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Fliegl: Dungstreuer ASW 271 und ADS 120 jetzt DLG anerkannt

la/AGRARTECHNIK
am
04.04.2016

Im Frühjahr 2015 stellte Fliegl seine neueste Entwicklung vor: Einen Prüfstand für Streuwerke. Auf bis zu 30 Metern Breite ermittelt alle 50 Zentimeter eine Wiegezelle die Genauigkeit von Streuwerken. Diese Entwicklung ist laut Werksangaben in Deutschland einmalig.

Ende letzten Jahres wurde dieser Prüfstand von der InfraServ Gendorf, einer von der Deutschen Akkreditierungsstelle akkreditierten Stelle, kalibriert. Mit Hilfe dieser von drei Stellen geprüften Einrichtung, testete die DLG die Dungstreuer aus dem Hause Fliegl und zeichnete den ADS 120 und den ASW 271 für seine Verteilqualität „Stallmist“ mit dem DLG Prüfzeichen „DLG-Anerkannt“ aus. Das Prüfzeichen „DLG-Anerkannt in Einzelkriterien“ wird für landtechnische Produkte verliehen, die nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien von der DLG getestet wurden. Vor dem Test kalibrierte ein akkreditiertes Partnerlabor die Wiegeeinrichtungen, während die DLG den Prüfstand auf seine Normenkonformität hin überprüfte. Für die Prüfung wurde Rindermist von einem benachbarten Betrieb verwendet. Zur Bestimmung der Querverteilung werden Auffangbehälter quer zur Fahrtrichtung entlang der Versuchsfläche aufgestellt. Insgesamt dreimal fährt jeder Streuer die Versuchsstrecke. Die in den Schalen aufgefangenen Streumengen werden anschließend gewogen und flächenbezogen zur Ermittlung des Grundstreubildes verrechnet. Für die Ermittlung der Längsverteilung wird der Massestrom durch kontinuierliche Messung der Achs- und Stützlasten im Stand während der kompletten Entleerung einer Ladung gemessen. Zwei verschiedene Ausbringmengen wurden bei beiden Fahrzeugen mit denselben Einstellungen getestet: 10 Tonnen pro Hektar und 30 Tonnen pro Hektar. Zum Test stellte Fliegl einen Abschiebedungstreuer ADS 120 mit Streuwerk Profi VS sowie einen Abschiebewagen ASW 271 mit Streuwerk Profi V2 bereit. Beide Anhänger wurden in den Ausstattungsvarianten elektrische Regelung des Abschiebevorschubs über Potentiometer und automatische Regelung mit Fliegl VarioSens getestet. Bei beiden Anhängern wird die Streumenge durch das Vorschieben der Abschiebewand und die Fahrgeschwindigkeit bestimmt. Hierbei muss der Sperrschieber zum Streuen immer voll geöffnet sein. In der Serienausstattung wird die Einstellung der Ölmenge durch ein mechanisches Regelventil am Streufahrzeug geregelt. Hierfür muss vor Arbeitsbeginn eine Grundeinstellung festgelegt werden. Während der Fahrt kann der Abschiebevorschub dann über die Schlepperhydraulik angepasst werden. Optional ist eine elektrische Steuerung für das Regelventil über einen Potentiometer erhältlich. Dieser ermöglicht die Steuerung der Abschiebegeschwindigkeit während dem Entladeprozess von der Fahrerkabine aus. Eine dritte Möglichkeit ist die optionale Ausstattungsvariante „VarioSens“, mit der die Abschiebegeschwindigkeit über das Drehmoment geregelt wird. Die Querverteilung wird über die Zapfwellendrehzahl, also die Umlaufgeschwindigkeit der Streuwalzen mit den Streutellern, eingestellt. Beim Test des Fliegl Abschiebedungstreuers ADS 120 wurden sowohl für das Ausbringen von 10 Tonnen pro Hektar als auch von 30 Tonnen pro Hektar Stallmist sehr gute Verteilqualitäten erzielt. Sowohl in der Quer- als auch in der Längsverteilung liegen die berechneten Variationskoeffizienten unter 15 Prozent. Die Streckung innerhalb der Toleranzzone liegt mit 67 Prozent bei manueller Regelung über das Potentiometer auf einem hohen Niveau, kann aber durch die automatische Regelung mit dem Fliegl VarioSens auf knapp 90 Prozent gesteigert werden. Außerdem testete die DLG den Abschiebewagen ASW 271. Beim Ausbringen von zehn Tonnen pro Hektar wurden gute, bei der Ausbringung von 30 Tonnen pro Hektar sogar sehr gute Verteilqualitäten in Querrichtung erreicht. In Längsrichtung liegen die berechneten Variationskoeffizienten mit Werten nahe zehn Prozent im sehr guten Bereich. Die Streckung innerhalb der Toleranzzone liegt bei beiden Ausstattungsvarianten und Streumengen mit knapp 70 Prozent auf einem hohen Niveau, so Fliegl abschließend.
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