Aktuelles ERO übernimmt Entlauber von Siegwald

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Als Ergänzung zur bestehenden Produktpalette hat die ERO-Gerätebau GmbH den von der elsässischen Firma Siegwald entwickelten Entlauber übernommen. Die Firma Siegwald liefert die laufenden Bestellungen in dieser Saison noch aus. Ab 2018 wird ERO die Geräte produzieren und verkaufen. In der laufenden Saison sind bereits Vorführgeräte im Einsatz.

ERO Entlauber © Werkbild Bild vergrößern

Der Entlauber von Siegwald entfernt das Laub mittels Druckluftstößen. Es werden nicht nur die äußeren Blätter erreicht, sondern auch die im Inneren der Laubwand. Die gute Durchlüftung der Traubenzone reduziert die Gefahr des Befalls mit Botrytis und anderen Pilzkrankheiten. Wird das System kurz nach der Blüte eingesetzt, werden kleinere Beeren ebenfalls ausgeblasen und, je nach Einstellung, eine mehr oder weniger große Ertragsreduzierung erzielt. Die verbleibenden Beeren sitzen lockerer, entwickeln eine festere Schale, sind insgesamt gesünder und können länger am Stock bleiben. Infolge der durchlässigeren Laubwand, können Sonne und Wind die Trauben nach einem Regenschauer schneller trocknen, was sich ebenfalls positiv auf die Qualität des Lesegutes auswirkt.

„Der Entlauber von Siegwald ergänzt unsere Produktpalette perfekt. Wir können jetzt jedem Winzer je nach Einsatzzweck und Präferenz das ideale Produkt anbieten.“ erklärt Michael Erbach, Inhaber und Geschäftsführer von ERO, die Entscheidung zur Übernahme des in Frankreich entwickelten Produktes. „Nicht erst im Keller, sondern schon im Weinberg stellt der Winzer die Weichen für Qualität und Charakter des späteren Weines. Ein Aspekt hierbei ist sicherlich das Entlauben. Wird entlaubt, zu welchem Zeitpunkt, nach welchem Prinzip und in welcher Intensität, sind dabei die Parameter, über die der Winzer Einfluss nehmen kann.“ so Erbach weiter.

Der ebenfalls von ERO vertriebene und seit Jahren bewährte Entlauber EB490 Professional der Marke Binger Seilzug saugt die Blätter an und zupft sie anschließend mittels zweier rotierender Walzen ab. Die Trauben werden nicht verletzt. Im Vergleich zu Druckluftsystemen punktet er mit einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit und einem längeren Einsatzzeitraum, berichtet das Unternehmen.