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Lemken investiert -trotz leichtem Umsatzrückgang- weiter

von , am
13.02.2015

Lemken erfährt in Osteuropa leichten Umsatzrückgang. Trotzdem möchte Lemken seine Investitionen in Erweiterungen sowie moderne Fertigungsmethoden weiter umsetzen.

Frontbehälter Gemini, Anbaufeldspritze Sirius © Werkbild
Für Lemken, dem Spezialisten für den professionellen Pflanzenbau, hat das Geschäftsjahr 2014 nach drei sehr guten Jahren in Folge erstmals wieder eine Abkühlung gebracht. Insgesamt 345 Millionen Euro Umsatzerlöse für die Lemken Gruppe bedeuten einen Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichwohl wurde das zweitbeste Umsatzvolumen in der Geschichte des Landtechnikspezialisten erreicht.
 
Deshalb zeigte sich Geschäftsführer Anthony van der Ley durchaus zufrieden: "In einem schwierigen Umfeld, was vor allem die politischen Krisen betrifft, haben wir uns gut behauptet und tatsächlich unsere Marktposition ausbauen können."So ist Lemken in Deutschland mit Umsätzen von 102 Millionen Euro, die auf dem guten Vorjahresniveau gehalten werden konnten, der führende Anbieter. Dagegen litten die Geschäfte vor allem in Osteuropa, aber auch in Frankreich, wo sich eher wirtschaftliche Faktoren bemerkbar machten, so dass die Exportrate um zwei Prozentpunkte auf 70 Prozent zurückging. Hierbei wirkte sich außerdem der starke Währungsverfall in den für Lemken wichtigen Absatzgebieten Russland und der Ukraine negativ aus.
 
Lemken ist mit seiner innovativen Gerätetechnik auf über 50 Märkten vertreten - Schwankungen in einzelnen Regionen können dadurch gut aufgefangen werden. Positiv liefen beispielsweise die Geschäfte in den übrigen westeuropäischen und südlichen Regionen. Das Lemken eigene Montagewerk im chinesischen Qingdao stellt Maschinen für den lokalen Bedarf her; dort konnten die Umsätze auch dank des mittlerweile breit aufgestellten Verkaufsteams deutlich gesteigert werden. Erfolgreich entwickelten sich außerdem die Umsätze in Kanada, wo vor allem die Lemken Kurzscheibeneggen auf rege Nachfrage trafen. Insgesamt 14 400 Geräte wurden im abgelaufenen Jahr an den deutschen Standorten in Alpen, Föhren und Meppen produziert. Zu den neuen Geräten, die 2015 an den Start gehen, gehören der Gemini Fronttank, die Profi-Kreiselegge Zirkon zwölf als komplettes Programm von drei bis sechs Metern sowie der aufgesattelte Karat mit dem ausgezeichneten Bodenanpassungssystem ContourTrack.
 
{BILD:628923:jpg}Für das laufende Jahr erwartet das Familienunternehmen eine nochmals leicht rückläufige Entwicklung, da die Rahmenbedingungen unverändert unsicher sind und befindet sich damit im Trend der Branche. Weil aber die grundsätzlichen Marktfaktoren positiv bleiben und sich der Trend zur Professionalisierung der Landwirtschaft erwartet fortsetzen wird, hält Lemken an seinen Plänen fest. "Deshalb werden wir trotz der gegenwärtigen konjunkturellen Schwäche unsere Investitionen in Erweiterungen sowie moderne Fertigungsmethoden weiter umsetzen. Entwicklung, Qualität und Service stehen bei unseren aktuellen Projekten besonders im Fokus", führt van der Ley aus.
 
22 Millionen Euro wurden im abgelaufenen Jahr eingesetzt, unter anderem für Hallenerweiterungen beim Wareneingang und bei der Vorfertigung. In diesem Jahr soll zudem das neue Entwicklungswerk fertiggestellt werden, das Platz für über 100 Ingenieure sowie eine Versuchshalle bietet. Ein neuer Standort für die Feldspritzenproduktion in Haren (Ems), eine umfangreiche AgroFarm für Trainingszwecke sowie ein moderner Vertriebsstandort in Frankreich sind außerdem in Planung.
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