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Agritechnica-Neuheiten

Kverneland: Neues zur Agritechnica 2019

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
28.08.2019

Kverneland hat in Norwegen die Agritechnica-Neuheiten präsentiert. Auch außerhalb des Pflugsegmentes gibt es Weiterentwicklungen.

Säkombination Kverneland e-drill maxi plus

Säkombination_Kverneland_e-drill_maxi_plus

Kverneland hat sein Portfolio der Säkombinationen aus Kreiselegge und Sämaschine um die e-drill maxi plus erweitert, eine Säkombination für Aussaat und gleichzeitige Düngung. Sie ist mit einem Gesamt-Tankvolumen von maximal 2100 Liter verfügbar. Der Tank kann in zwei Kammern mit einem Verhältnis von 60:40 oder 70:30 unterteilt werden oder mit 100:0 als Ganzes genutzt werden. Wird ein geteilter Tank genutzt, so wird mit zwei unabhängig arbeitenden Dosiervorrichtungen, die beidseitig angeordnet sind, das Saatgut ausdosiert. Zwei von außen einstellbare elektronische Füllstandssensoren überwachen sowohl kleine Rapsmengen als auch größere Bohnenmengen. Wie bei allen Kverneland e-drill Modellen werden die Ausbringmengen für Saatgut und Dünger über zwei verschiedene Einheiten des Dosiergerätes Eldos gesteuert. Beide sind ISOBUS-kompatibel und elektrisch angetrieben, sodass Dünger und Aussaatmenge unabhängig voneinander eingestellt werden können.
 

Kultivator Enduro / Enduro Pro

Kverneland_Kultivator_Enduro_und_Enduro Pro

Mit dem Kverneland Enduro sind Bodenbearbeitung, Nivellierung und Rückverfestigung in einem Arbeitsgang möglich. Mit der Enduro-Baureihe bietet Kverneland einen 3-balkigen Anbaugrubber von drei bis fünf Meter an. Der Zinkenabstand von 270 Millimeter bei starren Modellen beziehungsweise 285 Millimeter bei der klappbaren Variante in Kombination mit einer hohen Bodenfreiheit von 870 Millimeter ermöglicht, nach Werksangaben, eine besonders gute Durchmischung und reduziert das Verstopfungsrisiko. Die maximale Arbeitstiefe liegt beim Enduro Pro bei 35 Zentimeter und beim Enduro bei 30 Zentimeter. Der Kverneland Enduro/Enduro Pro mit Triflex 700 Zinken stelle die optimale Wahl für tiefes Lockern und das Arbeiten auf schweren und steinigen Böden dar, hieß es in einer Pressemeldung.
 

Kverneland Ackerbausystem – iM Farming

Kverneland_Ackerbausystem_iM_Farming

Innerhalb der Kverneland Group steht iM Farming für das Precision Farming-Konzept. Die Lösungen Goecontrol, GeoSeed, GeoSpread und MultiRate (Variable Ausbringung) haben sich bereits im Einsatz von Kverneland Sämaschinen, Einzelkornsämaschinen, Pflanzenschutzspritzen und Düngerstreuern bewährt. "Nach der erfolgreichen Einführung des i-Ploughs im Jahr 2015 stellt Kverneland in diesem Jahr den ersten ISOBUS Kultivator vor: Den Turbo T i-Tiller für die Stoppelbearbeitung, Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung“, erläutert Dominik Haselhorst, Product Director, Pflüge, Kultivatoren und Scheibeneggen. Im Rahmen der Bodenbearbeitung sei es die optimierte Einstellung der Geräte, durch die Kraftstoff eingespart werden und beste Ergebnisse auf dem Feld für hohe Erträge erzielt werden – nicht zu vergessen der Bedienkomfort und die verlängerte Lebensdauer der Maschine.
 

Anhängespritze Kverneland iXtrack T6

Kverneland präsentierte die neue Anhängespritzenreihe mit der iXtrack T6. Mit der neuen Modellreihe mit Tankvolumen von 5200, 6400 und 7600 Liter erschließt Kverneland ein neues Marktsegment. "Die iXtrack T6 bietet maximale Leistung und Produktivität in Kombination mit einfacher Bedienung und kostenoptimiertem Einsatz", erklärte Norbert Paulus, Produktmanager Pflanzenschutztechnik. Sie ist mit dem Vorgewendemanagementsystem ErgoDrive ausgestattet, welches in der Lage ist, Gestängefunktion und Lenkung mit einem Tastendruck zu aktivieren. Die seitlich einklappbaren HSA-Aluminium- oder wahlweise HSS-Hochleistungsstahlausleger klappen über den Tank und halten das Gestänge von der Traktorkabine fern. Außerdem sorgen sie für einen niedrigen Schwerpunkt beim Transport. Trotz einer Gestängebreite von bis zu 40 Meter liegt die Transportbreite bei maximal 2,55 Meter und die Transporthöhe bei 3,50 Meter.
 

Düngerstreuen per Kverneland MultiRate

Kverneland_MultiRate

Kverneland stellte die variable Dosiermengensteuerung MultiRate auf dem TLX Geospread Düngerstreuer vor. Mit MultiRate ist Hochgeschwindigkeitsstreuen mit einer variablen Düngermenge pro Teilbreite möglich. "Um die richtige Düngermenge an einer bestimmten Stelle auf einem Feld zu dosieren, ist es notwendig, unterschiedliche Dosiermengen innerhalb der Arbeitsbreite ausbringen zu können. Das Geospread System kann das Streubild in Abhängigkeit von der gewünschten Dosiermenge pro Teilbreite variieren. Je nach Variation im Feld und der definierten Applikationskarte können bis zu acht Dosiermengensektionen definiert werden." Das CentreFlow-Streusystem mit acht Schaufeln auf jeder Scheibe soll für eine perfekte Überlappung sorgen. Mit dem CentreFlow-System wird der Dünger in der Vorkammer auf Geschwindigkeit gebracht, bevor er auf die Scheibe trifft und von den Schaufeln aufgenommen wird. Dadurch werden Bruch am Düngerkorn vermieden und ein konstanter Fluss sowie ein gleichmäßiges Streubild sichergestellt.
 

Kverneland Kreiselegge S-Serie

Kverneland_Kreiselegge_S-Serie

Kverneland präsentiert mit der S-Serie eine neue Reihe schwerer Kreiseleggen. Das Standardgetriebe der S-Serie ist mit austauschbaren Zahnrädern versehen, mit denen die Rotordrehzahl einfach gesteuert werden kann. Parallelogramm geführte Seitenschilde mit Überlastschutz ermöglichen, nach Werksangaben, einen reibungslosen Betrieb sowie eine ebene Saatbettbereitung. Serienmäßig mit den QuickFit-Zinken ausgestattet, ist der Zinkenwechsel der Kverneland S-Serie werkzeuglos möglich. Dafür sind die Zinken über einen speziellen Stift sowie einen Clip gesichert, die im Zinkenhalter montiert sind. Je nach Bodenbeschaffenheit stehen aktive oder passive Zinken zur Verfügung. Der Abstand zwischen Wannenboden und Zinkenhaltern sei besonders groß gestaltet, hieß es in einer Pressemeldung. Dadurch können auch größere Mengen an organischem Material sowie Steine ohne das Risiko von Verstopfungen passieren.
 

Kverneland Grubber Turbo T i-Tiller

Kverneland Grubber Turbo T i-Tiller

Der Kverneland Turbo T i-Tiller wurde, nach Angaben des Unternehmens, entwickelt, um beste Arbeitsqualität bei höchster Leistung und gleichzeitig niedrigen Betriebskosten zu gewährleisten. Aus diesem Grund werden die Tiefen- und Nivellierungseinstellungen direkt von der Traktorkabine aus über das ISOBUS-Terminal gesteuert. Darüber hinaus ist die Tiefenverstellung mit der Zugkraftverstärkung verbunden, die Gewicht vom Grubber auf die Hinterachse des Schleppers überträgt. Die Arbeitstiefe der Maschine und die Höhe der Nivelliereinheit lassen sich per Knopfdruck am Terminal einstellen. Das ISOBUS-System des Turbo T i-Tillers verfährt automatisch alle Hydraulikzylinder der Maschine. Die dynamische Zugkraftverstärkung überträgt Gewicht von den vorderen Stützrädern des Grubbers auf die Hinterachse des Schleppers, um die Traktion zu verbessern. Bei hügeligem Gelände wird die Gewichtsübertragung laufend an die Voreinstellungen angepasst.

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