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Mahle übertrifft eigene Ziele im ersten Halbjahr 2015

von , am
08.09.2015

Der Mahle Konzern hat im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 5,53 Milliarden Euro erzielt und ist damit um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 324,5 Millionen Euro um 17,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge stieg auf 5,9 Prozent. „Mit diesem Halbjahresergebnis haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen. Hohe Wechselkurseffekte sind zu berücksichtigen, die sich für uns positiv ausgewirkt haben“, sagt Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung. Für das Gesamtjahr erwartet Mahle insgesamt ein Wachstum von etwa 15 Prozent auf etwa 11,4 bis 11,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr ist Mahle in allen Geschäftsfeldern und allen Regionen außer in Südamerika gewachsen. Wenige Impulse kommen vom europäischen Fahrzeugmarkt, wo Mahle rund
51 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt hat. Zwar zeigen die Märkte in Italien und Spanien eine deutliche Erholung, doch können sie den starken Rückgang in Osteuropa und vor allem in Russland (minus 26 Prozent) nicht kompensieren. „Die aktuelle Lage ist wenig ermutigend. Gleichwohl sollte man das Potenzial dieses Marktes nicht unterschätzen. Mittelfristig ist dort ein überdurchschnittliches Wachstum zu erwarten“, stellt Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung fest. Besonders erfreulich war die Entwicklung in Nordamerika. Mahle steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2015 um etwa 19 Prozent und erwirtschaftet in diesem Markt nun rund 24 Prozent des Konzernumsatzes. „Wir konnten den Schub in dieser Region nutzen, die mit einer Rate von drei Prozent bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen derzeit am stärksten wächst“, sagt Scheider. Die Produktion von schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen liegt hier sogar mit 8,5 Prozent im Plus. Bis Ende 2015 wird Mahle in Mexiko mehr als 8 000 Mitarbeiter an zehn Standorten beschäftigen. Deutlich an Dynamik hat Asien verloren, wo Mahle den Umsatz aber dennoch gegen den Trend um über 22 Prozent steigern konnte. Spürbar ist vor allem der Rückgang der Nutzfahrzeugproduktion in China, während sich in diesem Bereich der indische Markt deutlich erholt hat. Für einen bedeutenden lokalen Hersteller in China wird Mahle in den kommenden Jahren Kühlmodule für zwei Otto-Turbomotoren-Familien liefern.
 
Schwierig bleibt die Entwicklung auf dem lateinamerikanischen Markt, in dem Mahle derzeit allerdings nur rund sechs Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Trotzdem konnte sich der Konzern gut behaupten, obwohl die Fahrzeugproduktion in der Region in diesem Jahr voraussichtlich um über 16 Prozent zurückgehen wird. „Südamerika gehört weiterhin zu den Märkten mit großem Potenzial, auch wenn die aktuelle Lage extrem schwierig ist. Es wäre darum ein Fehler, diese Region abzuschreiben“, betont Scheider. Insgesamt wirken die negativen Entwicklungen in den wichtigen Regionen der Welt dämpfend auf die weltweite Fahrzeugproduktion. Unter dem Strich werde darum nur eine verhaltene Steigerung um 1,7 Prozent auf rund 89 Millionen Einheiten erwartet, was jedoch einem neuen Spitzenwert der Fahrzeugproduktion entspricht.
 
Zum 30. Juni beschäftigte Mahle rund 67 000 Mitarbeiter an 170 Standorten weltweit und damit 5,5 Prozent mehr als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt.
 
Das Halbjahresergebnis des Konzerns beinhaltet erstmals die konsolidierte Letrika- Gruppe und Amovis mit insgesamt gut 110 Millionen Euro Umsatz. Noch nicht in den Zahlen des ersten Halbjahres berücksichtigt ist die im Februar übernommene Thermosparte des US-Zulieferers Delphi, die seit dem
 30. Juni 2015 mit etwa 7 500 Mitarbeitern an 13 Standorten dem Mahle Konzern rechtlich angehört. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erzielt.
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