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Geschäftsentwicklung

John Deere verzeichnete 2019 einen Umsatzanstieg

John Deere 7R
am Donnerstag, 28.11.2019 - 11:41

Deere & Company erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2019 einen Nettogewinn von 3,253 Milliarden US-Dollar. Der Konzern erzielt im vierten Quartal des Geschäftsjahres (03. November 2019) einen Nettogewinn von 722 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2,27 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahr lag das Quartalsergebnis zum Stichtag 28. Oktober 2018 bei 785 Millionen US- Dollar beziehungsweise 2,42 US-Dollar je Aktie. Im Geschäftsjahr 2019 erreichte der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn 3,253 Milliarden US-Dollar (2,368 Milliarden US- Dollar in 2018) beziehungsweise 10,15 US- Dollar (7,24 US- Dollar in 2018) je Aktie.

John C. May

Weltweit stiegen die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im vierten Quartal und im Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 9,896 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 39,258 Milliarden US-Dollar in den jeweiligen Perioden. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze auf 8,703 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal (8,343 Milliarden US-Dollar) beziehungsweise auf 34,886 Milliarden US-Dollar (33,351 Milliarden US-Dollar) im Geschäftsjahr.

„Das Geschäftsergebnis von John Deere ist von der Unsicherheit des Agrarsektors geprägt″, so der CEO von Deere & Company, John C. May. „Die anhaltenden Handelskonflikte und schwierigen Aussaat- und Erntebedingungen haben bei den Landwirten zu verringerten Investitionen in neue Maschinen geführt. Außerdem ist das Finanzierungsgeschäft durch höhere Verluste im Leasinggeschäft unter Druck geraten. Gleichzeitig ist die gesamtwirtschaftliche Lage aber weiterhin positiv. Dies trägt zu höherer Nachfrage bei kleineren Maschinen bei und führte zu soliden Ergebnissen im Bereich der Bau- und Forstmaschinen, der einen Rekord bei Umsatz und Nettogewinn hatte.“   

Geschäftsverlauf

Der auf Deere & Company entfallende Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2020 wird voraussichtlich zwischen 2,7 und 3,1 Milliarden US-Dollar liegen. „Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen ist der Ausblick für unser Geschäft weiterhin positiv und die Zukunft für Deere & Company vielversprechend″, erläuterte John C. May. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die Einführung der Präzisionstechnologie gut aufgestellt sind und uns damit zum führenden Anbieter von intelligenten, effizienten und nachhaltigen Lösungen entwickelt haben. Gleichzeitig halten wir an der erfolgreichen Umsetzung unseres Strategieplans fest. Mit zahlreichen Maßnahmen zur Entwicklung einer schlankeren Unternehmensstruktur, können wir schneller und agiler operieren. Wir sind sicher, dass diese Maßnahmen die Effizienz verbessern werden und dem Unternehmen helfen, die Ressourcen und Investitionen in den Bereichen zu bündeln, in denen sie den größten Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit haben.“

Der Nettogewinn im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2019 wurde durch leichte Anpassung der Rückstellungen für die Ertragssteuern, inklusive der Anpassungen, die durch die Verabschiedung der US-Steuerreformgesetzgebung entstanden sind beeinflusst. Die auf die Steuerreform bezogenen Anpassungen betrugen 41 Millionen US-Dollar beziehungsweise 68 Millionen US-Dollar für die jeweilige Periode. Die geringfügige Anpassung der Rücklagen für Ertragssteuern im Rahmen der US-Steuerreform wirkten sich im Vorjahr auf das Quartalsergebnis mit 37 Millionen US-Dollar vorteilhaft und auf das Jahresergebnis mit 705 Millionen US-Dollar unvorteilhaft aus.

John Deere Großtraktor

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sind im vierten Quartal und im Geschäftsjahr 2019 gestiegen. Gründe waren bessere Preise und größere Liefermengen. Der positive Effekt wurde teilweise durch ungünstige Umrechnungskurse ausgeglichen. Das Ergebnis der Sparte sank in beiden Perioden. Das Quartalsergebnis wurde vor allem durch höhere Produktions- und Vertriebskosten sowie gestiegene Administrations- und Gemeinkosten beeinflusst. Darüber hinaus wirkten sich ungünstige Umrechnungskurse sowie höhere Kosten für Forschung und Entwicklung nachteilig aus. Das Jahresergebnis sank vor allem aufgrund höherer Produktionskosten, ungünstige Umrechnungskurse und verstärkten Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung. Weitere Faktoren sind höhere Ausgaben im Bereich Vertrieb, Administration und Gemeinkosten. Ferner wirkte sich der ungünstige Produktmix aus. Höhere Liefermengen konnten die Effekte teilweise ausgleichen. Außerdem wirkten sich in beiden Perioden höhere Preise positiv aus.

Marktlage und Ausblick

Die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen sowie Maschinen für die Rasen- und Grundstückpflege werden 2020 voraussichtlich um fünf bis zehn Prozent sinken, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit einem Prozent berücksichtigt sind. In den Vereinigten Staaten und Kanada werden die Landmaschinenumsätze der Branche 2020 voraussichtlich um zirka fünf Prozent niedriger ausfallen. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine geringere Nachfrage nach leistungsstarken Maschinen zurückzuführen. In den EU28-Märkten werden die Branchenumsätze in 2020 voraussichtlich gleichbleiben. In Südamerika wird bei Traktoren und Mähdreschern ein ähnlicher Umsatz wie im vergangenen Geschäftsjahr erwartet. In Asien werden die Umsätze etwa gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr. Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden in den Vereinigten Staaten und Kanada 2020 voraussichtlich stabil bleiben.