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Mann+Hummel gibt Geschäftszahlen bekannt

von , am
31.03.2015

Der Umsatz der Mann+Hummel mit Sitz in Ludwigsburg ist im Geschäftsjahr 2014 um 120 Millionen Euro oder um nominal 4,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen (2013: 2,68 Milliarden Euro). Währungsbereinigt beträgt der Umsatzanstieg 8,9 Prozent.

Alfred Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mann+Hummel. © Werkbild
Die Ergebnismarge (EBIT) liegt nach Sonderbelastungen bei fünf Prozent (2013: 5,6 Prozent). Durch Akquisitionen erhöht sich die Mitarbeiterzahl um 769 auf weltweit
16 000. Das unabhängige amerikanische Marktforschungsinstitut Freedonia bestätigte das Unternehmen nach 2012 auch 2014 als Weltmarktführer in Filtration.
 
Alfred Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mann+Hummel, nennt das Jahresergebnis seines Unternehmens "solide". "Unser Kerngeschäft hat sich durchweg zufriedenstellend entwickelt. Das Ergebnis wurde zwar durch negative Sonderfaktoren belastet, ist aber insgesamt eine solide Teamleistung." Weber bedankte sich ausdrücklich für das herausragende Engagement der mittlerweile fast 16 000 Mitarbeiter, die an über 60 Standorten weltweit den Erfolg des Unternehmens sicherstellten.
 
Mann+Hummel hatte bereits bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen im September 2014 auf ein schwächeres zweites Halbjahr hingewiesen. In seiner Bilanzvorlage wies Frank B. Jehle, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung und Finanzchef des Ludwigsburger Familienunternehmens auf die stärksten Ergebnisbelastungen hin. "Drei unabhängige Faktoren haben das Ergebnis gedrückt: Der Markteinbruch in Südamerika, Einmalkosten aus der Integration des amerikanischen Ersatzgeschäfts der Marke Purolator und drittens die Wechselkurseffekte."
 
2014 hat Mann+Hummel zwei Unternehmen außerhalb des Automobilsektors zugekauft, beziehungsweise eine Beteiligung erworben. Mann+Hummel folgt damit seiner Wachstumsstrategie, die unter anderem den Vorstoß in Filtrationsanwendungen außerhalb der Automobilindustrie vorsieht. Das im schwedischen Svenljunga ansässige Unternehmen Vokes Air ist ein führender Anbieter von Filtrationsanwendungen für die Raumluftreinigung und das Segment HVAC (Heating, Ventilation, Air Conditioning). Diese Segmente haben rund 15 Prozent Anteil am Weltfiltrationsmarkt und verfügen über attraktive Wachstumsraten.
 
Im Mai 2014 ergänzte Mann+Hummel sein seit 2010 betriebenes Wasserfiltrationsgeschäft durch den Erwerb einer 50 Prozent Beteiligung am Wasserfiltrationsexperten Microdyn-Nadir. Das in Wiesbaden ansässige Unternehmen ist auf Produktion und Vertrieb von Flachmembranen spezialisiert und gilt weltweit als ein führender Lieferant von Membranen und Modulen für die Mikro-, Ultra- und Nanofiltration. Erst im Februar dieses Jahres hat Mann+Hummel das Unternehmen vollständig übernommen. Das Wassergeschäft des Filtrationsexperten mit Niederlassungen in Brasilien, Singapur, China, USA und Deutschland wird zentral von Wiesbaden geführt.
 
Im Industrie- und Maschinenbau dürfte laut Branchenverband VDMA die Investitionstätigkeit 2015 steigen. Der VDMA prognostiziert für 2015 ein Wachstum von fünf Prozent. "Diese Einschätzung teilen wir", sagte Wolf. "Wir gehen davon aus, dass unser Geschäftsbereich Industriefiltration 2015 seinen Umsatz- und Ergebnisbeitrag weiter erhöht."
 
Dem globalen Preis- und Wettbewerbsdruck begegnet Mann+Hummel mit einer ambitionierten Wachstumsstrategie. "Wesentliche Bausteine unserer Strategie 2022 sind Innovationen und der Fokus auf Filtration", erläutert Weber. "Das weitere Wachstum wird auch zukünftig zu einem erheblichen Teil durch Zukäufe vorangetrieben." Auch wenn der Konzernchef keine Einzelheiten preisgab, sei klar, "dass auch die nächste Akquisition ein Filtrationsunternehmen sein wird". Filtration sei der unbestrittene Markenkern des nunmehr 74 Jahre alten Ludwigsburger Filterwerks.
 
"Der Neubau unseres Technologiezentrums in Ludwigsburg ist ein wichtiges Bekenntnis zum Standort Deutschland. Genauso wichtig und richtig ist jedoch unsere weitere Internationalisierung", beschreibt Alfred Weber die vorgesehene Entwicklung des Unternehmens. Vom Ludwigsburger Filterwerk habe man sich zum "Global Player" entwickelt, der für seine Kunden an über 60 Standorten weltweit zu Hause sei.
 
Für 2015 hat sich Mann+Hummel vorgenommen, seine Wachstumsstrategie weiterzuverfolgen. "Unser Augenmerk liegt besonders auf nachhaltigem Wachstum. Und das ist kein Selbstzweck, sondern zwingende Voraussetzung, um auch morgen Innovations- und Marktführer zu bleiben", so der Konzernchef. "Die zahlreichen Auszeichnungen, die wir auch 2014 wieder von Kunden aus allen Bereichen erhalten haben, bestätigen unsere Strategie. Offenbar ist es uns gelungen, unsere Wettbewerbsvorteile Qualität, Service und Innovationen zu schärfen und zu vermitteln."
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