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Jahresergebnis

Grammer erzielte 2018 Umsatzrekord

am Dienstag, 19.03.2019 - 13:31

Grammer konnte 2018 ein Umsatzwachstum von 4,2 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro verzeichnen.

Manfred_Pretscher

Maßgeblicher Treiber der positiven Entwicklung war nach Unternehmensangaben das Konzernsegment Commercial Vehicles, das einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 599,8 Millionen Euro (Vorjahr: 540,2 Millionen Euro) und einen weiteren Anstieg des operativen EBIT um 13 Prozent auf 53,5 Millionen Euro (Vj. 47,5 Millionen Euro) verzeichnete. Das Segment Commercial Vehicles profitierte demnach insbesondere von seiner globalen Positionierung und der hohen Nachfrage in den Geschäftsfeldern Offroad und Material Handling. Zudem habe sich das Joint Venture Shaanxi in China besser entwickelt als erwartet. So konnten im dortigen Lkw-Bereich deutliche Marktanteile gewonnen werden. Auch seien in Brasilien weiter positive Entwicklungen zu erkennen.

Das Konzernsegment Automotive blieb auf stabilem Kurs und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen leichten Umsatzanstieg um 1,7 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro (Vj. 1,29), so das Unternehmen in einer Pressemeldung. Das sei allerdings nur auf den Erwerb der TMD Gruppe zurückzuführen gewesen. Die deutlich spürbare Abschwächung des Pkw-Marktes in Europa ab Ende des dritten Quartals sowie eine hohe Anzahl an Modellanläufen in der NAFTA-Region beeinflussten die operative Entwicklung in diesem Segment. Dementsprechend erreichte das operative EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr 36,8 Millionen Euro (Vj. 45,4).

Konzernergebnis nach Steuern ging zurück

Das Ergebnis 2018 des Grammer Konzerns sei stark durch Sondereffekte belastet gewesen, so das Unternehmen weiter in der Pressemitteilung. "Dazu zählten insbesondere einmalige Rechts- und Beratungskosten in Zusammenhang mit der Übernahme durch Ningbo Jifeng, Transaktionskosten im Rahmen der erfolgreichen Übernahme von TMD und die Belastungen durch die Zahlungen im Rahmen der Change-of-Control-Klausel an die aus dem Unternehmen ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Hinzu kamen marktbedingte Ergebniseffekte durch die verstärkte Absatzschwäche im europäischen Pkw-Markt ab dem Endes des dritten Quartals.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war vor allem von den genannten Sondereffekten in Höhe von insgesamt 29,9 Millionen Euro (Vj. 7,3) belastet und lag im Berichtszeitraum mit 48,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 66,5 Millionen Euro. Die EBIT-Rendite reduzierte sich dementsprechend auf 2,6 Prozent (Vj. 3,7)."
Das um die Währungseffekte und sonstige Einmal- oder Sondereffekte bereinigte operative EBIT hielt sich folglich mit rund 76 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 80). Die operative EBIT-Rendite lag mit 4,1 Prozent entsprechend leicht unter dem Vorjahr (Vj. 4,5).

Das Konzernergebnis nach Steuern wurde ebenfalls durch die Sondereffekte beeinflusst und belief sich auf 23,2 Millionen Euro (Vj. 32,4).

Weltkonjunktur verliert an Dynamik

Nach dem erfolgreichen Übernahmeangebot hält der Mehrheitsaktionär Ningbo Jifeng mit seinen verbundenen Unternehmen inzwischen 84,2 Prozent an der Grammer AG. Im Rahmen einer Investorenvereinbarung wurden dabei Regelungen für die geplante operative Zusammenarbeit vereinbart.

„Angesichts der im Geschäftsjahr 2018 trotz der widrigen Marktbedingungen erzielten guten Geschäftsentwicklung sind wir zufrieden. Wir konnten zudem unsere Marktposition mit neuen Kunden ausbauen und sehen an der erfreulichen Entwicklung der Auftragslage, dass unsere Kunden die Stabilisierung der Aktionärsstruktur honorieren“, so Manfred Pretscher (Vorstandsvorsitzender der Grammer AG). „Aber wir spüren auch, dass die Weltkonjunktur an Dynamik verliert und insbesondere die Herausforderungen für die Pkw-Hersteller zunehmen. Entsprechend werden wir mit gezielten Maßnahmen unsere Wettbewerbsposition weiter stärken.“