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Geschäftsentwicklung

MANN+HUMMEL vermeldet kräftiges Umsatzplus

von , am
15.05.2017

MANN+HUMMEL hat im Geschäftsjahr 2016 seinen Umsatz um 14 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro (2015: 3,04 Milliarden Euro) gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat sich deutlich auf 334,9 Millionen Euro (2015: 239,5 Millionen Euro) verbessert. Die EBITDA-Marge erreicht 9,6 Prozent (2015: 7,9 Prozent).

Mann und Hummel Fahnen
© MANN + HUMMEL

MANN+HUMMEL-Finanzgeschäftsführerin Emese Weissenbacher zeigte sich mit dem Jahresergebnis insgesamt zufrieden: „Wie angekündigt, konnten wir im Jahresverlauf 2016 beim Umsatz kräftig zulegen. Unsere operative Ertragskraft ist in Ordnung, auch wenn Umsatz und Ergebnis durch negative Effekte belastet sind.“ Negative Währungseffekte und Wertberichtigungen auf Akquisitionen haben Umsatz beziehungsweise Ergebnis (EBIT) beeinträchtigt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 115,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert; das entspricht einer EBIT-Marge von 3,3 Prozent (2015: 4,5 Prozent). Als Begründung werden Wertberichtigungen in Höhe von 60 Millionen Euro angeführt.

Mit Filtration in die Zukunft

Gleichzeitig hat MANN+HUMMEL die Weichen für das profitable Wachstum von morgen gestellt. Dabei hilft der Fokus auf Filtration, die Kernkompetenz des Unternehmens. „Schon heute entwickeln und fertigen wir wegweisende Technologien für die Gesundheit und Mobilität von Menschen. Morgen werden wir zunehmend auch mit Filtrationsanwendungen außerhalb des Automobilsektors profitabel wachsen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Alfred Weber bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 am Mittwoch in Ludwigsburg. „Die Automobil- und Maschinenbauindustrie befinden sich im Wandel. Gleiches gilt für unser Geschäftsmodell. Treiber sind alternative Transportlösungen, die Digitalisierung und die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit. Selten war es interessanter und chancenreicher, die Mobilität und die Industrie der Zukunft mitzugestalten“, fügte er hinzu.

Die im Mai 2016 erfolgreich abgeschlossene Akquisition des Filtrationsgeschäftes der US-amerikanischen Affinia Group hat sich weiterhin erfreulich entwickelt. Der Geschäftsbereich liefert vornehmlich Filtrationsprodukte für den Schwerlastbereich und Hydraulikanwendungen und ergänzt das MANN+HUMMEL Produkt- und Markenportfolio.

Mitarbeiterzahl 2016

2015 beschäftigte MANN+HUMMEL weltweit 16.607 Mitarbeiter. Durch den Erwerb der Affinia Group stieg die Anzahl der Mitarbeiter deutlich an. Im Berichtsjahr 2016 waren 20.646 Menschen in der Unternehmensgruppe beschäftigt.

Forschung und Entwicklung

2016 hat der Konzern 126 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert und wird beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) seit sechs Jahren in Folge zu den 50 aktivsten Patentanmeldern gezählt.

Prognose für 2017

Für die Zukunft sieht Unternehmenschef Alfred Weber den Filtrationsexperten bestens gerüstet: „MANN+HUMMEL ist finanziell grundsolide und technologisch stark aufgestellt. Wir wissen, wo wir hin wollen und sind fit für die Zukunft.“ 2017 wird die Akquisition der Affinia Group erstmalig für ein ganzes Geschäftsjahr konsolidiert. Weber erwartet für das Jahr 2017 einen Konzernumsatz von etwa 3,8 Milliarden Euro und eine Verbesserung der Ertragskraft.

In der digitalen Transformation wie auch in alternativen Antrieben liegen für Weber große Chancen: „Sauberen, intelligenten und netzwerkfähigen Maschinen und Fahrzeugen gehört die Zukunft. Daraus ergeben sich neue Geschäftsfelder für unser Unternehmen.“ Zum großen Durchbruch sei aber noch ein Technologiesprung in der Batterietechnik nötig. Auch in zehn Jahren würden vermutlich weniger als fünf Prozent der Fahrzeuge rein elektrisch angetrieben. Für Hybridantriebe stelle das Unternehmen schon heute ein breites Filterangebot bereit und werde sein Produktportfolio immer weiter in Richtung neuer Anwendungen auch zur Filtration von Luft und Wasser ausbauen.

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