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Österreich

Gute Entwicklung bei der RWA Raiffeisen Ware Austria

Markus Messerer, AGRARTECHNIK ,
am
09.05.2018

Der Konzern der RWA Raiffeisen Ware Austria entwickelte sich im Jahr 2017 stabil und erzielte in allen Segmenten eine positive Umsatzentwicklung.

RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf
RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf © Georges Schneider

Der Gesamtumsatz des Konzerns RWA Raiffeisen Ware Austria stieg 2017 um 6,4 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 25,8 Millionen Euro. Erfreulich entwickelten sich auch die österreichischen Lagerhäuser, die den Umsatz auf 4,3 Milliarden Euro steigerten. Damit präsentiert der Raiffeisen Warenverbund im Jubiläumsjahr 2018, in dem 120 Jahre Lagerhaus und 25 Jahre RWA gefeiert werden, eine gute Entwicklung.

"Die Lagerhäuser zählen in der heimischen Unternehmenslandschaft zwar zu den Urgesteinen, sie sind aber nach wie vor dynamisch und erfolgreich unterwegs. In den vergangenen 120 Jahren haben die Genossenschaften in Österreich aus eigener Kraft eine starke Marke sowie ein dichtes Standortnetz geschaffen. Seit 1993 ergänzt die RWA als effiziente überregionale Verbundorganisation das Geschäft der regionalen Lagerhaus-Genossenschaften", so RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf.

Technik-Umsatz um 44,8 Prozent gestiegen

Die RWA erzielte 2017 einen Konzernumsatz von 2,39 Milliarden Euro und einen Anstieg in allen operativen Sparten. Der Agrarsektor war im Vorjahr von einer trockenheitsbedingt kleinen Ernte geprägt, die allerdings hohe Qualitäten aufwies. Dank optimaler Vermarktungsstrategien steigerte die RWA den Umsatz im Segment Agrar um 2,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Technik-Umsatz erhöhte sich um 44,8 Prozent auf 144 Millionen Euro. Die Steigerung resultierte insbesondere aus der Vollkonsolidierung des Lagerhaus Technik-Centers (LTC) im RWA-Konzern im dritten Quartal 2017. Darüber hinaus kam es gegen Ende des Vorjahres zu einer Trendwende am zuletzt rückläufigen Traktorenmarkt: Die neue John Deere 5R-Serie, mit ihren besonders kompakten und leistungsfähigen Traktorenmodellen, sorgt seither für steigende Absatzzahlen.

Das Energiesegment erzielte, infolge gestiegener Handelsmengen und höherer Preise, 719 Millionen Euro (plus zehn Prozent) Umsatz. Hier baute die RWA ihre Stellung im Bereich der verdichteten Biomasse deutlich aus und handelte 2017 erstmals 225.000 Tonnen Holzpellets und Holzbriketts. Im Bau- und Gartenmarktbereich geht es weiterhin aufwärts. Die positive Entwicklung wurde von der guten Konjunktur beflügelt und ließ den Umsatz um 2,8 Prozent auf 219 Millionen Euro anwachsen. Im Segment Baustoffe hielt die RWA das Vorjahresniveau mit 28 Millionen Euro. Das EGT des RWA-Konzerns belief sich auf 25,8 Millionen Euro bei einer weiterhin starken Eigenkapitalquote von 51 Prozent.

Auch Lagerhäuser steigern Umsatz

"Das Geschäftsjahr 2017 war für den gesamten Raiffeisen Warenverbund herausfordernd und hat allen Mitarbeitern großen Einsatz abverlangt. Umso mehr freue ich mich, dass sowohl die RWA als auch die Lagerhäuser ihre Umsätze klar gesteigert und sich in allen Geschäftssegmenten gut entwickelt haben", so RWA-Vorstandsdirektor Stefan Mayerhofer. So zeigen auch die Lagerhäuser ein Umsatzplus über die einzelnen Segmente hinweg: Die Genossenschaften erzielten im Energiesektor eine Umsatzsteigerung um 9,5 Prozent auf eine Milliarde Euro, in der Technik um 6,4 Prozent auf 678 Millionen Euro sowie bei den Bau- und Gartenmärkten um 5,1 Prozent auf 642 Millionen Euro. Insbesondere im Segment Bau- und Garten entwickelten sich die Lagerhäuser stärker als der Markt, investierten und steigerten ihre Verkaufsflächen um 25.000 Quadratmeter. Umsatzmäßig leicht wuchsen der Baustoffbereich mit 703 Millionen Euro sowie der Agrarbereich mit 1,1 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der starken Entwicklung in den einzelnen Segmenten stieg der Gesamtumsatz der Lagerhäuser um 5,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro.

 

Reet-Ernte mit Pistenraupe in Österreich

Reet-Ernte in Österreich
Andreas Lang ist agrarheute-Leser und Unternehmer aus Österreich. Er schickte uns Bilder seiner letzten Reet-Ernte. © ah/A. Lang
Reet-Ernte in Österreich
Geerntet wird das Schilf in Mörbisch am Neusiedler See im nördlichen Burgenland in Österreich. „Wir ernten jedes Jahr bis 15. März", so Andreas. © ah/A. Lang
Pistenraupe bei der Schilfernte
Durch die umgebaute Pistenraupe können Andreas und seine Kollegen auch im Wasser fahren. So müssen sie nicht auf eine Eisdecke warten. © ah/A. Lang
Schilfernte in Österreich
Andreas weiter: "Wir schauen auch jedes Jahr, dass wir so viel ernten können, wie möglich." © ah/A. Lang
Reet-Ernte in Österreich
Zudem werde jedes Jahr altes Reet geerntet (geputzt), sodass die Landwirte im folgenden Jahr einjähriges Reet auf den Flächen haben. © ah/A. Lang
Reet-Ernte in Österreich
"Wir vermarkten es selber - ich und mein Kollege", so Andreas. Die Ernte geht hauptsächlich nach Norddeutschland, in die Niederlande und nach England.  © ah/A. Lang
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