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Insolvenz

Aus für Vogel & Noot

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Karsten Schranz, traction
am
04.08.2016

Die Gerüchte hielten sich lange, nun scheint es Gewissheit zu sein: Der österreichische Landmaschinenhersteller Vogel & Noot ist insolvent.

Laut Kreditschützern ist der obersteirische Landmaschinenhersteller insolvent. Weiter sei am Handelsgericht Leoben ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden, so ein Online-Presseportal. Die Anzahl der Gläubiger sowie die Höhe der Aktiva ist momentan noch nicht geklärt. Die Passiva betragen rund 17.7 Mio. Euro. Von der Insolvenz sind rund 110 Mitarbeiter betroffen. Eine Weiterführung des Betriebs mit 80 Mitarbeitern wird angestrebt. Gründe für die Insolvenz sollen die rückläufige Auftragslage, Absatzschwierigkeiten besonders in ausländischen Märkten und Schwierigkeiten bei der Rekonstruierung der bestehenden Finanzierung liegen. In besonderem Maße seien hier Finanzierungsbeschränkungen durch die EU-Sanktionen gegen Russland schuld. 

Hohe Verluste

Zuletzt erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 58 Mio. Euro. 2014 bilanzierte man bereits knapp 4 Mio. Euro Verlust. Dazu kamen weitere Verbindlichkeiten von mehr als 22 Mio. Euro und Rückstellungen von rund 3,4 Mio. Euro. Ausfälle in den Lohnzahlungen soll es schon seit Juni geben. Kurzfristig sollen die Gesellschaftsanteile der ungarischen Tochterfirma veräußert werden. Künftig will man den Betrieb mir ca. 80 Mitarbeitern weiterführen und sich vermehrt auf die Verschleiß- und Ersatzteilproduktion konzentrieren.

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