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Halbjahresergebnis 2016

Manitou Group steigert leicht den Umsatz

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
04.08.2016

Die Manitou Group hat im ersten Halbjahr 2016 Umsatzerlöse von 689 Millionen Euro erzielt. Das bedeutet eine Steigerung von einem Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 sowie von drei Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Der Nettogewinn Manitou Group betrug im ersten Halbjahr 2016 rund 23 Millionen Euro, im Vergleich zu 17 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Der Vorstand von Manitou BF versammelte sich vor kurzem, um den Halbjahresbilanzbericht von 2016 zu genehmigen.

Michel Denis (Präsident und Vorstandsvorsitzender) gab bekannt: "Eine Zunahme der Umsatzerlöse von fünf Prozent in Q2 im Vergleich zu 2015 erlaubte uns, die erste Jahreshälfte mit einer Umsatzsteigerung von drei Prozent bei konstanten Wechselkursen abzuschließen. Südeuropa – Frankreich eingeschlossen – trug entscheidend zu dieser guten Leistung bei, während die Umsätze in Nordamerika weiterhin stark abbauten. Aus Sicht des Marktes erzielten wir starkes Wachstum in der Bauwirtschaft, insbesondere durch Geschäfte mit Vermietungsunternehmen und Händlern, die dank des Macron-Gesetzes in Frankreich Aufschwung erhielten. Der Agrarhandel litt hingegen unter den weltweit sinkenden Preisen für Milch und sonstige Rohstoffe. 
Das erste Halbjahr sollte einen weiteren Meilenstein bei der Steigerung unserer Ertragskraft mit einem Anstieg unserer wiederkehrenden Betriebseinnahmen um 110 Basispunkte darstellen. Der gute Jahresbeginn in Kombination mit einem stärkeren Auftragsbuch verleiht uns einen Vorsprung in unserer geplanten Roadmap. Eine hoch willkommene Entwicklung in einer Wirtschaftsumgebung, in der es in naher Zukunft keine Hoffnung auf eine Verbesserung des Agrarhandels gibt, in der Märkte den Auswirkungen von Brexit ausgesetzt sind und in der die Saisonabhängigkeit von Produktionsraten weniger günstig als in H1 ausfallen könnte. 
Diese Situation erlaubt uns, ein erwartetes Umsatzwachstum von circa zwei Prozent im Jahr 2016 zu bestätigen, mit einer Steigerung der wiederkehrenden Betriebseinnahmen um etwa 50 Basispunkte im Vergleich zu Dezember 2015."

Geschäftsübersicht nach Division

Zum Halbjahresergebnis der einzelnen Divisionen meinte das Unternehmen in einer Pressemeldung: "Die Material Handling and Access Division (MHA, Abteilung für Materialtransport und Zugang) erzielte einen Halbjahresumsatz von 475 Millionen Euro, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 eine Steigerung von 13 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Die Geschäftstätigkeit profitierte vom Aufschwung des Baugewerbes in Südeuropa, insbesondere in Frankreich dank des Macron‐Gesetzes. Der Industriesektor zeigte gute Leistung, während der Agrarbereich aufgrund der weiterhin niedrigen Preise für Milch und andere landwirtschaftliche Rohstoffe schwächer wurde.

Angetrieben durch das Geschäftswachstum und die Betriebs‐ und Finanzkontrolle verbesserte die Abteilung ihre Ertragskraft maßgeblich. Die Betriebseinnahmen der Abteilung betrugen 7,4 Prozent des Umsatzes im Vergleich zu 4,3 Prozent im Jahr 2015.

Die Compact Equipment Products Division (CEP, Abteilung für Kompaktmaschinen und ‐produkte) erzielte einen Umsatz von 103 Millionen Euro, ein Rückgang von 29 Prozent verglichen mit dem ersten Halbjahr 2015. Dabei ist zu beachten, dass dieser Rückgang beim Vergleich von Ende ersten Quartal 2015 mit dem zweiten Quartal 2016 42 Prozent beträgt. Die Geschäftstätigkeit in Nordamerika wurde weiterhin von der ungünstigen Geschäftslage bei Vermietungsunternehmen, dem schwächer werdenden Agrarhandel und dem Druck beeinträchtigt, den der Dollarkurs auf Exportprodukte außerhalb der USA ausübt.

Durch den Wettbewerbsdruck und das Ausmaß des Volumenrückgangs im ersten Quartal gelang es der Abteilung in diesem Halbjahr nicht, ihre Gewinnschwelle zu erreichen. Die wiederkehrenden Betriebseinnahmen betrugen ‐2,5 Prozent des Umsatzes im Vergleich zu 4,7 Prozent im ersten Halbjahr 2015.

Mit einem Umsatz von 111 Millionen Euro verbuchte die Services and Solutions Division (S&S) ein Wachstum von einem Prozent bei seiner Geschäftstätigkeit (drei Prozent bei konstanten Wechselkursen). Die Abteilung beschäftigte sich weiterhin mit der Entwicklung und Umstrukturierung neuer Dienstleistungsangebote und Hilfsmittel. Die auf den Abteilungsgrundsätzen basierenden Tätigkeiten ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung ihres Finanzprofils mit 4,7 Prozent wiederkehrender Betriebseinnahmen am Umsatz im Vergleich zu 4,1 Prozent im ersten Halbjahr 2015."

Prognose für 2016

Manitou bestätigt eine erwartete Umsatzsteigerung von zwei Prozent und eine Verbesserung wiederkehrender Betriebseinnahmen um circa 50 Basispunkte.

Manitou kauft Aktienkapital von der Toyota Industries Corporation zurück

Weiter gab die Manitou BF vor kurzem die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Manitou BF und der Toyota Industries Corporation bekannt, die den Erwerb von 1.120.000 seiner eigenen Aktien seitens Manitou BF zu einem verhandelten Preis von 13,38 Euro pro Einheit betrifft. Das Entspricht rund 2,8 Prozent seines Aktienkapitals.

Diese Aktien wurden im Rahmen einer außerbörslichen Paket‐Transaktion für den ausgehandelten Gesamtbetrag von 14.985.600 Euro von der Toyota Industries Corporation zurückgekauft. Der Erwerb dieser Aktien folgte der Auflösung der Industriepartnerschaft der beiden Unternehmen im Dezember 2014.

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