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Land- und Baumaschinenmechatroniker vom Niederrhein losgesprochen

von , am
15.03.2015

53 junge Land- und Baumaschinenmechatroniker feierten am Mittwoch in Uedem den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.

53 Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik wurden in Uedem von Obermeister Peter Müller (2.v.l.) losgesprochen. Zu den Gratulanten gehörte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Günter Krings (rechts). © Werkbild
Als prominenter Gast gratulierte ihnen Dr. Günter Krings. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundes-Innenministerium hielt die Festrede bei der Lossprech-ungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Niederrhein. "Die Landtechnik ist eine Zukunftsbranche, die durch Vielseitigkeit besticht und ein hohes Maß an Innovationspotenzial fordert", sagte Festredner Dr. Günter Krings. Die satellitengesteuerten Präzisionssysteme in heutigen Landmaschinen seien um ein Mehrfaches genauer als das Navi im Pkw. Deshalb müssten die Mechatroniker nicht nur, wie früher der Schmied oder Schlosser, mit Hammer und Zange umgehen können, sondern auch mit computergestützten Messgeräten und Präzisionswerkzeugen. Die jungen `Hand- und Kopfwerker` seien fit in Mechanik, Elektronik, Mechatronik, Pneumatik und Hydraulik. Kein Wunder also, dass der Land- und Baumaschinenmechatroniker im aktuellen Ranking der technischen Berufe auf dem zweiten Platz liege, so Krings.
 
Der wohl exotischste Arbeitsort für einen Land- und Baumaschinenmechatroniker sei die deutsche Forschungsstation am Südpol, fügte der Parlamentarische Staatssekretär hinzu. Aber ob nun in der Antarktis oder im familieneigenen Betrieb - 2Ihr Beruf bietet viele Chancen", betonte Krings. Qualifizierte Mechatroniker seien national und international gefragte Fachleute. Das bestätigte Peter Müller, Obermeister der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Niederrhein: "Wir sind Partner der Landwirtschaft und helfen mit bei der Produktion von Nahrungsmitteln." Solange es Menschen gebe, brauche man Fleisch, Milch, Getreide und Kartoffeln - "und man braucht Land- und Baumaschinen-mechatroniker", sagte Müller. Der Obermeister sprach die 53 jungen Männer von ihren bisherigen Pflichten als Auszubildende los und erhob sie offiziell in den Gesellenstand.
Gemeinsam mit dem Prüfungsvorsitzenden Christoph Strerath ehrte er die Jahresbesten: Hinter Jan-Philip Deryck (Goch) belegte Patrick Köttelwesch (Willich, Ausbildungsbetrieb: Heinrich Moerschen GmbH & Co. KG, Tönisvorst) den zweiten und Matthis Borchers (Ledgen, Johannes Terhart GmbH, Hamminkeln) den dritten Platz. Besonders geehrt wurde Marco Hagmanns aus Geldern (Technik Center Alpen GmbH): Der 21-Jährige hatte den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Ebene der Handwerkskammer Düsseldorf gewonnen. Wenn alles klappt wie geplant, macht er in zwei Jahren seinen Meister. Nach wie vor fasziniert ihn die Abwechslung in seinem Beruf: "Jeder Tag bringt interessante Aufgaben - und wenn wir in der Erntezeit mal eine Nacht durcharbeiten, damit beim Landwirt alles läuft, macht mir auch das Spaß."
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