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Gemeinsame Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim

von , am
30.03.2015

"Bildung ist das einzige, was man Ihnen nicht nehmen kann. Bildung ist ein hohes Gut, das man gar nicht genug schätzen kann", betonte Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, anlässlich der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim im Kornhaus in Kempten, zu der sich wieder viele Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik sowie Aus- und Fortbildungseinrichtungen eingefunden hatten.

Ehrung der Besten aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim. Unser Foto zeigt (von links): die beiden Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann, Kempten, und Robert Plersch, Memmingen-Mindelheim und die Ausgezeichneten Christian Kuisle, Michael Kahnert, Christian Mayer, Fabian Christoph Albinger, Christian Baur, Andreas Schelldorf, Alexandra Baur, Kilian Streicher, Martin Aichele, Stephan Herz und Simon Vogler, sowie den Präsidenten der Handwerkskammer Schwaben, Hans-Peter Rauch, den Landrat Oberallgäu, Anton Klotz, und Josef Mayr, 3. Bürgermeister von Kempten. © Werkbild
Hartmann verdeutlichte seine Aussage am Beispiel der vielen Flüchtlinge, "die unsere Hilfe brauchen, weil sie wirklich nichts mehr haben. Diese oft jungen Leute haben nur einen einzigen Strohhalm, an den sie sich klammern können, und der heißt Bildung", führte Hartmann weiter aus. Bildung sei für diese Leute die Basis des Überlebens. Auch wenn die jungen Handwerker/-innen, die jetzt freigesprochen würden, gegenüber diesen Menschen einen gewaltigen Vorsprung hätten, sie müssten zum Beispiel nicht zuerst eine fremde Sprache erlernen, so sollten sie dennoch nicht aufhören, sich stetig weiter zu bilden. Bildung und Weiterbildung, so Hartmann, bedeuteten immer einen Gewinn: "Sie lassen Sie persönlich wachsen und weiter reifen." Bildung schaffe auch einen Vorsprung, sei die Basis für jeden beruflichen Weg. Die jungen Handwerker/-innen könnten an diesem Abschnitt ihres beruflichen Lebens stolz auf das Erreichte sein. Sie hätten eine ausgezeichnete Basis und alle Wege stünden ihnen noch offen. Das sollten sie auch nutzen, denn, so Hartmann: "Sie sind die Zukunft unseres Landes."
 
Auch der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch, betonte in seinem Grußwort, dass die jungen Frauen und Männer stolz auf ihre Leistung sein sollten, denn sie hätten in harter Arbeit das Fundament für ihre berufliche Zukunft gelegt, mit allen Möglichkeiten, bis hin zum Meister, Studium oder zur Selbständigkeit. Die jetzt Freigesprochenen sollten sich auch als Botschafter für eine Ausbildung im Handwerk sehen, Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, über die tollen Möglichkeiten informieren, die das Handwerk bietet. Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, der auch für die Städte Kempten und Memmingen sowie den Landkreis Unterallgäu sprach, betonte ebenfalls die Vorteile einer handwerklichen Ausbildung. Die ganze Welt beneide uns um unser Duales Ausbildungssystem, doch bei uns in Deutschland könnte die Wertschätzung durchaus höher sein. Insbesondere die Eltern sollten umdenken, ein Studium sei schließlich nicht alles. An die jungen Gesellen/-innen richtete der Landrat den Appell, in der Region zu bleiben: "Das Allgäu braucht selbstbewusste, starke Persönlichkeiten, die sich zu diesem Standort bekennen!" Die Qualität der Ausbildung zeigte sich wieder darin, dass aus beiden Kreishandwerkerschaften insgesamt elf junge Handwerker/-innen ausgezeichnet werden konnten, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben.
 
Diese Ehrung sowie die Überreichung der Gesellenbriefe wurden von Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim, in gewohnt unterhaltsamer Weise moderiert. Schon seine "Anleitung", wie er sich den optimalen Ablauf der Zeugnisübergabe vorstellt, sorgte für Heiterkeit. Anscheinend hatten die jungen Leute auch gut zugehört, denn sowohl die Überreichung der Auszeichnungen durch die beiden Kreishandwerksmeister, Hans-Peter Hartmann, Kempten, und Robert Plersch, Memmingen-Mindelheim, als auch der Gesellenbriefe durch Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben, ging sehr flott über die Bühne.
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