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Nachruf

Heinz Wüstenberg 86-jährig verstorben

Heinz Wüstenberg
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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
11.12.2017

Heinz Wüstenberg, Börmer Landmaschinen-Händler und Stifter der Heinz Wüstenberg Stiftung, ist kürzlich im Alter von 86 Jahren verstorben.

Er begann 1946 eine Lehre zum Schmied, um in die Fußstapfen seines Vaters treten zu können. Dieser hatte sich 1925 als Schmied in Börm selbstständig gemacht. Für Heinz Wüstenberg ging es nach Abschluss der Lehre jedoch zunächst in die Lanz-Traktorenfabrik nach Mannheim. Dann brauchte ihn der kränkelnde Vater an seiner Seite. Der elterliche Betrieb fungierte nebenbei als Lohnunternehmen, man übernahm für die Landwirte den Mähdrusch. „Wir müssen einen Mähdrescher haben, um mit der Zeit zu gehen“, stellte der junge Heinz Wüstenberg fest. So wurde 1954 ein erster – gezogener – Mähdrescher gekauft. Ein erster Meilenstein in der Karriere des weitsichtigen Unternehmers. 1955 wurde erstmals ein selbstfahrender Mähdrescher eingesetzt. 1958 übernahm Heinz Wüstenberg den Betrieb des Vaters, erweiterte ihn zwei Jahre später um einen Landmaschinenhandel. Er erkannte, dass das Melken von Hand bald vorbei sein würde und bot Melkmaschinen inklusive Montage an. Anfang der 70er Jahre wurde er Direkthändler für Deutz-Fahr.

Fünf von acht Firmen, die heute zur Wüstenberg-Gruppe zählen und in der insgesamt mehr als 250 Menschen beschäftigt sind, haben ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in hohem Alter setzte sich Heinz Wüstenberg noch an den Firmenschreibtisch, obwohl inzwischen sein Sohn Holger als geschäftsführender Gesellschafter alle Betriebe übernommen hatte. Seine Mitarbeiter bezog er in seine Entscheidungen oft mit ein. „Wir sind eine große Familie. Die Mitarbeiter sind teilweise bis zu 40 Jahre im Betrieb, da wächst ein Vertrauensverhältnis“, erklärte Heinz Wüstenberg einst.

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