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Landtechnikmarkt

Landtechnik-Konjunkturlage laut CLIMMAR-Index noch leicht positiv

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
11.10.2018

Auf dem Jahreskongress in Prag waren die 17 nationalen Mitgliedsverbände Zeuge einer Welturaufführung, als der "CLIMMAR-Index" vorgestellt wurde.

CLIMMAR-Index

Der "CLIMMAR-Index" wird von der CLIMMAR (Arbeitsgemeinschaft der europäischen Branchenverbände der Landmaschinen-Händler und -Serviceunternehmen) selbst errechnet. Der Index beschreibt mit nur einem Wert die Lage von Handel und Service der über 16.ooo Fachbetriebe in den 17 europäischen Mitgliedsländern. Er speist sich aus – nach Ländern gewichteten – Werten der jeweiligen aktuellen und erwarteten Umsatz- und Investitionsentwicklung und bewegt sich in einem Korridor von 3 (über all besteht die beste Ausgangslage) bis -3 (das wäre überall Negativmaximum). CLIMMAR-Präsident Erik Hogervorst erklärte: "Der CLIMMAR-Index ist damit der erste und einzige Branchen-Kennwert, der exklusiv für Europa die Branchenlage in der Landtechnik bezogen auf Handel und Service beschreibt."

CLIMMAR-Index immernoch positiv

Aktuell liegt der CLIMMAR-Index mit 0,61 noch leicht im Plus, hat aber einen Höchstwert im Vor-Halbjahr gerade hinter sich. Das passt genau auch zur Branchenwetterlage, die in fast ganz Europa nach einem ordentlichen Frühjahr in der Folge der sommerlichen Dürre immer weniger Maschinen hat absetzen können, entsprechend das Investitionsgeschehen eingeschränkt hat.

Lage in Europa sehr unterschiedlich

Umsatzerwartung

Das ist auch in der Sicht auf die einzelnen Länder nachzuweisen: Unterteilt man die Antwortmöglichkeiten auf die zehn Fragen zur Entwicklung von Umsatzgruppen, Kosten, Mitarbeiter, Lager und Investitionen in "besser/mehr", "gleichgeblieben" und "schlechter/weniger" und gibt diesen unterschiedliche Farben (analog: grün, grau und rot), so kommt für das erste Halbjahr 2018 ein eher grünes Europa raus: Ausnahmen bilden die Schweiz und die Slowakei. In allen Ländern war der Umsatz besser als oder mindestens gleich wie im Vorjahreszeitraum. Dieselbe Frage aber in Richtung Erwartung an den Umsatz für das zweite Halbjahr führt zu zum Teil erheblichen Farbschwankungen, Europa wird deutlich grau-roter, nur in Luxemburg, Tschechien und Frankreich werden weitere Steigerungen erwartet.

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