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Geschäftszahlen

Kärcher-Vorstandsvorsitzender: "In die Zukunft investiert"

Nathalie Zapf
Nathalie Zapf, Agrartechnik
am
25.02.2019

Mit 2,525 Milliarden Euro kann die Alfred Kärcher SE & Co. KG nach eigenen Worten einen "neuen Umsatzrekord" für das Geschäftsjahr 2018 verzeichnen. Das entspricht einem Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr oder 5,5 Prozent um Währungs- und Sondereffekte bereinigt, teilt das Unternehmen mit. Dieses Wachstum spiegle sich auch in der Zahl der Beschäftigten wider: Im Jahr 2018 wurden über 700 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit erreicht das Familienunternehmen die Zahl von 13.027 Mitarbeitern.

Kärcher-Waschpark bei Winnenden.

"Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im vergangenen Jahr vergleichsweise schwierig. Die Reinigungsgerätebranche ist nur sehr verhalten gewachsen. Trotzdem haben wir bei Kärcher unsere Investitionen im Vergleich zum Jahr 2017 um ein Drittel gesteigert", sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands. "Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr mit 126 Millionen Euro wieder nachhaltig in die Zukunft unseres Unternehmens investiert." So wurden weltweit knapp 100 neue Kärcher Center eröffnet – damit sind es jetzt insgesamt 730. Am Stammsitz in Winnenden hat Kärcher einen Neubau mit Entwicklungseinrichtungen und Büroarbeitsplätzen errichtet und einen Clean Park mit SB-Stationen und Waschanlagen für Pkw in Betrieb genommen. Auch im Oberen Bühlertal, in Tschechien, Rumänien, den USA und China hat Kärcher in den Ausbau seiner Standorte investiert.

"Cleaning on demand"

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Digitalisierung und die Entwicklung neuer, innovativer Produkte. 100 waren es im letzten Jahr. "Wir werden 2019 die weltweit erste digitale Plattform vorstellen, die Reinigung nach Bedarf ermöglicht", sagt Hartmut Jenner. Das so genannte "Cleaning on Demand" ermöglicht Gebäudereinigern die intelligente Steuerung von Reinigungsabläufen je nach aktueller oder zu erwartender Verschmutzung. Ebenso wichtig für die Zukunft ist die Akkutechnologie: Dieses Jahr wird Kärcher eine sehr leistungsfähige Plattform auf den Markt bringen, die es erlaubt, dieselben Akkus für gewerbliche und Endverbrauchergeräte zu verwenden.

Auszeichnungen und Awards

Insgesamt 110 Preise hat Kärcher im Jahr 2018 erhalten, so viele wie nie zuvor. Zu den wichtigsten gehört der Deutsche Marketing Preis für den gelungenen Markenaufbau der letzten zehn Jahre. Kärcher ist bislang das einzige Unternehmen, dem diese Ehrung bereits zum zweiten Mal verliehen wurde. Andere bedeutsame Preise waren der Corporate Culture Award für vorbildliche Unternehmenskultur, vier iF Design Awards und die siebenfache Prämierung des Hartbodenreinigers FC 5.

Kärcher reinigte die Fassade der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle.

Auch das Engagement für Kultur und Gesellschaft hat wieder einen hohen Stellenwert eingenommen. Von Deutschland über Mexiko bis Israel hat Kärcher insgesamt 17 Baudenkmale im restauratorischen Sinne gereinigt. Darunter finden sich der Chorraum des Ulmer Münsters, die Außenfassade der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, ein Kunstbrunnen am mexikanischen Nationalmuseum für Anthropologie und die Außenfassade der Erlöserkirche in Jerusalem. Im sozialen Bereich hat das Unternehmen SOS-Kinderdörfer in Deutschland und im Ausland mit Geräten und Geldspenden unterstützt. Gemeinsam mit dem Global Nature Fund wurden weitere Grünfilteranlagen zur Abwasserreinigung in Kolumbien, Nicaragua, Mexiko und Paraguay für dörfliche Gemeinschaften gebaut.

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