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Geschäftszahlen

John Deere erzielt 254 Millionen US-Dollar Gewinn im ersten Quartal

la/AGRARTECHNIK
am
19.02.2016

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres (31. Januar) auf 254,4 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 386,8 Millionen US-Dollar) beziehungsweise auf US-Dollar 0,80 (US-Dollar 1,12) je Aktie. Dabei gingen die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse um 13 Prozent auf 5,252 Milliarden US-Dollar (6,383 Milliarden US-Dollar) zurück. Die Maschinenumsätze erreichten 4,769 Milliarden US-Dollar (5,605 Milliarden US-Dollar).

„Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln die Auswirkungen der anhaltenden Konjunkturschwäche der weltweiten Agrarwirtschaft und des Baumaschinengeschäftes wider“, so Samuel R. Allen, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender von Deere & Company. „Gleichzeitig bleiben alle Sparten deutlich in der Gewinnzone und profitierten dabei von der sorgfältigen Umsetzung unserer Geschäftspläne und dem Erfolg der Maßnahmen, rascher reagierende Kostenstrukturen zu schaffen“.

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken im ersten Quartal um 15 Prozent. Darin sind bessere Preise mit zwei Prozentpunkten und ungünstige Umrechnungskurse mit vier Prozentpunkten berücksichtigt. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Umsätze der Maschinensparten um 18 Prozent zurück. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Umsätze um neun Prozent, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit elf Prozentpunkten zu Buche schlugen.

Die Maschinensparten erwirtschafteten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 214 Millionen US-Dollar (414 Millionen US-Dollar). Der Rückgang im Quartal beruhte in erster Linie auf geringeren Liefermengen, ungünstigen Umrechnungskursen und einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktprogramm. Diese Faktoren konnten durch bessere Preise, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie durch niedrigere Produktionskosten teilweise ausgeglichen werden. Der Gewinn der Maschinensparten erreichte 127 Millionen US-Dollar (241 Millionen US-Dollar). Dabei wirkte sich zusätzlich zu den oben genannten Faktoren ein günstigerer effektiver Steuersatz positiv auf die Resultate aus.

Im Finanzierungsgeschäft erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 129,4 Millionen US-Dollar (156,8 Millionen US-Dollar). Das niedrigere Ergebnis war dabei vor allem auf ungünstige Umrechnungskurse zurückzuführen, auf gestiegene Verluste bei Restwerten im Zusammenhang mit Baumaschinen-Leasingverträgen, auf weniger vorteilhafte Zinsspannen und auf höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken. Dagegen begünstigten geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten die Ergebnisse.

Erwartungen

Die Maschinenumsätze des Unternehmens werden 2016 voraussichtlich um etwa zehn Prozent niedriger ausfallen und im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich etwa acht Prozent zurückgehen. In diesem Ausblick enthalten sind ungünstigere Umrechnungskurse mit drei Prozentpunkten sowohl im Geschäftsjahr als auch im zweiten Quartal. Insgesamt wird sich der auf Deere & Company entfallende Gewinn 2016 auf voraussichtlich etwa 1,3 Milliarden US-Dollar belaufen.  

„Obschon sich das Unternehmen einem herausfordernden Jahr 2016 gegenüber sieht, dürften unsere Ergebnisse deutlich besser ausfallen als bei vorangegangenen Marktrückgängen“, so Allen. „Das verdeutlicht die Wirkung unserer Bemühungen um ein robusteres Geschäftsmodell und die Ausrichtung auf weitere Erlösquellen. Alles in allem bleibt die finanzielle Lage des Unternehmens stabil und wir befinden uns in einer günstigen Ausgangsposition, um weiterhin in innovative Produkte, fortschrittliche Technologien und neue Märkte zu investieren. Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen unseren Kunden und Investoren in den kommenden Jahren erheblichen Mehrwert bieten werden.“

Ergebnisse der Maschinensparten

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege: Vor allem aufgrund geringerer Liefermengen und ungünstiger Umrechnungskurse fielen die Umsätze um zwölf Prozent niedriger aus, was teilweise durch bessere Preise ausgeglichen werden konnte. Infolgedessen sank der Betriebsgewinn auf 144 Millionen US-Dollar (268 Millionen US-Dollar). Der Ergebnisrückgang beruhte dabei vor allem auf geringeren Liefermengen, ungünstigen Umrechnungskursen und einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktprogramm. Dagegen begünstigten bessere Preise und geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie niedrigere Produktionskosten die Ergebnisse.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege: Im Laufe des Geschäftsjahres werden die Umsätze mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege voraussichtlich um zehn Prozent zurückgehen, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit vier Prozentpunkten berücksichtigt sind.

Die Umsätze der Branche in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2016 um etwa 15 bis 20 Prozent niedriger ausfallen. Dieser Rückgang, der auf niedrigen Erzeugerpreisen und stagnierenden landwirtschaftlichen Einkommen beruht, wird sich voraussichtlich besonders auf den Verkauf von leistungsstarken Modellen auswirken.   

In den EU28-Märkten dürften die Umsätze der Branche in 2016 etwa gleich hoch ausfallen beziehungsweise um bis zu fünf Prozent nachgeben, wobei der Rückgang  auf niedrigere Erzeugerpreise und landwirtschaftliche Einkommen sowie den anhaltenden Druck auf die Milcherzeuger zurückzuführen ist. Infolge wirtschaftlicher Schwäche sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit staatlichen Finanzierungshilfen in Brasilien werden die Branchenumsätze mit Traktoren und  Mähdreschern in Südamerika voraussichtlich um etwa zehn bis 15 Prozent sinken. In Asien werden die Umsätze gleich bleiben bis leicht zurückgehen, unter anderem wegen einer Konjunkturabschwächung in China. Bedingt durch neue Produkte und eine allgemeine Konjunkturerholung werden die Branchenumsätze mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada 2016 etwa gleich hoch ausfallen beziehungsweise um bis zu fünf Prozent ansteigen.

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