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Händlerzufriedenheitsbarometer 2017

LTU 2018: Erneut ein Wechsel an der Spitze

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
11.01.2018

Wie schon vor zwei Jahren hat Fendt den ersten Platz beim deutschen Händlerzufriedenheitsbarometer an Kubota abgeben müssen.

DSI_2018_Deutschland

Heute wurden auf den Landtechnischen Unternehmertagen 2018 in Würzburg – wie jedes Jahr – die deutschen Ergebnisse des Händlerzufriedenheitsbarometers präsentiert. Dabei hat sich das Szenario von vor zwei Jahren wiederholt: Fendt wurde durch Kubota vom ersten Platz verdrängt.

Folglich hatte das japanische Unternehmen schon wieder Grund zum Feiern, nachdem bereits auf der Agritechnica 2017 bekannt gegeben wurde, dass Kubota auch beim europäischen Dealer Satisfaction Index (DSI) Fendt erstmals von Platz 1 verdrängen konnte. Die "Dealer First"-Strategie der Japaner – die ebenfalls heute auf den LTU durch Kazunari Shimokawa (Executive Officer, President of Kubota Europe S.A.S.) erläutert wurde – scheint also Früchte zu tragen.

Kubota steigert Ergebnis deutlich

Bei der Befragung der A-Händler zu den 14 Themengruppen konnte Kubota teilweise sehr gute Werte und enorme Sprünge nach vorne aufzeigen. So wurden unter anderem bei der Ersatzteilevermarktung, dem AfterSales & Garantie, der Abwicklung & Zahlungsbedingungen, sowie dem Schulungswesen die Stärken von Kubota deutlich. Insgesamt konnte das Unternehmen – bei der üblichen Benotung von 0 bis 20 – sein Ergebnis von 14,72 (2016) auf 15,74 steigern.

Das Ergebnis von Fendt ist weitestgehend auf demselben, durchaus guten Niveau geblieben und hat nur wenig Raum verloren (von 15,26 auf 15,11). Insbesondere bei den Bereichen Image & Außendarstellung, dem Diebstahlschutz, der Traktorenvermarktung und dem Beitrag zur Profitabilität sind die Marktoberdorfer die Platzhirsche in der Traktoren-Branche.

Durchschnittsnote: Eine gute 13,7

Auf dem dritten Platz konnte sich Claas behaupten. Der Hersteller bewegt sich seit mehreren Jahren relativ ruhig auf einem hohen Niveau und erreichte eine Note von 14,79. Im Vorjahr lag der Wert bei 15,15. Die Stärken der Saatengrünen liegen unter anderem in der Traktorenvermarktung, der Werbung und Produktunterstützung sowie dem Management.

Nach Claas folgen Valtra (13,98), Same (13,6), John Deere (12,94), Massey Ferguson (12,77), Deutz Fahr (12,58), New Holland (12,34) und Case IH (11,91). Hier haben vor allem Case IH, New Holland und Valtra ihre Bewertungen deutlich verbessert.

Die Durchschnitts-Benotung aller teilnehmenden deutschen A-Händler für deren Traktoren-Lieferanten liegt bei 13,7. Das sei, so Ulrich Beckschulte (Geschäftsführer des Bundesverbandes LandBauTechnik), der auch heuer wieder die Ergebnisse präsentierte, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr.

273 A-Händler haben an der Umfrage teilgenommen

DSI_2018_Uebergabe

Um den Herstellern eine Analyse der Ergebnisse in den einzelnen Themenbereichen zu ermöglichen, überreichte Ulrich Beckschulte den Firmenvertretern wie üblich die vollständigen Auswertungen.

Insgesamt wurden bei der Erhebung 60 Fragen an die Fachhändler gestellt. Diese verteilten sich auf die 14 Kernthemen Image & Außendarstellung, Schleppervertrieb, Teilevermarktung, Aftersales & Garantie, Informationswesen & EDV, Werbung & Produktunterstützung, Abwicklung & Zahlungskonditionen, Schulungswesen, Management, Händler-Hersteller-Verhältnis, der Fabrikatsbeitrag zur Händlerprofitabilität, Entwicklung & Fortschritte, Finanzierungsangebote sowie Diebstahlschutz.

In Deutschland waren die Vertragshändler der zehn genannten Fabrikate angeschrieben worden, insgesamt 511 Betriebe. Mit 273 Rückläufern vermeldete der deutsche Verband in etwa dasselbe Ergebnis wie im Vorjahr.

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