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Nach EBIT-Steigerung 2015 erhöht BayWa Dividende erneut

la/AGRARTECHNIK
am
09.06.2016

Auf der diesjährigen Hauptversammlung betonte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, die Bedeutung des internationalen Wachstumskurses des Handels- und Dienstleistungskonzerns.

So sei 2015 zum ersten Mal der Anteil des internationalen Geschäfts bei Agrar und erneuerbaren Energien am operativen EBIT auf über
55 Prozent gestiegen. Das Konzern-EBIT erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 158,1 Millionen Euro (Vorjahr:
152,1 Millionen Euro). Der Umsatz 2015 sank bedingt durch sehr niedrige Rohstoffpreise geringfügig auf 14,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 15,2 Milliarden Euro). Die Aktionäre beschlossen auf der diesjährigen Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung um fünf Cent auf nun 85 Cent je Aktie. Getragen wurde die EBIT-Verbesserung im letzten Jahr von der weiteren Internationalisierung im Segment Agrar, hier besonders bei Obst, und den nationalen und internationalen Projektgeschäften im Bereich erneuerbarer Energien. „Damit haben wir die schwierige Situation besonders auf den deutschen Agrarmärkten auffangen können“, hob Lutz hervor. Er forderte in diesem Zusammenhang die Politik auf, der deutschen Landwirtschaft Exportmöglichkeiten in die wachsenden Märkte in Asien zu verschaffen, da es bisher nicht möglich sei, zum Beispiel Agrarprodukte nach China einzuführen. „Handelsabkommen heißt der Türöffner“, so Lutz. Auch wenn in der deutschen Politik der „Weckruf“ jetzt angekommen sei, hätten andere, auch europäische Länder hier schon längst einen Vorsprung. Die BayWa habe sich vor allem durch den Kauf von Unternehmen Zugang zu diesen wachsenden Märkten verschafft: So werden von Neuseeland aus erfolgreich die Märkte in China und andere asiatische Absatzmärkte aufgebaut, was von Deutschland aufgrund fehlender Abkommen nicht möglich sei. Lutz äußerte sich auch zum Agrarmarktstrukturgesetz: Er lehnte es ab, dass wie gerade aktuell in Bezug auf die Milchkrise vorgesehen, ausschließlich die Genossenschaften in die Pflicht genommen werden sollen. Dies stelle einen inakzeptablen Eingriff in die genossenschaftlichen Grundprinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung dar. „Hände weg von den Genossenschaften“, betonte Lutz. Sie hätten seit über 100 Jahren gezeigt, dass sie erfolgreich ohne staatliche Regulierungen arbeiten könnten. Im Übrigen sei bei Milch eine europäische und keine rein deutsche Lösung gefragt, denn jede in Deutschland reduzierte Milchmenge könne durch andere EU-Länder sofort kompensiert werden. „Hier ist die Politik gefordert!“, so Lutz. In der Digitalisierung sieht Lutz ein weiteres Wachstumsfeld: Digital Farming ist mittlerweile ein eigenes Geschäftsfeld bei der BayWa AG und wird die Innovation der Landwirtschaft weiter mit vorantreiben.Im laufenden Geschäftsjahr werde die BayWa, so der Vorstandsvorsitzende, die guten Möglichkeiten beim Projektgeschäft der erneuerbaren Energien und im internationalen Agrargeschäft nutzen, um 2016 den Umsatz deutlich zu steigern und auch das EBIT erneut zu verbessern.
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