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Precision Farming

Fendt Forschungsprojekt MARS: Roboter strömen aus

la/AGRARTECHNIK
am
04.04.2016

Bei Fendt gibt es einige Ingenieure, die sich schon seit längerem auf "MARS Mission" befinden. MARS beschäftigt sich mit der Zukunft der Landwirtschaft und steht für: Mobile Agricultural Robot Swarms.

„Die Forschungsfragen, die wir uns stellen, haben mit der zukünftigen, nachhaltigen Sicherung von Nahrungsmitteln, Energie und Rohstoffen zu tun“, sagt Projektleiter Thiemo Buchner aus der AGCO/Fendt Vorentwicklung. „Wie könnten landwirtschaftliche Konzepte in Zukunft auch aussehen? Werden Maschinen weiterhin von Menschen bedient? Können wir Präzisionslandwirtschaft bis auf die Ebene einzelne Pflanzen umsetzen?" Neben großen Maschinen werden künftig auch kleine Feldroboter ihre Arbeiten verrichten. Autonom, präzise und Cloud-gesteuert – davon ist der Diplomingenieur überzeugt. Sie sind mobil. Sie sind Cloud-gesteuert. Und sie sind viele: Die Fendt Feldroboter der Zukunft. Gemeinsam kooperieren sie beispielsweise bei der Aussaat von Mais völlig autonom, effizient und hochpräzise. Die Grundidee für das Projekt MARS ist mit nur einem Begriff erklärt: Vereinfachung. Warum? Wenig Sensoren, robuste Steuerungen und klarer Hardwareaufbau machen jeden einzelnen MARS-Roboter besonders zuverlässig und damit produktiv. Gleichzeitig sorgt der Einsatz vieler kleiner, identischer Roboter im Schwarm dafür, dass der Job unterbrechungsfrei weiterläuft, selbst wenn einmal eine Einheit ausfallen sollte. Was verbirgt sich dahinter? Ihr geringes Gewicht gewährleistet dabei ein hohes Sicherheitsniveau sowie eine besonders schonende Feldbearbeitung – ohne nennenswerte Bodenverdichtung. Gleichzeitig werden nutzbare Zeitfenster für den Feldeinsatz erweitert. Und: MARS Roboter sind rund um die Uhr einsatzbereit. Am Tag ebenso wie in der Nacht. All das macht Feldrobotik Systeme für die Landwirtschaft der Zukunft besonders attraktiv. Das ist die Vision. Der Hunger der Weltbevölkerung nach Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen wächst mit der Zahl der Menschen auf der Erde. Um diese Herausforderung zu meistern, denkt Fendt kontinuierlich voraus. Mit dem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt MARS bringen Fendt Precision Farming mit autonomen Produktionssystemen der Zukunft einen entscheidenden Schritt voran. Um Erträge nachhaltig zu steigern, berücksichtigt das MARS-Konzept eine ganze Reihe wirtschaftlicher, technischer und ökologischer Gesichtspunkte. Durch agronomisch angepasste Saatmuster in Kombination mit einer exakten Dokumentation jeder einzelnen Pflanze können Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel punktuell und somit sparsam ausgebracht werden. Dabei brauchen die kleinen Roboter für die Fortbewegung auf dem Feld erstaunlich wenig Energie. Der erforderliche Ressourceneinsatz wird insgesamt minimiert und auch die Kosten für Betriebsmittel sinken. Zudem verrichten die leichten und dennoch robusten Roboter dank wartungsarmer Elektroantriebe ihre Arbeit besonders leise und effizient. Emissionen oder Verunreinigungen entstehen durch die batteriebetriebenen Schwärme auf dem Feld keine. Aus welcher Energiequelle die Roboter mit Strom betankt werden (öffentliches Stromnetz, hofeigene Biogas- oder Photovoltaikanlage, Windkraft oder Brennstoffzelle) entscheidet der Landwirt. Ob kleines Feld mit nur fünf, oder Großfläche mit 50 und mehr MARS-Robotern.
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