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Göweil Rundballenpresse G1: Gutfluss über den Rotor

von , am
30.09.2014

Die Firma Göweil aus Kirchschlag bei Linz in Österreich hat vor kurzem ihre erste selbst konstruierte Festkammerpresse präsentiert. Das neue Modell mit der Bezeichnung G-1 F125 verfüge über eine Vielzahl an technischen Besonderheiten, so der Geschäftsführer Herbert Göweil.

Das neue Modell mit der Bezeichnung G-1 F125 kann – in Verbindung mit der Wickelmaschine G5040 Kombi – auch als Press-Wickelkombination eingesetzt werden. © Messerer

Eine Neuheit der Presse ist die Pendelaufhängung der PickUp. Durch eine zentrale Aufhängung entsteht ein Pendelbereich von 150 Millimeter. Die kurvenbahnlose Pendel-Pickup mit einer DIN Rechbreite von 2,2 Meter wird von großen seitlichen Förderschnecken für einen besseren Gutfluss unterstützt. 
Sechs Zinkenreihen mit einem Zinkenabstand von 51 Millimeter nehmen das Material auf. Verwendet werden Kunststoffabstreifer. Diese Abstreifer halten nach Werksangaben stärksten Beanspruchungen stand und verbiegen sich nicht.


Den anderen Weg genommen

Herzstück der Presse ist ein 
8-Stern Mega-Rotor mit aufgeschweißten Hardox Zinkenreihen. Der Durchmesser beträgt 570 Millimeter. Bei der G-1 geht die Drehrichtung des Rotors nach oben. Das Futter wird also über den Rotor durch das Schneidwerk in die Presskammer geleitet. Eine Einzugswalze vor dem Rotor sorgt für eine Vorverdichtung des Futters.

{BILD:618284:jpg}Da sich das Schneidwerk über dem Rotor befindet, können die Messer von vorne werkzeuglos gewechselt werden. Das Schneidwerk ist mit 30 zweischneidigen Wendemessern ausgerüstet und ermöglicht eine Schnittlänge von 35 Millimeter. Über den Messer-Ersatzbalken können bis zu 60 Ersatzmesser mitgeführt, oder die Anzahl der eingesetzten Messer nach Belieben verändert werden. Eine hydraulische Balkensicherung schützt die Messer vor Fremdkörpern.


Verstopfungen automatisch lösen

Durch die Auto Flow Control (AFC) – der automatischen Flusskontrolle – sollen Verstopfung vollautomatisch aufgelöst werden. Wird der Förderkanal für die Futtermenge zu eng, spricht die Überlastsicherung des Rotors an. Der hydraulische Schwenkboden öffnet sich nach oben und die Messer klappen zurück. Beim Wiederanfahren des Rotors wird das überschüssige Material in die Presskammer geleitet. Der Schwenkboden und die Messer fahren zurück in Position und die Arbeit geht ungehindert weiter.

Das Antriebskonzept ist geteilt. Die über die Zapfwelle übertragene Leistung an das Hauptgetriebe wird auf die Antriebsketten von Rotor und Pickup sowie Presskammer verteilt. Die Kupplungen werden über die Profi Programmsteuerung überwacht.

 
Standzeiten minimiert

Die Presskammer hat eine Größe von 1,2 x 1,25 Meter und besitzt 18 Stahl-Presswalzen. Die G-1 ist serienmäßig mit einer kombinierten Netz- und Folienbindung ausgerüstet. Die hydraulisch einstellbare Bremswalze sorgt für straff umwickelte Ballen. Die Bremsdrücke und die Anzahl der Lagen werden direkt über die Programmsteuerung eingestellt.

Eine weitere Neuheit ist die Doppelbindung. Bei dem optionalen Bindesystem wird der fertig gepresste Ballen zeitgleich von zwei Netzen oder Mantelfolien gebunden. Damit verkürzen sich die Bindezeit des Ballens als auch die Wechselzeit des Netzes beziehungsweise der Folie um die Hälfte. Müssen an einem Tag abwechselnd Silage-, Heu- oder Strohballen gepresst werden, besteht die Möglichkeit, die Doppelbindung als Einzelbindung zu nützen. Die Verwendung der einen Bindung mit Netz oder der anderen Bindung mit Folie wird über das Terminal ausgewählt.
 
Einsatz als Press-Wickelkombination
Weiter besitzt die Göweil G-1 eine serienmäßige automatische Zentralschmierung und kann mit drei unterschiedlichen Deichselvarianten ausgerüstet werden. Auch ein Einsatz als Press-Wickelkombination ist in Verbindung mit der G5040 Kombi möglich.
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