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JCB: Neuer Fastrac 8000 präsentiert

Fastrac 8000 Feldspritze
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Matthias Mumme, traction
am
10.10.2016

Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum seiner Fastrac-Baureihe erneuert JCB die Serie Fastrac 8000.

Die zwei neuen Bautypen zeichnen sich neben der zwischen den beiden Achsen positionierten Command Plus-Kabine durch leistungsfähigere Motoren, neue Reifenoptionen, stärkere Achsen und eine neue hydraulische Lenkung aus.

Tier 4 final-Motoren von AGCO Power

Fastrac 8000 Freisteller

Wie auch die Vorgängermodelle verwenden die neuen 8000er AGCO Power-Sechszylinder mit Commonrail-Einspritzung und 8,4 l Hubraum. Nun erfüllen die finnischen Aggregate jedoch die Abgasnorm Tier 4 final mit SCR-Einspritzung und externer Abgasrückführung, aber ohne Partikelfilter. Im kleineren Modell 8290 stehen bei Nenndrehzahl 209 kW/280 PS, beim größeren Modell 8330 250 kW/335 PS zur Verfügung. Unter Volllast bei Drehzahldrückung werden weitere Leistungsreserven abgerufen, sodass bis zu 228 kW/306 PS bzw. 260 kW/348 PS bereitgestellt werden. Beim 8330 beträgt das maximale Drehmoment bei 1.500 U/min satte 1.440 Nm. In beiden Modellen arbeitet ein Reihenturbolader, wobei der kleinere Turbo für einen frühen Aufbau des Ladedrucks sorgt und der größere Turbo spürbar mehr Drehmoment über das gesamte Drehzahlband bringen soll.

Stufenlos bis 70 km/h

Fastrac 8000 Pflug

Im weiteren Verlauf gibt der Motor seine Kraft an das stufenlos-leistungsverzweigte Getriebe V-Tronic weiter, das JCB ebenfalls aus dem hause AGCO bezieht. Für verschiedene Arbeiten im Feld auf der Straße oder für Zapfwellenarbeiten stehen jeweils passende Fahrmodi und Tempomaten zur Auswahl. Darüber hinaus lässt sich das Getriebe sowohl manuell als auch automatisch steuern, und kann wenn gewünscht sogar zur Emulation eines Lastschaltgetriebes verwendet werden. Die maximale Endgeschwindigkeit beträgt je länderspezifisch bis zu 70 km/h.

Mittels der Funktion JCB Activ Traction regelt die Elektronik auf Basis von Informationen aus Geschwindigkeitsradar, Fahrgeschwindigkeitsregelung und Arbeitshydraulik selbsttätig das bereitgestellte Drehmoment und den maximal zulässigen Radschlupf.

Command Plus-Kabine

Fastrac 8000 Kabine

Wie erwartet bekommen die neuen 8000er die bereits mit der Serie Fastrac 4000 eingeführte Command Plus-Kabine, die eine sehr gute Rundumsicht und viel Platz bietet. Der Fahrersitz ist nach rechts um 50 Grad und nach links um 20 Grad drehbar, der Beifahrersitz etwas nach unten versetzt. Die Frontscheibe ist nach vorne geneigt, was die direkte Sonneneinstrahlung mindern und so die Sicht und das Kabinenklima verbessern sollen. Serienmäßig ist eine Klimaanlage verbaut, dennoch lassen sich die hinteren Seitenfenster für zusätzliche Frischluftzufuhr öffnen.

Anders als bei den Vorgängermodellen sitzt die Kabine nun wieder zwischen den Achsen, ähnlich wie beim älteren Fastrac 8250. Der so entstandene Aufbauraum hinter der Kabine lässt sich für zusätzliche Saatgutbehälter, Sprützbrühebehälter oder die Aufnahme von Schwanenhals-Zugdeichseln verwenden. Außen an der Kabine und rund um das gesamte Fahrzeug herum machen bis zu 18 LED-Scheinwerfer bei Bedarf die Nacht zum Tag.

Neue Lenkung, stärkere Achsen

Fastrac 8000 beim Drillen

Eine wesentliche Neuerung ist die hydrostatische Lenkung mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden Lenkorbitrolen. Drücke und Ölmengen in beiden Lenkhydraulikkreisen werden kontinuierlich von einem speziellen Regelventil überwacht. Durch diese Features erfüllt das Lenksystem die Ausfallanforderungen an einen 70 km/h schnellen Traktor. Zudem soll die neue Lenkung präziser arbeiten und vor allem bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten leichter einschlagen. Zudem ist unterhalb von  10 km/h mittels der Rapid Steer-Funktion eine Halbierung der Lenkradumdrehungen zwischen den Lenkanschlägen von zwei auf vier möglich.

Die neue Lenkung lässt sich auch mit GPS-Lenksystemen nutzen, die optionale Hardware wird zusammen mit der Fast Steer-Lenkung eingebaut.

Grundsätzlich bleibt das Chassis mit vier Schraubenfedern und aktiv gefederter Hinterachse vollgefedert und bietet so einen hohen Fahrkomfort. Neu sind Reifenoptionen von BKT, die zusätzlich zu den Reifen von Michelin und Trelleborg zur Auswahl stehen. Für 70 km/h liefert BKT vorn einen 540/65 R38 und hinten einen 710/70 R38 der Baureihe Agrimax Sirio, der als werksseitige Alternative zum Trelleborg TM800 High-Speed erhältlich ist. Für maximale Traktion und Bodenschonung empfiehlt JCB die Kombination 650/65 R34 AxioBib und 900/50 R42 MachXbib von Michelin.

Weiterhin hat JCB die Achsen verstärkt, um beispielsweise Wheel Extensions für Spurverbreiterungen aufnehmen zu können, die beispielsweise für Controlled Traffic-Anwendungen in Märkten wie Australien gefordert werden.

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