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Egidio Maschio, Mitbegründer der Maschio Gaspardo Gruppe, ist verstorben

von , am
24.06.2015

Wie die Tageszeitung La Stampa auf ihrer Online-Seite heute meldet, habe sich Egidio Maschio heute Vormittag in seinem Unternehmen in Cadoneghe, das vor den Toren Paduas liegt, selbst das Leben genommen.

© Werkbild
Stand der Dinge sei, dass sich der 73-Jährige kurz nach 06:30 Uhr in seinem Büro erschoss. Der leblose Körper sei von einem Angestellten aufgefunden worden. Über die Hintergründe seiner Tat herrsche noch Unklarheit.
 
Egidio Maschio, hat mit seinem Bruder Giorgio Maschio Gaspardo, das in Italien ansässige, führende multinationale Landtechnik-Unternehmen gegründet. Zu Monatsbeginn hatte das Unternehmen entschieden, die Unternehmensführung externen Managern anzuvertrauen. Massimo Bordi, ehemaliger Generaldirektor von Ducati und Vizepräsident von MV Augusta sowie CEO der Same Deutz-Fahr Gruppe, wurde zum neuen CEO ernannt und Paolo Bettin zum Finanzchef (CFO). Zum Unternehmen, in dem die Familie Mehrheitsaktionär ist, gehören 19 große Produktionsstätten, 16 davon in Italien und drei im Ausland, nämlich in Rumänien, China und Indien. Es ist gegenwärtig in der ganzen Welt mit 12 Vertriebszentren präsent.
 
Das Industrieunternehmen der beiden Brüder habe 1964 seinen Anfang genommen, als diese mit der Produktion in einem zum Haus gehörenden Stall begannen. Aus diesem Landwirtschaftsgebäude, das zur Werkstatt umgebaut wurde, sei im Laufe der letzten 50 Jahre ein großes internationales Industrieunternehmen geworden. Wie des Weiteren zu lesen ist, berichtet die Zeitung "Corriere del Veneto", dass sich das Unternehmen, infolge großer Investitionen in den letzten Jahren gegenüber den Banken in hohem Umfang verschuldet habe. So hätten Rückzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe bevorgestanden.
"Wir sind bestürzt. Mit Egidio Maschio verläßt uns eine große Unternehmerpersönlichkeit, aber auch ein großartiger Mensch, der seine Unternehmensgeschichte, aber auch sein persönliches Leben stets eng mit dem Veneto verband", kommentierte der Präsident der Veneto-Region, Luca Zaia.
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