Landtechnikindustrie Kubota-Tochter Great Plains schließt Werk in England

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Great Plains will bis Anfang 2018 sein Werk im englischen Sleaford schließen. Service und Ersatzteilversorgung wird künftig Kubota-Tochter Kverneland übernehmen.

Das Werk in Sleaford war einst das Stammwerk der Marke Simba. Diese wurde 2010 vom amerikanischen Unternehmen Great Plains übernommen. Mit der Werksschließung in England geht ein wichtiger Standort der amerikanischen Marke Great Plains im Europa verloren. Da Great Plains jedoch 2016 für 430 Millionen Dollar von Kubota übernommen wurde, wird der Konzern nach wie vor mit den Marken Kverneland und Vicon am europäischen Markt vertreten sein.

Die Überraschung über die Schließung hält sich bei vielen in Grenzen: Bereits 2016, bevor Kubota Great Plains übernommen hatte, wurden aufgrund konjunktureller Schwächen 40 Mitarbeiter entlassen. Insgesamt beschäftigte Great Plains damals mehr als 1.400 Mitarbeiter in Kansas (USA) und Sleaford (England).

Great Plains stellt Produktion in England Mitte 2017 ein

Der Grund für die Schließung: Laut Linda Salem, CEO von Great Plains, zeigte eine gründliche Untersuchung, dass der schwache Agrartechnik-Markt es nicht erlaubt, die Anlage weiterhin zu unterhalten. Deshalb werde bis Mitte 2017 die Produktion eingestellt und bis Anfang 2018 das Werk geschlossen.

Die Aufgaben der Ersatzteilversorgung und des Services für Great-Plains-Maschinen wird künftig Kverneland übernehmen.


Mit Material von Gros Tracteurs Passion/Farmers Weekly

Neuer Angstgegner: Der Kubota M7171 Premium KVT
  • Unter der orange strahlenden Motorhaube arbeitet der Kubota-V6108-Reihenvierzylinder mit 6,1 l Hubraum. Common-Rail-Einspritzung und Vierventiltechnologie sorgen für Leistung auf der Einlass-, ein Turbolader mit fester Geometrie auf der Auslassseite. Zur Einhaltung der Tier 4 final fährt Kubota einiges auf: Der passiv arbeitende Dieselpartikelfilter sitzt unter der Haube, der SCR-Katalysator mit eAdBlue-Einspritzmodul sitzt unter dem Auspuff.

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  • 330 l Diesel und 38 l AdBlue fassen die Tanks. Damit liegt der neue Kubota im oberen Mittelfeld in seiner Leistungsklasse.

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  • Zum guten Fahrkomfort trägt die gefederte Dana-Starrachse bei. Sie ist weit hinten über einen langen Hebel angelenkt uns sorgt damit für einen guten Federungskomfort. Die Federung kann situationsabhängig automatisch arbeiten, oder an der tiefsten Position eingefroren werden, wenn man mit dem Frontlader arbeiten will.

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  • Im Heck hat der Kubota 9 t Hubkraft.

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  • Bei der Hydraulik setzt der Kubota M7171 voll auf die Höhe der Zeit. Maximal sechs Steuergeräte gibt es im Heck. Die Zeit und Menge lassen sich bequem im Terminal einstellen.

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  • 7,2 t Leergewicht bringt der Japaner auf die Waage. Damit liegt er im oberen Bereich seiner Klasse.

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  • Der Aufstieg in die Kabine über drei Stufen ist relativ steil Trotzdem gelangt man schnell und einfach in die Kabine. Diese ist hell und aufgeräumt. Aber es gibt nur wenige Ablagemöglichkeiten. Die Kabine kommt immer ohne B-Holm und mit vollwertiger Tür auf der Beifahrerseite.

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  • Die Armlehne bietet eine sehr breite Auflagefläche für den Arm. Darunter befindet sich ein kleines Ablagefach. Die Bedienelemente sind logisch angeordnet und mit eindeutigen Markierungen versehen. Hier findet man sich schnell zurecht. Vier Steuergeräte lassen sich an den Kipphebeln bedienen, zwei am Fahrhebel.

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  • Das Display findet man am vorderen Ende der Armlehne. Hier handelt es sich um das Kverneland Tellus, welches über eine vollkommen neue Bediensoftware verfügt. Man findet sich jedoch schnell in der Bedienlogik zurecht und Einstellungen an Hydraulik und Getriebe sind rasch geändert. Einziger Wehrmutstropfen: Durch seine Glasoberfläche spiegelt das Display sehr stark.

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