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Übernahme

Kuhn übernimmt Artec Pulvérisation

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
08.10.2018

Die beiden im Landmaschinenmarkt tätigen Divisionen von Bucher Industries – die Kuhn Group und Bucher Specials – bauen ihre Geschäfte durch zwei Übernahmen aus.

Artec RS-20

In einer Pressemeldung gab Bucher Industries bekannt, dass die Kuhn Group die Artec Pulvérisation – einen französischen Hersteller von selbstfahrenden Feldspritzen – übernimmt.

Die Kuhn Group ist bereits Minderheitsaktionärin von Artec Pulvérisation und übernimmt im Verlauf des vierten Quartals 2018 nun auch den verbleibenden 62prozentigen Aktienanteil am französischen Familienunternehmen. Artec entwickelt und produziert selbstfahrende Feldspritzen, die auf die Bedürfnisse von großen Landwirtschaftsbetrieben ausgerichtet sind. Die Kuhn Group will dadurch ein umfassendes Angebot an Pflanzenschutzspritzen für Europa aufweisen können und in Frankreich eine führende Stellung im Markt der selbstfahrenden Spritzen einnehmen. Die Produkte von Artec werden bis auf weiteres unter der aktuellen Marke in einem spezialisierten Distributionsnetzwerk weiter vertrieben. Mit rund 60 Mitarbeitern am Standort in Corpe (Westfrankreich) erwirtschaftete Artec im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 19 Millionen Euro. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bucher Landtechnik übernimmt einen Teilbereich von Grunderco S.A.

Des weiteren kauft Bucher Landtechnik von der Grunderco S.A. (Schweiz) das Handelsgeschäft mit Mähdreschern sowie das zugehörige Servicegeschäft mit Lohnunternehmern. Die Grunderco S.A. ist mit rund 80 Mitarbeitenden an den Standorten Aesch (Kanton Luzern), Mathod (Kanton Waadt) und Satigny (Kanton Genf) unter anderem im Landmaschinenimport tätig.

Bucher Landtechnik – ein Geschäftsbereich von Bucher Specials für den Handel von Landmaschinen in der Schweiz – übernimmt demnach von Grunderco im Verlauf des vierten Quartals 2018 das Importgeschäft mit New Holland-Mähdreschern sowie das dazugehörende Servicegeschäft für Lohnunternehmer. Die Mitarbeiter dieses Bereichs werden größtenteils in Mathod weiterbeschäftigt, der zum Kompetenzzentrum "Erntetechnik" von Bucher Landtechnik wird. Mit der Transaktion will Bucher Landtechnik die Produktpalette in der Erntetechnik ergänzen, die Präsenz in der Westschweiz stärken und die Position im Schweizer Landtechnikmarkt ausbauen. Im Jahr 2017 erzielte der übernommene Bereich einen Umsatz von rund 20 Millionen Schweizer Franken. Auch hier wurde über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart.

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