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John Deere veröffentlicht Geschäftszahlen

la/AGRARTECHNIK
am
02.12.2015

John Deere veröffentlichte vor kurzem seinen Geschäftsbericht für das am 31. Oktober 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres (31. Oktober) auf 351,2 Millionen US-$ (Vorjahr: 649,2 Millionen US-$) beziehungsweise auf US-$ 1,08 (US-$ 1,83) je Aktie. Im Geschäftsjahr erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 1,940 Milliarden US-$ (3,162 Milliarden US-$) beziehungsweise US-$ 5,77 (US-$ 8,63) je Aktie.

Weltweit sanken die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im vierten Quartal um 25 Prozent auf 6,715 Milliarden US-$ beziehungsweise im Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 28,863 Milliarden US-$. Dabei beliefen sich die Umsätze der Maschinensparten auf 5,932 Milliarden US-$ (8,043 Milliarden US-$) im vierten Quartal beziehungsweise auf 25,775 Milliarden US-$ (32,961 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr. 

„Angesichts einer sich weiter abschwächenden Agrarkonjunktur und schwächer tendierender Baumaschinenmärkte hat John Deere das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen“, so der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. „Umsatz und Gewinn waren die sechsthöchsten in der Unternehmensgeschichte, ein achtbarer Erfolg angesichts der Herausforderungen, denen wir auf den Märkten ausgesetzt waren. Dabei wirkten sich die sorgfältige Umsetzung unserer Geschäftspläne und strikte Kostenkontrolle vorteilhaft auf unser Ergebnis aus. Damit bleibt John Deere auch weiterhin gut aufgestellt, wenn es darum geht, Kunden zu dienen und gleichzeitig in Qualität und Innovation zu investieren, die Wachstum auch in Zukunft fördern.“

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken gegenüber dem Vorjahr  im vierten Quartal um 26 Prozent beziehungsweise im Geschäftsjahr um 22 Prozent. Darin sind bessere Preise sowohl im Quartal als auch im Geschäftsjahr mit einem Prozentpunkt berücksichtigt. Andererseits belasteten ungünstige Umrechnungskurse das Ergebnis sowohl im Quartal als auch im Geschäftsjahr mit fünf Prozentpunkten. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Umsätze im vierten Quartal um 23 Prozent zurück, im Geschäftsjahr um 18 Prozent. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas sanken die Umsätze im vierten Quartal um 31 Prozent beziehungsweise um 28 Prozent im Geschäftsjahr, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit elf beziehungsweise zehn Prozentpunkten zu Buche schlugen.

Die John Deere Maschinensparten erwirtschaftetet im vierten Quartal einen Betriebsgewinn von 335 Millionen US-$ (910 Millionen US-$) beziehungsweise von 2,177 Milliarden US-$ (4,297 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr. In beiden Zeiträumen war der Rückgang vor allem auf geringere Liefermengen, den Einfluss eines weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktionsprogramms und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen. Im vierten Quartal wurde dieser Rückgang teilweise durch niedrigere Produktionskosten, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie durch bessere Preise aufgefangen. Im Geschäftsjahr ermöglichten bessere Preise, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie niedrigere Produktionskosten einen weniger starken Rückgang des Betriebsergebnisses.

Der Gewinn der Maschinensparten erreichte im vierten Quartal 200 Millionen US-$ (488 Millionen US-$) und belief sich im Geschäftsjahr auf 1,308 Milliarden US-$ (2,548 Milliarden US-$). Zusätzlich zu den oben genannten Faktoren begünstigte ein niedrigerer effektiver Steuersatz die Resultate in beiden Zeiträumen. Der niedrigere Satz beruhte auf einer reduzierten Wertberichtigung auf aktive latente Steuern.   

Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2016 dürften die Umsatzerlöse des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr nochmals um sieben Prozent zurückgehen beziehungsweise um elf Prozent im ersten Quartal. Dabei sind ungünstige Umrechnungskurse mit zwei Prozentpunkten im Geschäftsjahr beziehungsweise mit vier Prozentpunkten im ersten Quartal berücksichtigt. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn dürfte sich im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich auf etwa 1,4 Milliarden US-$ belaufen.

„Obschon die Gewinnprognose für das kommende Jahr verhaltener ausfällt, basiert die Erwartung auf Ergebnissen, die deutlich besser ausfallen als bei früheren Konjunktureinbrüchen“, so Allen. „Das zeigt den anhaltenden Erfolg unserer Bemühungen, ein noch widerstandsfähigeres Geschäftsmodell zu entwickeln und ein breiteres Spektrum an Erlösquellen zu erschließen.“

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze dieser Sparte gingen hauptsächlich aufgrund geringerer Liefermengen und ungünstiger Umrechnungskurse sowohl im Quartal als auch im Geschäftsjahr um 25 Prozent zurück. Bessere Preise konnten diese Effekte teilweise kompensieren. Dabei sank der Betriebsgewinn auf 271 Millionen US-$ (682 Millionen US-$) im vierten Quartal beziehungsweise auf 1,649 Milliarden US-$ (3,649 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr. Der Ergebnisrückgang beruhte in beiden Zeiträumen vor allem auf geringeren Liefermengen, einem weniger vorteilhaft zusammen gesetzten Produktionsprogramm und ungünstigen Wechselkursen, während sich bessere Preise, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie niedrigere Produktionskosten vorteilhaft auf die Resultate auswirkten.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden 2016 voraussichtlich um acht Prozent zurückgehen, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit zwei Prozentpunkten berücksichtigt sind. In den Vereinigten Staaten und Kanada werden die Umsätze der Branche 2016 voraussichtlich um 15 bis 20 Prozent niedriger ausfallen. Der Rückgang spiegelt die Auswirkungen niedriger Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe und stagnierender landwirtschaftlicher Einkommen wider, die vor allem beim Umsatz mit leistungsstarken Maschinen zum Ausdruck kommen.

In den EU28-Märkten werden die Branchenumsätze etwa gleich hoch ausfallen beziehungsweise um bis zu fünf Prozent zurückgehen, was auf niedrige Erzeugerpreise beziehungsweise landwirtschaftliche Einkommen zurückzuführen ist sowie auf wachsenden Druck auf dem Milchsektor. In Südamerika werden die Verkäufe von Traktoren und Mähdreschern vor allem wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in Brasilen und der Unwägbarkeiten bei staatlich geförderten Finanzierungen um zehn bis15 Prozent zurückgehen. In Asien werden die Umsätze etwa gleich hoch ausfallen beziehungsweise wegen schwächerer Konjunktur vor allem in China leicht sinken. Infolge der konjunkturellen Erholung werden die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada 2016 stabil bleiben oder um bis zu fünf Prozent anwachsen.

Finanzierungsgeschäft

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft dürfte im Geschäftsjahr 2016 etwa 550 Millionen US-$ erreichen. Der Ausblick spiegelt geringere Zinsspannen und höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken wider. Außerdem begünstigte ein Gewinn aus dem Verkauf der Ernteversicherungssparte das Jahresergebnis 2015.

Zusätzliche Informationen zum Jahresergebnis 2015

Aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Erzeugerpreise und einer Abschwächung der Agrarkonjunktur in weiten Teilen der Welt sanken die Umsatzerlöse des Konzerns außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas im Geschäftsjahr 2015 um 28 Prozent auf 9,277 Milliarden US-$ (12,865 Milliarden US-$). Dabei sank der Betriebsgewinn um 46 Prozent auf 533 Millionen US-$ (986 Millionen US-$).

Wären die deutschen John Deere Unternehmensteile eine eigenständige Gesellschaft, so hätten sie 2015 einen Umsatz von 3,171 Milliarden Euro (3,390 Milliarden Euro) erzielt, sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Abschluss der Umstellung von Maschinen auf die neuen Abgasnormen der Stufe IV und der Vorstellung neuer Baureihen gingen die Investitionen am Standort Deutschland auf 87 Millionen US-$ (134 Millionen US-$) zurück. Angesichts schwierigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sank die Traktorenproduktion in Mannheim um 15 Prozent auf 29 000 Einheiten (34 000 Einheiten). Infolgedessen wurden auch in Bruchsal mit 31 400 (38 000) Einheiten weniger Fahrerkabinen gefertigt. Vor allem aufgrund der Ausweitung seines Produktionsprogramms bei großen Mähdreschern und eines Modellwechsels bei Feldhäckslern fertigte das John Deere Werk Zweibrücken mit insgesamt 2 000 (2 800) Maschinen 29 Prozent weniger Erntemaschinen als im Vorjahr, in dem bereits Maschinen für 2015 vorproduziert worden waren.

Die deutliche Konjunkturabschwächung wirkte sich auch auf die Beschäftigungslage in den deutschen John Deere Unternehmensteilen aus. Insgesamt beschäftigte John Deere zum 31.10.2015 an seinen sechs deutschen Standorten 6 610 (6 945) Mitarbeiter und damit fünf Prozent weniger als im Vorjahr. In Mannheim ging die Zahl der Beschäftigten 2015 um sechs Prozent auf 3 565 (3 790) Mitarbeiter zurück. An den Standorten Zweibrücken und Kaiserslautern arbeiteten mit 1 285 (1 305) Beschäftigten zwei Prozent weniger Mitarbeiter als im Vorjahr. In Bruchsal sank die Zahl der Mitarbeiter um sechs Prozent auf 1 335 (1 420). Am nordrhein-westfälischen Standort Stadtlohn beschäftigte John Deere per  31.10. mit 290 (300) Personen drei Prozent weniger Mitarbeiter als im Vorjahr, in Gummersbach stieg die Zahl der Beschäftigten auf 135 (130) Personen an.  

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