Login
Geschäftszahlen

Grammer erzielt Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis

Thumbnail
Lukas Arnold, Agrartechnik
am
30.03.2017

Der Grammer Konzern hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Sowohl bei Umsatz und Ergebnis erwirtschaftete die Grammer Gruppe Spitzenwerte in der Unternehmensgeschichte und unterstreicht damit den Erfolg der globalen Wachstums- und Innovationsstrategie.

Grammer Umsatz 2016

Zum sechsten Mal in Folge erzielte Grammer einen erneuten Rekordumsatz in Höhe von 1,696 Milliarden Euro (Vj. 1,426), ein Anstieg um 18,9 Prozent. Zu dieser deutlich positiven Umsatzentwicklung haben vor allem die Integration der Grammer Interior Components (ehemalig Reum-Gesellschaften), das anhaltend starke Wachstum und der Ausbau der globalen Präsenz vor allem im Konsolen-Geschäft beigetragen. Aber auch im Segment Seating Systems erzielte Grammer trotz der anhaltenden Marktschwächen in Brasilien und im Bereich der Landtechnik einen leichten Umsatzanstieg. Aufgrund der positiven Effekte aus der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen zur Kosten- und Prozessoptimierung konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional um 71 Prozent auf 73,0 Millionen Euro (Vj. 42,7) gesteigert werden. Mit einer EBIT-Marge von 4,3 Prozent (Vj. 3,0) konnte damit die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr entsprechend deutlich gesteigert werden. Das Konzernergebnis nach Steuern konnte mit 45,2 Millionen Euro (Vj. 23,8) nahezu verdoppelt werden. Infolgedessen erhöhte sich auch das Ergebnis je Aktie deutlich auf 4,01 Euro (Vj. 2,10).



Höhere Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Aktie vorgeschlagen


Aufgrund der positiven Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Grammer AG der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 eine im Vergleich zu den Vorjahren deutlich höhere Dividende von 1,30 Euro je Aktie vor. Insgesamt schüttet die Grammer AG damit eine Rekord-Dividendensumme von 14,6 Millionen Euro an ihre Aktionäre aus. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von über 32 Prozent am Konzernergebnis nach Steuern. Mit der Rekord-Dividende setzt Grammer ein klares Signal für die starke wirtschaftliche und strategische Basis und die positiven Erwartungen für die künftige Unternehmensentwicklung.

„Das Geschäftsjahr 2016 verlief sehr positiv für uns. Weltweit konnten wir weiter deutlich wachsen und unsere Wettbewerbsposition trotz einigen anhaltend schwierigen Absatzmärkten weiter verbessern. Besonders erfreulich war, dass es uns gelungen ist, die Profitabilität des Grammer Konzerns erwartungsgemäß signifikant zu steigern. Wir ernten jetzt die Früchte aus unserer in den letzten Jahren konsequent umgesetzten internationalen Wachstumsstrategie“, erläutert Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG. „Diesen Kurs wollen wir im Interesse unserer Aktionäre, unserer weit über 12.000 Mitarbeiter und ebenso unserer Kunden weiter fortsetzen. Der Grammer Konzern hat sich in den letzten Jahren strategisch, operativ und auch organisatorisch sehr erfolgreich zu einem echten Global Player der Zulieferbranche entwickelt und diese Planung wollen wir auch zukünftig weiter fortführen“.

Wachstum in allen Regionen 


Im Geschäftsjahr 2016 konnte Grammer in allen Regionen die Umsätze steigern. Das stärkste Wachstum erreichte Grammer weiterhin in der EMEA Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) mit einem Umsatz von 1.197,9 Millionen Euro (Vj. 971,7) und einem Plus von 23,3 Prozent. Die Steigerung ist hier hauptsächlich auf die erstmalige volle Konsolidierung der Grammer Interior Components Gesellschaften sowie das anhaltend starke Wachstum im Konsolen-Geschäft zurückzuführen. Auch im Segment Seating Systems stiegen die Umsätze in Europa um 4,1 Prozent trotz der weiterhin gedämpften Nachfrage im wichtigen Geschäftsfeld Landtechnik.
In der Region APAC (Asien und Pazifik) verzeichnete Grammer trotz des schwächeren Konjunkturwachstums in China und Japan einen Umsatzanstieg von 19,5 Prozent auf 251,0 Millionen Euro (Vj. 210,1).

Moderates Wachstum im Segment Seating Systems

Das abgelaufene Geschäftsjahr war im Segment Seating Systems durch weiterhin schwierige Marktbedingungen und rückläufige Entwicklungen vor allem im brasilianischen Lkw-Markt und in der Landtechnik geprägt. Dennoch erzielte Grammer im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzanstieg von 3,3 Prozent auf 473,6 Millionen Euro (Vj. 458,4).

Trotz der anhaltenden Nachfrageschwäche in für Grammer wichtigen Kernmärkten konnte das Segment-EBIT durch konsequente Kostenoptimierung vor allem am Standort in Brasilien auf 39,1 Millionen Euro (Vj. 27,8) deutlich gesteigert werden. Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge stark auf 8,3 Prozent (Vj. 6,1).

Weitere Investitionen in die globale Wachstumsstrategie

Im Rahmen der internationalen Wachstumsstrategie erhöhte Grammer im Geschäftsjahr 2016 die Investitionstätigkeiten unter Berücksichtigung der erstmaligen Einbeziehung der Grammer Interior Components auf 56,2 Millionen Euro (Vj. 47,9). Davon investierte Grammer 42,8 Millionen Euro in das Automotive Segment und 9,3 Millionen Euro in das Segment Seating Systems. Die Investitionen dienten hauptsächlich dem Aus- und Aufbau der Standorte vor allem im Ausland sowie der Finanzierung von Projekten und Maßnahmen für Innovationen und Prozessoptimierungen.

Stärkung des Eigenkapitals

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 lag die Bilanzsumme des Grammer Konzerns bei 1.050,6 Millionen Euro (Vj. 992,1) und somit um 5,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies ist auf das höhere Geschäftsvolumen und den Aus- und Aufbau von weiteren Standorten zurückzuführen. Das Eigenkapital des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 271,2 Millionen Euro (Vj. 253,4), während sich die Eigenkapitalquote mit 25,8 Prozent (Vj. 25,5) leicht verbesserte. Die Nettofinanzverbindlichkeiten reduzierten sich zum 31. Dezember 2016 durch die positive Entwicklung im Cash-Flow deutlich auf 139,1 Millionen Euro (Vj. 155,5).

Prognose 2017: Moderates Umsatzwachstum erwartet

Grammer erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein weiterhin herausforderndes, konjunkturelles und politisches Umfeld mit unterschiedlichen Entwicklungen in den relevanten Märkten.
Für 2017 prognostiziert Grammer eine moderate Umsatzsteigerung in den Kerngeschäften und geht bei einem annähernd gleichbleibenden Währungsumfeld von einem Umsatzwachstum auf über 1,75 Milliarden Euro aus.
Im Geschäftsjahr 2017 erwartet das Unternehmen ein operatives EBIT über dem Niveau des Geschäftsjahres 2016 und damit eine weitere Steigerung der EBIT-Marge auf rund fünf Prozent. Mögliche Konsequenzen, die aus potentiellen Veränderungen in den Kontroll- und Managementgremien der Grammer AG resultieren könnten, können vom Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeschätzt werden und finden daher keinen Einfluss auf den aktuellen Ausblick für das Geschäftsjahr 2017.



Auch interessant