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Geschäftszahlen

John Deere erzielt 194 Millionen US-$ Gewinn im ersten Quartal

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
20.02.2017

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres (29. Januar) auf 193,8 Millionen US-$ (Vorjahr, 31 Januar 2016: 254,4 Millionen US-$) beziehungsweise auf US-$ 0,61 (0,80 US-$) je Aktie. Dabei stiegen die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse um zwei Prozent auf 5,625 Milliarden US-$ (5,525 Milliarden US-$). Die Maschinenumsätze erreichten 4,698 Milliarden US-$ (4,769 Milliarden US-$).

John Deere Mähdrescher

„John Deere ist trotz der anhaltend schwachen Konjunktur positiv in das neue Jahr gestartet“, so Samuel R. Allen, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender von Deere & Company. „Obwohl die Quartalsumsätze und -gewinne etwas geringer ausfielen als im Vorjahr, bleiben alle Sparten weiterhin deutlich in der Gewinnzone“. Dabei profitiert das Unternehmensergebnis von der sorgfältigen Umsetzung unserer Geschäftspläne, dem breiteren Produktportfolio und dem Einfluss der flexibleren Kostenstruktur. Gleichzeitig sehen wir nach vielen Jahren des Rückgangs Anzeichen für eine Stabilisierung der landwirtschaftlichen Kernmärkte.“

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken im ersten Quartal um ein Prozent. Darin sind bessere Preise mit zwei Prozentpunkten und günstige Umrechnungskurse mit einem Prozentpunkt berücksichtigt. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Umsätze der Maschinensparten um acht Prozent zurück. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada stiegen die Umsätze um elf Prozent, wobei günstige Umrechnungskurse mit einen Prozentpunkt zu Buche schlugen.

Die Maschinensparten erwirtschafteten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 247 Millionen US-$ (214 Millionen US-$). Der Anstieg im Quartal beruhte in erster Linie auf besseren Preisen und wurde teilweise kompensiert durch Belastungen aus den angekündigten freiwilligen Aufhebungsverträgen für Mitarbeiter, höhere Garantiekosten und ungünstige Umrechnungskurse. Außerdem profitierte das Quartalsergebnis von einem Gewinn aus dem Teilverkauf der nicht konsolidierten Beteiligung an Site-One Landscape Supply, Inc.

Der Gewinn der Maschinensparten erreichte 80 Millionen US-$ (127 Millionen US-$). Dabei wirkte sich zusätzlich zu den oben genannten Faktoren ein ungünstigerer effektiver Steuersatz negativ auf die Resultate aus.

Im Finanzierungsgeschäft erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 114,4 Millionen US-$ (129,4 Millionen US-$). Das niedrigere Ergebnis war dabei vor allem auf weniger vorteilhafte Zinsspannen und Ausgaben für die freiwilligen Aufhebungsverträge für Mitarbeiter zurückzuführen.

Erwartungen

Die Maschinenumsätze des Unternehmens werden sich 2017 voraussichtlich um zirka vier Prozent erhöhen. Im zweiten Quartal erwarten wir gegenüber dem Vorjahresquartal einen Anstieg von etwa einen Prozent. Ein wesentlicher Einfluss der Umrechnungskurse auf die Maschinenumsätze wird für das zweite Quartal und das Jahr 2017 nicht erwartet. Für das Jahr 2017 erwarten wir eine Steigerung der Umsätze und Erträge von vier Prozent und einen auf Deere & Company entfallenden Gewinn von 1,5 Milliarden US-$.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 hat das Unternehmen in den USA freiwillige Aufhebungsverträge für Mitarbeiter angeboten. Es ist ein Instrument zur Verbesserung der Kostenstruktur. Für das Programm werden Ausgaben vor Steuern in Höhe von 111 Millionen US-$ erwartet. Von diesem Betrag wurden elf Millionen US-$ im vierten Quartal 2016 und 94 Millionen US-$ im ersten Quartal 2017 verbucht. Sechs Millionen US-$ werden im Rest des Jahres verbucht. Die Einsparungen aufgrund des Programms werden in 2017 voraussichtlich etwa 70 Millionen US-$ betragen.

„Weiterhin sind unsere Ergebnisse deutlich besser als bei vorangegangenen Markt-rückgängen“, so Allen. „Das zeigt den anhaltenden Erfolg unserer Bemühungen, ein noch widerstandsfähigeres Geschäftsmodell zu entwickeln und ein weiteres Spektrum an Erlösquellen zu erschließen. Gleichzeitig greifen unsere Bemühungen effizienter zu werden und wir bleiben zuversichtlich, dass wir bis Ende 2018 strukturelle Kostenreduzierungen in Höhe von 500 Millionen US-$ erreichen werden. Diese Aktivitäten bestätigen unsere Überzeugung, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um unseren Kunden und Investoren zukünftig erheblichen Mehrwert zu bieten.“

Ergebnisse der Maschinensparten

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Die Quartalsumsätze sind unverändert, wobei die geringeren Liefermengen und höheren Garantiekosten durch bessere Preise sowie günstigere Umrechnungskurse ausgeglichen werden.

Der Betriebsgewinn belief sich auf 213 Millionen US-$ (144 Millionen US-$). Der Ergebnisanstieg beruhte dabei vor allem auf dem Teilverkauf der Beteiligung an SiteOne Landscape Supply Inc. und höheren Preisen. Dagegen belasteten Ausgaben für freiwillige Aufhebungsverträge, höhere Garantiekosten und ungünstige Umrechnungskurse die Ergebnisse.

Bau- und Forstmaschinen. Die Umsätze der Sparte fielen im ersten Quartal vor allem aufgrund geringerer Liefermengen und höherer Ausgaben für Verkaufshilfen um sechs Prozent. Der Betriebsgewinn belief sich im ersten Quartal auf 34 Millionen US-$ (70 Millionen US-$). Der Rückgang beruhte vor allem auf höhere Ausgaben für Verkaufshilfen und den Zahlungen für freiwillige Aufhebungsverträge.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Im Laufe des Geschäftsjahres werden die Umsätze mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege voraussichtlich um drei Prozrnt ansteigen, wobei größere Auswirkungen von Umrechnungskursen nicht erwartet werden. Die Umsätze der Branche in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2016 um etwa fünf bis zehn Prozent niedriger ausfallen. Dieser Rückgang, der auf einer Schwäche im Tierhaltungssektor sowie der andauernden Auswirkung von niedrigen Erzeugerpreisen für pflanzliche Produkte beruht, ist voraussichtlich beim Verkauf von leistungsstarken Modellen als auch kleineren Maschinen zu verzeichnen.   

In den EU28-Märkten dürften die Umsätze der Branche in 2017 um etwa fünf Prozent nachgeben, wobei der Rückgang auf niedrigere Erzeugerpreise und landwirtschaftliche Einkommen zurückzuführen ist. Infolge der besseren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Brasilien und Argentinien werden die Branchenumsätze bei Traktoren und Mähdreschern in Südamerika voraussichtlich um 15 bis 20 Prozent steigen. In Asien werden die Umsätze gleich bleiben beziehungsweise leicht ansteigen, unter anderem wegen höherer Umsätze in Indien.

Die Branchenumsätze mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada werden in 2017 voraussichtlich etwa gleich hoch ausfallen.

Bau- und Forstmaschinen. Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2017 um etwa sieben Prozent ansteigen, ohne wesentlichen Einfluss von Umrechnungskurseffekten. Dieser Ausblick spiegelt den leichten Anstieg der weltweiten Konjunktur wider. Das globale Forstmaschinengeschäft dürfte gleich beziehungsweise um bis zu fünf Prozent niedriger ausfallen, wobei der schwache Markt in Nordamerika durch ein höheres Niveau in anderen Ländern ausgeglichen wird.

Finanzierungsgeschäft. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird 2017 voraussichtlich etwa 480 Millionen US-$ erreichen. Im Vergleich zum Spartenergebnis in 2016 beinhaltet der Ausblick geringere Verluste bei Restwerten aus Leasinggeschäften, teilweise kompensiert durch geringere Zinsspannen und eine höhere Vorsorge für Kreditausfälle.

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