes-Benz, Stand B-243
 
- Firma Rink für das Eintellerstreuwerk ETSW
Durch das Eintellerstreuwerk ETSW von Rink Spezialmaschinen hat der Greenkeeper die Möglichkeit, Green, Tees oder andere Grünflächen für das Besanden nicht mehr befahren zu müssen. Denn statt, wie beim Standardstreuwerk, das Streugut nach hinten zu werfen, kann das Streumaterial hier auch seitlich ausgebracht werden. Das verhindert einen erhöhten Bodendruck auf der Fläche. Das Leitblech kann mit wenigen Handgriffen verstellt werden. Das Eintellerstreuwerk ETWS lässt sich mit wenigen Handgriffen an- und abbauen.
Rink, Stand B-424
 
- Firma Stihl für das Akku-Blasgerät BGA 100
Das Akku-Blasgerät BGA 100 stellt das leistungsstärkste Blasgerät unter den handgetragenen Blasgeräten von Stihl dar. Gleichzeitig ist es das mit Abstand leiseste Blasgerät des Unternehmens. Die Reduzierung des garantierten Schallleistungspegels von zehn dB(A) gegenüber dem BGA 85 entspricht einer subjektiv empfundenen Halbierung der Lautstärke. Witterungsbedingte Unterbrechungen der Arbeit gehören dank des integrierten Feuchtigkeitsschutzes der Vergangenheit an. Das Blasrohr ist längenverstellbar und kann so auf die gewünschte Körpergröße angepasst werden. Dadurch wird die Effizienz gesteigert sowie die Ergonomie für den Anwender.
Stihl, Stand B-251
 
 
 
Technologietrends im Fokus
Die in ideeller Trägerschaft des VDMA stehende demopark + demogolf, die alle zwei Jahre mehr als 35 000 Garten- und Landschaftsbauer, Greenkeeper und Kommunalprofis nach Eisenach lockt, sei für die Maschinen- und Gerätehersteller mittlerweile „die entscheidende Neuheitenplattform in Europa“ geworden, so Dr. Bernd Scherer.
Aus technologischer Perspektive konzentriere sich die Branche aktuell auf drei zentrale Megatrends, die auch im Angebotsspektrum der demopark + demogolf deutlich sichtbar würden: „Wer auf unsere Branche blickt, erkennt sofort, dass Elektrifzierung und Akkutechnik bei uns längst gelebte Praxis sind. Und dennoch handelt es sich dabei nach wie vor um entscheidende Entwicklungsfelder, denn das zugrundeliegende Effizienz- und Komfortpotential ist enorm“, sagte Dr. Bernd Scherer.
Damit eng verknüpft sei eine wachsende Zahl automatisierter Anwendungen, wie sie beispielsweise im Bereich der Mährobotik schon sehr erfolgreich am Markt positioniert seien. „Automatisierung und Autonomisierung sind spannende Schlüsselthemen, die ganz wesentlich zu reproduzierbaren Arbeitsqualitäten beitragen, die etwa für die Grünflächenpflege in Sportarenen und Fußballstadien ganz unerlässlich sind.“ Gebunden sei der technische Fortschritt allerdings in jedem Falle an den Faktor Nachhaltigkeit. Dabei könnten langfristig immer mehr Systemlösungen entstehen, die den gesamten Prozess in der Grünflächenpflege, auf dem Bauhof oder im Golfplatzsektor gleichermaßen effizient und ökologisch abbilden.
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