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John Deere Quartals- und Jahresergebnis

von , am
28.11.2014

John Deere erzielte im vierten Quartal einen Gewinn von 649 Millionen US-$ und mit 3,162 Milliarden US-$ das bisher zweitbeste Jahresergebnis.

© Werkbild
Der Gewinn im vierten Quartal sank von 806,8 Millionen US-$ im Vorjahreszeitraum auf 649,2 Millionen US-$. Ebenso sank das Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 von 3,537 Milliarden US-$ auf 3,162 Milliarden US-$ in diesem Geschäftsjahr. Auch bei Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen musste man Einbußen verzeichnen. So sanken diese sowohl im vierten Quartal 2014 als auch im gesamten Geschäftsjahr um zirka fünf Prozent.
 

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken gegenüber 2013 im vierten Quartal um sieben Prozent beziehungsweise um sechs Prozent im Geschäftsjahr. Ursachen dafür seien zum einen höhere Produktionskosten gewesen, andererseits belasten ungünstige Wechselkurse das Ergebnis.

Im Bereich Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege gingen die Umsätze im vierten Quartal um 13 Prozent zurück. Im gesamten Geschäftsjahr gab es einen Rückgang von gut neun Prozent. Das schwächere Ergebnis im Quartal beruhte vor allem auf geringeren Liefermengen und gedrosselter Produktion, einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktionsprogramm, höheren Produktionskosten im Zusammenhang mit Programmen zur Einhaltung von Abgasnormen bei Motoren sowie auf gestiegenen Garantiekosten und Wertberichtigungen bei Anlagen in China, so John Deere.

Infolge gestiegener Liefermengen und besserer Preise kletterten die Umsatzerlöse im Bau- und Forstmaschinengeschäft im vierten Quartal um 23 Prozent beziehungsweise im Geschäftsjahr um zwölf Prozent.

 

Marktentwicklung in Deutschland

In Deutschland erwirtschaftete John Deere nach eigenen Angaben im Jahr 2014 einen Umsatz von 3,390 Milliarden Euro und damit drei Prozent weniger als im Vorjahr. Im Zuge der Umstellung von Maschinen auf die neue Abgasnorm der Stufe IV und der Vorstellung neuer Baureihen, seien die Investitionen am Standort Deutschland auf 134 Millionen US-$ (113 Millionen US-$ in 2013) gestiegen.

 

Angesichts schwierigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sank die Traktorenproduktion in Mannheim um 13 Prozent auf 34.000 Einheiten. Infolgedessen wurden auch in Bruchsal weniger Fahrerkabinen gefertigt. Vor allem aufgrund der Ausweitung seines Produktionsprogramms bei großen Mähdreschern und eines Modellwechsels bei Feldhäckslern, fertigte das John Deere Werk Zweibrücken insgesamt vier Prozent mehr Erntemaschinen als im Vorjahr.

 

Die deutliche Konjunkturabschwächung wirkte sich auch auf die Beschäftigungslage in den deutschen John Deere Unternehmensteilen aus. Insgesamt beschäftigte John Deere zum 31.10.2014 an seinen sechs deutschen Standorten 6.945 (7.250 in 2013) Mitarbeiter und damit 4 % weniger als im Vorjahr.

 

Marktlage und Ausblick

Infolge der Konjunkturschwäche in der weltweiten Landwirtschaft werden die Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege 2015 voraussichtlich um 20 % niedriger ausfallen. Wegen rückläufiger Erzeugerpreise im Ackerbau und eines möglicherweise stärkeren Drucks auf Milcherzeuger werden die Umsätze der Branche in den EU28-Ländern voraussichtlich um etwa 10 % zurückgehen. Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2015 voraussichtlich um etwa 5 % anwachsen. Dieser Zuwachs spiegelt die Konjunkturerholung und die Neubautätigkeit auf dem Bausektor in den Vereinigten Staaten und Kanada wider, sowie Umsatzzuwächse außerhalb Nordamerikas. Das weltweite Forstmaschinengeschäft wird auf dem stabilen Niveau des Vorjahres verlaufen.

 

Erwartungen:

Im Vergleich zum Vorjahr werden die Maschinenumsätze 2015 voraussichtlich um etwa 15 % zurückgehen bzw. um 21 % im ersten Quartal. Damit dürfte das Jahresergebnis 2015 etwa 1,9 Milliarden US-$ erreichen.

 

"Trotz der deutlichen Umsatzrückgänge und einer anhaltenden Abschwächung des weltweiten Agrarsektors erwartet John Deere auch 2015 solide Ergebnisse", sagte Allen. "Die Gewinnprognose spiegelt dabei unsere Bemühungen wider, ein widerstands-fähigeres Geschäftsmodell zu entwickeln und dabei deutlich bessere Resultate zu erzielen als bei früheren Konjunktureinbrüchen".

 

Langfristig bleiben für das Unternehmen sehr gute Zukunftsperspektiven, so Allen. "Die grundlegenden Trends wie das Wachstum der Weltbevölkerung und der wachsende Wohlstand halten an und bleiben weitgehend unberührt von den zyklischen Schwan-kungen der landwirtschaftlichen Konjunktur. Gleichzeitig machen unsere Pläne, einem weltweit wachsenden Kundenkreis zu dienen, gute Fortschritte. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, über den gesamten Konjunktur-zyklus hinweg solide Ergebnisse zu erwirtschaften und dabei in den kommenden Jahren gleichzeitig vom weltweit wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Wohnraum und Infra-struktur zu profitieren." 

 

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite von John Deere.

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