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Freisprechungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Mittelfranken

la/AGRARTECHNIK
am
15.03.2016

„Nur wer ausbildet, leistet etwas für den Fortbestand und die Zukunft seines Betriebs“, würdigte Obermeister August Roth die Leistungen seiner Kollegen aus den Innungs-Mitgliedsbetrieben anlässlich der Freisprechungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Mittelfranken.

Insgesamt 52 Junggesellen, darunter auch eine Junggesellin, konnten in Veitsaurach, in festlichem Rahmen und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste sowie ihrer Ausbilder und Eltern, ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Besonders erfreulich war dieses Mal, wie Prüfungsvorsitzender Oskar Thorwart berichtete, dass alle Prüflinge bestanden hatten. Zwei schlossen mit der Note 1 ab und 19 mit Note 2. Es sei, erläuterte Obermeister Roth, heute nicht mehr selbstverständlich, dass Betriebe ausbilden. Daher gebühre den anwesenden Kollegen und den meisten Innungs-Mitgliedsbetrieben, die noch ausbildeten, ein besonderer Dank. Ein weiteres Problem ist es, so Roth, dass die Betriebe, die gerne ausbilden würden, keine qualifizierten Auszubildende mehr bekommen. Den Junggesellen stehen, so Roth, alle Möglichkeiten offen. Das sollten sie nutzen und sich weiterbilden. Sein persönlicher Rat an jene, die dabei die Meisterprüfung im Visier haben, lautet jedoch: „Lasst Euch etwas Zeit, sammelt erst ein paar Jahre Erfahrung im Beruf.“

„Das Handwerk hat auch in Zukunft goldenen Boden“, ist Roth überzeugt. Das gelte auch für die Junggesellen, die vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden. Sie hätten einen Beruf erlernt, der es an Vielseitigkeit mit allen anderen technischen Berufen aufnehmen könne. Die Umbenennung von „Land- und Baumaschinenmechaniker“ auf „Land- und Baumaschinenmechatroniker“ mache diesen Beruf noch attraktiver. „Es gibt keine Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik, die arbeitslos geblieben sind“, betonte Roth.

Mit den Leistungen der Junggesellen zeigten sich auch die Schulen höchst zufrieden. Die guten Prüfungsergebnisse, so die beiden Schulleiter, Oberstudiendirektor Michael Greiner vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Roth und Oberstudiendirektor Dr. Friedhard Nichterlein von der Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl, seien nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Auszubildenden aus bodenständigen Familien, die noch Tradition widerspiegeln, kommen. Auch passe die „Chemie“ zwischen Schule und Betrieb. Gerade die Vernetzung mit den Betrieben, beispielsweise durch die zeitweilige Überlassung von sehr teuren, höchstmodernen Geräten und Maschinen, sei ganz wichtig, um eine optimale Ausbildung gewährleisten zu können.

Erfreut wurde auch die Ankündigung von Horst Ohlmann, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Stiftungstreuhand AG Fürth, aufgenommen, dass die Egelseer Stiftung neben dem Stipendium, mit dem die drei besten Prüflinge ausgezeichnet wurden, im Laufe des Jahres auch einen Motoren-Lehrgang unterstützen wird. Thorsten Baude, Geschäftsführer der Firma Egelseer Traktoren Nürnberg, zeichnete die drei Prüfungsbesten aus (in Klammern die Ausbildungsbetriebe): Marco Enderes (Enderes Rainer Landtechnik, Weiltingen), gefolgt von Lukas Roser (Wissinger Land-, Garten- + Forsttechnik, Thalmässing) und Jannik Joschka  Bär (BGU Baugeräte-Union GmbH & Co. Maschinenhandels KG, Ansbach). Mit einem Video gab Fachlehrer Herbert Schultheiß, Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl, abschließend einen Überblick, was sich in den dreieinhalb Jahren Ausbildung so alles an schulischen Aktivitäten getan hat.

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