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Jahr 2014 für BayWa Unterfranken zufriedenstellend

von , am
23.04.2015

Die BayWa Unterfranken hat das Geschäftsjahr 2014, das besonders im Agrarsektor von einem sehr schwierigen Marktumfeld geprägt war, zufriedenstellend abgeschlossen.

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Weltweite Rekordernten und ein Vierjahrestief bei den Getreidepreisen, ein Fünfjahrestief beim Ölpreis und ein sehr milder Winter sowie verunsicherte Märkte durch internationale politische Krisen waren der Grund dafür, dass der Umsatz zurückging auf 559 Millionen Euro (Vorjahr: 570 Millionen Euro). In Unterfranken ist der Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa mit den Bereichen Agrar, Technik, Energie und Baustoffe an 57 Standorten mit 1 129 Mitarbeitern vertreten. Einen Schwerpunkt bildet bei der BayWa das Thema Digitalisierung, mit einem Spektrum von Smart Farming bis zum laufenden Ausbau des Online-Shops.
 "Wir haben in Unterfranken angesichts der schwierigen Situation zufriedenstellend abgeschnitten", sagte Karl Bittermann, Leiter des Regionalen Verwaltungszentrums (RVZ) Franken, bei der Präsentation der Geschäftszahlen am Donnerstag in Würzburg. Der umsatzstärkste Bereich bei der BayWa in Unterfranken ist der Agrarhandel, der 39 Prozent einbringt. Es folgen die Sparte Baustoffe (25 Prozent), Energie (23 Prozent) und Technik (13 Prozent).
 
Smart Farming bietet viele Vorteile
Im Rahmen der Digitalisierung kommt Smart Farming bei der BayWa eine besondere Bedeutung zu. Smart Farming heißt, dass alle Arbeitsschritte in der Wertschöpfungskette landwirtschaftlicher Produktion mit intelligenten Steuerungstools optimiert werden. Ein wichtiges Herzstück von Smart Farming besteht darin, auf Basis der jeweiligen Daten den Landwirt individuell zu beraten und ihn mit Handlungsempfehlungen zu unterstützen. "Die meisten Flächen bringen Unterschiede in Bodenqualität oder Nährstoffgehalt mit sich - mit Hilfe von Precision Farming lassen sich Teilflächen ganz individuell behandeln", erläutert Reinhard Stierkorb, Spartengeschäftsführer Agrar, und sieht hier bei der BayWa eine besondere Beratungskompetenz.
 
Der Handels- und Dienstleistungskonzern hat sich deshalb mit der PC-Agrar GmbH verstärkt und strebt – herstellerunabhängig – die führende Rolle in der Landwirtschaft im Bereich Smart Farming an. PC-Agrar ist das marktführende Unternehmen bei Softwarelösungen und integrierten Dienstleistungen für die prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft. "Das Spektrum der technologischen Möglichkeiten reicht heute schon von automatischen Lenksystemen über bedarfsgerechtes Beregnen via Smartphone bis hin zum gezielten Herdenmanagement in der Nutztierhaltung", so Günter Schuster, Spartengeschäftsführer Technik. Zur Digitalisierungsstrategie gehört für die BayWa auch der laufende Ausbau des Online-Shops. Bereits zum "erfolgreichen Klassiker" auf digitaler Ebene avanciert ist die BayWa Agri-Check App. Mehr als 50 000 Anwender gibt es inzwischen.
 
Technik: Betrieb in Abersfeld eröffnet
Die Technik steigerte 2014 den Umsatz weiter auf 75 Millionen Euro (Vorjahr: 72 Millionen Euro). "Das Servicegeschäft läuft sehr gut und die Nachfrage nach der Komplettausstattung von Ställen steigt stetig", so Günter Schuster. Im Jahr 2014 wurde das neue Weinbautechnikzentrum in Volkach in Betrieb genommen. Vor kurzem war offizielle Einweihung des neuen Landtechnikbetriebs in Abersfeld, in den die BayWa 1,4 Mio. Euro investierte. Die Standorte Stadtlauringen und Hammelburg gingen im neuen Betrieb auf.
 
"Das neue Logistikzentrum für landwirtschaftlichen Fachbedarf in Schweinfurt-Röthlein hat bundesweite Bedeutung", sagte Schuster im Ausblick. In die neuen Anlagen investiert die BayWa 18 Mio. Euro. Das Logistikzentrum wird ab Inbetriebnahme im Frühjahr 2016 mehr als 150 000 verschiedene Artikel vorhalten. Herzstück des Logistikzentrums ist die Lager-, Betriebs- und Fördertechnik mit modernster Softwaretechnologie. So gelangen die Artikel binnen weniger Stunden zu Kunden in ganz Deutschland.
 
Bereits voll im Betrieb ist das neue Gebrauchtmaschinenzentrum in Bamberg. Die BayWa investierte hier 4,8 Mio. Euro. Das Thema Gebrauchtmaschinen gewinnt laut Schuster immer mehr an Bedeutung. Das neue Zentrum in Bamberg spreche neben Kunden in ganz Franken auch Interessenten im benachbarten Ausland an, etwa in Tschechien und Polen. Offizielle Einweihung in Bamberg ist Mitte Juni, vom 19. bis 21. Juni sind Tage der offenen Tür.
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