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Geschäftszahlen 2014 der RWZ Raiffeisen

von , am
16.04.2015

Auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) am 15. April wertete der Vorstand das Geschäftsjahr 2014 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen angesichts der äußerst volatilen Agrarmärkte "als ein Jahr im Rahmen der Erwartungen", so Hans-Josef Hilgers, Vorstandsvorsitzender der RWZ.

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So erzielte die RWZ-Gruppe per 31.12.2014 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Dies sind 186 Millionen Euro beziehungsweise 6,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Allerdings stieg der für eine Aussage zur Entwicklung der Marktanteile aussagekräftigere Mengenabsatz um 3,8 Prozent. Der Geschäftsbereich Technik konnte weiter deutlich zulegen.
 
Das Geschäft der RWZ mit Agrartechnik konnte auch im Jahr 2014 trotz verschlechterter allgemeiner Rahmenbedingungen weiter wachsen. Die Nachfrage nach neuer Landtechnik, speziell nach den über die RWZ vertriebenen Exklusivmarken Fendt, Massey Ferguson und Claas, blieb auf dem hohen Vorjahresniveau. Dank des Wachstums auch anderer Produktgruppen sowie in den Bereichen Service und Ersatzteile konnte die RWZ ihr Technikgeschäft um drei Prozent auf 238 Millionen Euro steigern. Sehr vorteilhaft für das Technikgeschäft ist die zunehmende Standortdichte der RWZ-Technikbetriebe. Auch im vergangenen Jahr wurde die Strategie der Errichtung leistungsstarker Technikbetriebe weiter verfolgt.
 
Ausdruck für den hohen Standard der RWZ-Technikaktivitäten war die im Jahr 2014 erfolgte Verleihung von gleich vier Service-Award-Auszeichnungen auf Regional-, Bundes- und internationaler Ebene.
Mit der Übernahme der Geschäftsaktivitäten eines Massey Ferguson-Händlers im Elsass mit drei Standorten im November 2014 gelang es der RWZ, ihr Vertriebsgebiet auch um neue, interessante angrenzende Regionen zu erweitern. Mit der in 2012 gegründeten "Raiftec", einer Kooperation zwischen RWZ und Agravis, konnte die RWZ auch im Jahr 2014 eine Vielzahl nicht Hersteller gebundener Ersatzteile über einen Web-Shop an Landwirte und Lohnunternehmer vertreiben und auf diese Weise ihr Dienstleistungsangebot deutlich verbessern.
 
Eigenkapitalquote aufgrund hoher Bilanzsumme nur leicht gestiegen
Die Konzern-Bilanz weist eine Bilanzsumme von 610 Millionen Euro aus. Hiervon entfallen 238 Millionen Euro auf das Anlagevermögen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber Vorjahr um fünf Millionen Euro. Das Umlaufvermögen ist gegenüber Vorjahr ebenfalls um fünf Millionen Euro auf 370 Millionen Euro gestiegen. Auch 2014 konnte das Eigenkapital weiter um sechs Millionen Euro auf 133 Millionen Euro aufgestockt werden. Hieraus resultiert eine Eigenkapitalquote von 21,7 Prozent. Dies bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber Vorjahr um 0,5 Prozent-Punkte.
 
Umsatzziel 2015: Zuwachs von fünf Prozent in Menge und Wert
Auch 2015 will die RWZ entsprechend ihrer Strategieplanung durch organisches Wachstum beziehnugsweise durch gezielte Zukäufe in angestammten Geschäftsbereichen um mindestens fünf Prozent in der Menge weiter wachsen. Dies ist neben anderen Faktoren eine weitere Voraussetzung für eine fortgesetzte Leistungssteigerung des Unternehmens. "Weiteres Wachstum ist essenziell für uns als RWZ, allerdings nicht um jeden Preis", so Vorstandsvorsitzender Hans-Josef Hilgers zum weiteren Vorgehen im Geschäftsjahr 2015. Per Ende März 2015 stieg der Umsatz der RWZ eG gegenüber Vorjahr leicht um 1,5 Prozent auf rund 490 Millionen Euro. Wachstum gab es vor allem auch in den Bereichen Energie, Pflanzenschutz, Technik und Saatgut/Holz. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein extrem früher Vegetationsstart vorlag und daher die Umsätze zum Vergleichszeitraum höher lagen.
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