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Jubiläum

Der John Deere Traktor feiert 100. Geburtstag

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
13.03.2018

Was mit dem Waterloo Boy im mittleren Westen der USA begann, entwickelte sich zur größten Erfolgsgeschichte in der Landtechnik. Heute ist John Deere der weltweit führende Traktorenhersteller und produziert Schlepper in zwölf Fabriken.

John_Deere_Traktor

2,25 Mio. US-Dollar hat John Deere 1918 für die Übernahme der Waterloo Gasoline Engine Company gezahlt. Eine für damalige Verhältnisse hohe und nicht ganz unumstrittene Investition. Denn viele Kritiker gaben dem Traktor keine Zukunft und setzten weiterhin auf die Pferdeanspannung. Niemand ahnte damals, dass sich der Traktorenbereich zu einer tragenden Säule des Unternehmens entwickeln würde.

Der Waterloo Boy „N‟ war mit zwölf PS Leistung der erste Traktor, der von John Deere selber gebaut und bis 1924 vermarktet wurde. Der Nachfolger „Modell D‟ kam 1923 auf den Markt und trug erstmalig die grün-gelbe Lackierung. Für John Deere entwickelte sich das „Modell B‟ mit 300 000 Stück zum Bestseller, gefolgt vom späteren 4020, der mit 175 000 Schleppern in die Geschichte einging. Zum weltweiten Marktführer entwickelte sich das Unternehmen 1963.

1956 übernahm John Deere den deutschen Landmaschinenhersteller Heinrich Lanz in Mannheim und hat damit nach Europa expandiert. Lanz produzierte damals den Bulldog und blickte auf eine ähnlich lange Tradition im Traktorenbau zurück – 1921 verließ der erste Traktor die Mannheimer Fabrik. In den darauffolgenden Jahren konnte John Deere die starke Position im Traktorenbau weiter ausbauen.

Die hundertjährige Erfolgs- und Innovationsgeschichte vom zwölf PS Waterloo Boy bis zum intelligenten Traktor werden die John Deere Traktoren-Werke mit einem „Tag der offenen Tür‟ feiern. Die Auftaktveranstaltung für das Jubiläum findet am 14. März 2018 im John Deere Forum in Mannheim statt. Am Wasserturm der Quadratestadt ist am 16. Juni zudem eine Traktorparade geplant.

 

 

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