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John Deere ergänzt 6R-Serie

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
02.12.2016

John Deere stellt zwei neue Modelle in der 6-Zylinderklasse mit 230 und 250 PS (97/68 EC) vor. Der 6230R und 6250R ergänzen die 6R-Baureihe ab 2017.

John Deere – Serie 6R

Beide Traktoren setzen laut Hersteller neue Maßstäbe hinsichtlich Leistung, Leistungsgewicht und intelligenter Bedienung. Dank des Boost-Systems (Intelligent Power Management – IPM) liefert das Spitzenmodell 6250R zusätzlich 40 PS und damit eine maximale Leistung von 300 PS. Mit einem Leergewicht von 9,3 Tonnen bietet der 6250R ein Leistungsgewicht von 31 kg/PS. Das hohe zulässige Gesamtgewicht von 15 Tonnen ermöglicht eine Zuladung von 5,7 Tonnen. Somit biete dieser Traktor ein ideales Transportkonzept und ermögliche entsprechend hohe Zuladungen.

Beide Modelle werden von 6,8-Liter PowerTech PSS Motoren angetrieben und verfügen über zwei Turbolader. Die Kombination aus DPF und SCR Technologie reagiert sehr schnell auf Lastwechsel und führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch. Gleichzeitig werden die Abgasnormen FT4 eingehalten. Das optimierte AutoPowr-Getriebe erreicht laut Hersteller eine hohe Effizienz mit 100 Prozent mechanischer Kraftübertragung bei 3,5 km/h für schwere Zugarbeiten, 11 km/h für leichte Arbeiten, 22,5 km/h für schwere Straßentransporte und 47,2 km/h bei Transportfahrten. Bei maximaler Fahrgeschwindigkeit reduziert der Motor automatisch die Drehzahl. Die Geschwindigkeit von 50 km/h lässt sich mit 1.630 U/min und die von 40 km/h mit 1.300 U/min fahren. Dadurch sinkt der Kraftstoffverbrauch auf der Straße.

Neu ist der CommandPro Multifunktionshebel, der deutlich mehr Bedienungskomfort und Vielseitigkeit bietet. Die maximale Fahrgeschwindigkeit lässt sich mit nur einer Hebelbewegung ansteuern. Zusätzlich zu allen wichtigen Traktorfunktionen können auch ISOBUS Anbaugeräte mit CommandPRO bedient werden. Jeder Fahrer hat die Möglichkeit elf verschiedene Tasten frei zu programmieren und diese Einstellungen dank des Setting Managers zu speichern. Bei Bedarf kann der Traktor durch einfache Betätigung des Hebels zwischen der maximalen Geschwindigkeit und Stillstand gesteuert werden. Der Rangiermodus ermöglicht eine feine Steuerung zwischen null und zwei Stundenkilometer, um beispielsweise Anbaugeräte entsprechend vorsichtig ankuppeln zu können. Der Pedal- als auch der Fahrhebel-Modus können gleichzeitig genutzt werden, eine manuelle Auswahl des Modus ist nicht notwendig.

Die neuen 6R-Traktoren sind mit dem druck- und mengengesteuerten Hydrauliksystem ausgestattet, das eine große Ölmenge von bis zu 160 l/min bei 1.500 Motorumdrehungen liefert. Dadurch lässt sich laut John Deere der Kraftstoffverbrauch bei Hydraulikarbeiten deutlich reduzieren. Bis zu sechs Steuerventile mit Druckentlastungshebeln sind gut zugänglich im Traktorheck angeordnet. Das Heckhubwerk hat eine Hubkraft von 10,4 und die Fronthydraulik von 5 Tonnen.

Die intelligente hydro-pneumatische Kabinenfederung (HCS Plus) erhöht den Komfort und ist, so der Mannheimer Hersteller weiter, hervorragend gegen Lärm und Vibrationen isoliert. Die Vorderachse verfügt über das neue selbstjustierende TLS Plus Federungssystem (Triple Link System). Damit lässt sich die Traktion deutlich erhöhen und die Zugkraftübertragung um bis zu zehn Prozent steigern. Die Lenkung verfügt über das Variable Ratio Steering (VRS) System. Damit lässt sich die Anzahl der Lenkradumdrehungen verringern, um den Wendevorgang beispielsweise am Vorgewende zu beschleunigen. Das System kann über das CommandCenter aktiviert und deaktiviert werden.

Weitere Optionen bietet das Connectivity Paket. Zu den Optionen gehören unter anderem MyJobsConnect und MyJobsManager. Damit kann der Fahrer zu erledigende Arbeiten auf dem Smartphone oder Tablet PC ansehen und ausführen. John Deere bietet außerdem ein Navigationssystem und ein System zur Optimierung der Logistik für die Landwirtschaft an. Das intelligente Navigations- und Flotten Logistik System hat alle landwirtschaftlichen Wege gespeichert und bietet zusätzlich eine Übersicht über die Maschinenflotte. Der Fahrer kann damit den schnellsten und sichersten Weg zum Feld finden. Beim Häckseln oder Mähdreschen können die Fahrer der Transportfahrzeuge außerdem zwischen dem Betrieb und der Erntemaschine geleitet werden. Somit werden die Mähdrescher und Feldhäcksler leicht gefunden, wenn diese von Feld zu Feld wechseln.

Die wichtigsten Wartungsstellen der neuen 6R-Traktoren sind leicht zugänglich. Beide Modelle bieten lange Wechselintervalle von 750 Stunden für Ölfilter, Kraftstofffilter und Motoröl. Dadurch lassen sich die Wartungs- und Ersatzteilkosten deutlich verringern. Zusätzliche Einsparungen ergeben sich durch den lebenslang nutzbaren Partikelfilter (DPF) und den geringen Flüssigkeitsverbrauch zur Abgasnachbehandlung von zwei bis drei Prozent

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