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Geschäftsentwicklung

John Deere Umsatz im dritten Quartal 2019 leicht gesunken

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
19.08.2019

Der John Deere Umsatz sank im dritten Quartal 2019 um drei Prozent auf 8,97 Milliarden US-Dollar. Der Konzern erwirtschaftet einen Gewinn von 899 Millionen US-Dollar.

John Deere Mähdrescher

Deere & Company verzeichnet im dritten Quartal des Geschäftsjahres (28. Juli 2019) einen Nettogewinn von 899 Millionen US-Dollar oder 2,81 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahr belief sich der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn im dritten Quartal (29. Juli 2018) auf 910 Millionen US-Dollar bzw. auf 2,78 US-Dollar je Aktie.

Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019 verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,532 Milliarden US-Dollar bzw. 7,87 US-Dollar pro Aktie. In der gleichen Periode des Vorjahres wurden 1,584 Milliarden US-Dollar bzw. 4,82 US-Dollar pro Aktie erzielt. Auf die Ergebnisse der Jahre 2019 und 2018 haben sich Rückstellungen für Ertragssteuern im Rahmen der verabschiedeten US-Steuerreformgesetzgebung negativ bzw. positiv ausgewirkt.

 

John Deere Feldhäcksler

Unsichere Bedingungen im Agrarsektor

Die weltweiten Umsatzerlöse und Erträge sanken im dritten Quartal um drei Prozent auf 10,036 Milliarden US-Dollar. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse und Erträge um fünf Prozent auf 29,362 Milliarden US-Dollar. Die Maschinenumsätze lagen bei 8,969 Milliarden US-Dollar für das Quartal bzw. 26,182 Milliarden US-Dollar für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres. In den Vergleichszeiträumen des Vorjahres wurden 9,286 Milliarden US-Dollar bzw. 25,007 Milliarden US-Dollar erzielt. „Die Quartalsergebnisse von John Deere werden sehr stark von den unsicheren Bedingungen im Agrarsektor überschattet“, so der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. „Aufgrund möglicher Exportmarktbeschränkungen, kurzfristigen Nachfrageschwankungen bei landwirtschaftlichen Gütern, beispielsweise Sojabohnen, sowie des allgemeinen Zustands der Feldbestände verschieben viele Landwirte ihre Landmaschinenkäufe. Gleichzeitig sind die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen weiterhin positiv und tragen zu den sehr guten Ergebnissen bei den John Deere Bau- und Forstmaschinen bei.

Geschäftsausblick

Die Maschinenumsätze des Unternehmens werden verglichen zum Vorjahr im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich um zirka vier Prozent steigen. Etwa ein Prozent dieser Steigerung ist auf den Umsatz der Wirtgen Group zurückzuführen, der im Geschäftsjahr 2018 mit zehn Monaten und im Geschäftsjahr 2019 mit vollen zwölf Monaten berücksichtigt ist. Der Einfluss ungünstiger Umrechnungskurse beläuft sich in diesem Geschäftsjahr auf zwei Prozent. Es wird eine Steigerung der Umsatzerlöse und Erträge um fünf Prozent für das Geschäftsjahr 2019 erwartet. Der auf Deere & Company entfallende Jahresnettogewinn wird auf 3,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

„Trotz der aktuellen Herausforderungen ist der langfristige Trend für unser Unternehmen weiterhin positiv und weist auf eine vielversprechende Zukunft hin“, erklärt Samuel R. Allen. „Wir bauen unseren Kundenkreis weltweit stärker aus und fühlen uns bestärkt durch die positive Resonanz auf das breite Angebot von innovativen Produkten und Servicedienstleistungen. Gleichzeitig halten wir an unserer langfristigen Strategie weiterhin fest und werden den Plan für ein nachhaltiges sowie profitables Wachstum erfolgreich umsetzen. Flankierend prüfen wir unsere Kostenstruktur und haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen noch effizienter und profitabler zu machen.“

John Deere Traktor mit Frontlader

Die Umsätze für Landmaschinen sowie Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sind im dritten Quartal aufgrund von geringeren Liefermengen und den ungünstigen Auswirkungen der Umrechnungskurse gesunken. Dieser Rückgang wurden teilweise durch bessere Preise kompensiert. Die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr stiegen hauptsächlich aufgrund besserer Preise und höherer Liefermengen und wurden teilweise durch die ungünstigen Auswirkungen der Umrechnungskurse kompensiert. Der Betriebsgewinn im dritten Quartal ist hauptsächlich aufgrund geringerer Liefermengen, höherer Produktionskosten und ungünstiger Auswirkungen von Währungseffekten gesunken. Der Rückgang wurde teilweise durch bessere Preise kompensiert. Der Betriebsgewinn der ersten neun Monate sank durch erhöhte Produktionskosten, die ungünstigen Auswirkungen der Umrechnungskurse sowie höhere Kosten für Forschung und Entwicklung und einen ungünstigeren Produktmix. Diese Faktoren wurden teilweise durch bessere Preise und höhere Liefermengen kompensiert.

In diesem Geschäftsjahr wird der Branchenumsatz mit Landmaschinen in den USA und Kanada sowie in den EU28-Ländern voraussichtlich gleich bleiben. In Südamerika rechnen die Hersteller bei Traktoren und Mähdreschern mit unveränderten Umsätzen bzw. einem Anstieg um bis zu fünf Prozent, getrieben durch den starken brasilianischen Markt. Für Asien werden gleich bleibende bis leicht sinkende Umsätze erwartet.

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