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DLG-Feldtage: Hier treffen sich die Pflanzenbauprofis

© ah
von , am
18.06.2014

Pflanzenbauprofis lockt es wieder nach Bernburg-Strenzfeld. Sie treffen sich auf den DLG-Feldtagen. Gestern war der Auftakt. Bis Donnerstag gibt es auf 40 Hektar alles rund um den Pflanzenbau zu sehen.


"Die DLG-Feldtage 2014 bieten dem Ackerbauern die Möglichkeit einer Standortbestimmung. Sie sind Anreiz, die eigenen Strategien im Pflanzenbau zu überdenken und weiterzuentwickeln", erklärte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer bei der Eröffnung der DLG-Feldtage 2014.
 
"Die Zahl der Aussteller hat einen neuen Höchststand erreicht", so DLG-Feldtage-Projektleiter Andreas Steul. Sie liegt rund zwölf Prozent über dem Ergebnis von vor zwei Jahren. Mit insgesamt 360 Ausstellern aus 20 Ländern wurde ein "all-time record" erzielt. Auch bei den Ausstellern aus dem Ausland legte man stark zu. So konnten die Zahlen hier von 42 in 2012 auf 70 in diesem Jahr erhöht werden.

Genetik im Blickpunkt

Züchter, Vermehrer, Berater: Auf den Feldtagen trifft sich die Branche und lädt zur Diskussion ein. "Gerade wir Landwirte lernen immer wieder - in diesem Jahr zum Beispiel durch den Gelbrost - wie sehr die Genetik einer Pflanze den Rahmen definiert, in dem wir durch unsere Optimierungsschritte uns erst erfolgreich beweisen können", führte DLG-Präsident Bartmer in seiner Eröffnungsrede aus. Alle pflanzenbaulichen Kniffe, optimierte Technologie bei der Feldarbeit seien letztendlich vom genetischen Rahmen der Pflanzen abhängig. Hier richtete er den Blick gen Brüssel und mahnte an, dass nationale Ausstiegsklauseln in der Pflanzenzüchtung "ein Schritt hin zu einem Ende einheitlicher Rechts- und Produktionsbedingungen in Europa ist", was auch Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit habe.

Blick voraus werfen

Auf den Feldtagen der DLG kann man auch einen Blick in die Zukunft werfen. So messen sich im Rahmen des 12. Field Robot Event 23 Teams aus zehn Ländern mit ihren Feldrobotern. Dabei geht es um Navigation, Spurtreue, Erkennen und Behandeln kranker Pflanzen, Interaktion und "Freestyle".
 
Ebenso einen Blick voraus kann man bei den Drohnen und Fernerkundungssystemen machen. Mit Hilfe der Systeme kann eine große Fläche innerhalb kürzester Zeit erfasst werden. Besonders im Precision Farming gewinnt die beispielsweise die Multispektralanalyse von Pflanzenbeständen immer größere Bedeutung. Am Informationszentrum gibt es Vorführungen sowie die Möglichkeit zum fachlichen Austausch mit den Herstellern.

Technik im Einsatz

Neben bewährten und neuen Sorten im Pflanzenbau sind auch in diesem Jahr wieder die Maschinenvorführungen ein Besuchermagnet. Themen sind in diesem Jahr die tiefe Bodenbearbeitung mit Pflug und Grubber, Sensortechnik und Düngerstreuer für bestandsoptimierte Düngung, Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen sowie automatisiertes Lenken und Vorwendemanagement. Alle namhaften Hersteller zeigen sich dabei auf den Flächen vertreten.
 
In den Foren werden täglich die aktuellsten Themen im Pflanzenbau diskutiert. Das Spektrum reicht von Gülle-Strip-Till über Hybridzüchtung hin zur Fruchtfolgegestaltung. Die DLG-Feldtage 2014 bieten in den nächsten Tagen wieder die Möglichkeit "sich umfassend über Entwicklungen in der Pflanzenzüchtung und des Pflanzenbaus zu informieren".   
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