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Massey Ferguson: Neuerungen bei großen Quaderballenpressen

von , am
05.08.2015

Massey Ferguson führt das ProCut-System für seine großen Quaderballenpressen der Serie MF 2200 ein.

© Werkbild
Dieses mit aufsteckbaren Schneidrotorfingern versehene System ermöglicht dem Landwirt nicht nur einen erheblich höheren Durchsatz und einen saubereren, gleichmäßigeren Schnitt, sondern dank einfachem Zugang auch eine problemlose Wartung. Die Messer sind in einem schnell absenkbaren Schneidwerksboden montiert, konkret in einem Messermagazin, das sich dank Easy Glide-Wälzlagerung zwecks optimaler Wartung auf der linken Seite vollständig ausfahren lässt, so der Hersteller.
 
"Anhand des Kundenfeedbacks wissen wir, dass Siloballen aus zerkleinertem Pflanzenmaterial die Mischdauer im Futtermischwagen nicht selten halbieren und zugleich Energie sparen. Ballen aus zerkleinertem Stroh finden inzwischen nicht nur als Lagerstreu, sondern auch als TMR-Bestandteil immer häufiger Verwendung, weshalb Landwirte einen feineren Schnitt benötigen", erläutert Mark Grigson, Leiter des Produktmarketings im Bereich Erntetechnik.
 
ProCut ist für die Modelle MF 2240, MF 2250, MF 2260, MF 2270 und MF 2270 XD verfügbar.
 
Der ProCut-Schneidrotor mit einem Durchmesser von 650 Millimeter verfügt über 26 Millimeter breite, oberflächengehärtete Gussstahlfinger in einer spiralförmigen V-Anordnung. Der Rotor ist bei einer Ballenbreite von 80 Zentimeter mit 54, beziehungsweise bei einer Ballenbreite von 120 Zentimeter mit 108 Fingern versehen und dreht sich mit 120 Umdrehungen pro Minute - zehn Prozent schneller als bei Vorgängermodellen. Ein Schneidrotorfinger besteht aus drei Segmenten, wovon sich jedes am Tragrohr aufstecken und mittels Schrauben fixieren lässt. Diese neuartige Montage erlaubt den zügigen Austausch beschädigter Segmente ohne Ausbau des Schneidrotors. Der mühelose Austausch der Finger spart somit wertvolle Zeit und sorgt zudem für optimale Leistung.
 
{BILD:640369:jpg}ProCut-Ballenpressen warten mit einem komplett neu entwickelten, hydraulisch absenkbaren Schneidwerksboden auf, in dem das einteilige Messermagazin untergebracht ist. Dieses lässt sich dank Easy Glide-Wälzlagerung problemlos auf der linken Seite der Presse ausfahren. Werkzeuge sind dazu nicht erforderlich. Nach dem Absenken des Schneidwerksbodens genügt es, einen Sicherungshebel zu betätigen, um das gesamte Messermagazin zwecks müheloser Wartung oder Reparatur seitlich herauszuziehen.
 
ProCut-Messer - 17 Stück bei einer Ballenbreite von 80 Zentimeter beziehungsweise 26 Stück bei einer Ballenbreite von 120 Zentimeter - sind über die gesamte Breite des Schneidwerks im Abstand von jeweils 43,5 Millimeter angeordnet und ermöglichen so einen feinen, konsistenten Schnitt. Die 4 Millimeter dicken Messer aus Wolframstahl weisen neuartig geformte Sägezähne auf, die für eine längere Standzeit der Messer sowie geringeren Energieverbrauch sorgen.
 
Im Magazin des Schneidwerks stehen gleich zwei hydraulisch auswählbare Messergruppen zur Verfügung, sodass der Bediener jederzeit zwischen den beiden Messergruppen wechseln und so die Schnittlänge ändern kann. Der auf jeder Seite der Ballenpresse auf Hydraulikzylindern ruhende Schneidwerksboden lässt sich von der Kabine aus hydraulisch absenken. Auch der Austausch von Messern gestaltet sich denkbar einfach, denn hierzu ist lediglich die Haltewelle ein kleines Stück zu drehen und das jeweilige Messer herauszuheben. Beide Messergruppen sind mit einer hydraulischen Sicherung ausgerüstet. Hierzu ist auf jeder Seite ein Druckspeicher vorhanden, der bei entsprechendem Druck das Ausweichen der Messergruppe und anschließendes Passieren von Fremdkörpern gestattet.
 
Zur sicheren Handhabung des nunmehr deutlich höheren Durchsatzes wurde der Antriebsstrang der ProCut-Ballenpressen von Massey Ferguson entsprechend verstärkt. Alle Sechs-Knoter-Ballenpressenmodelle (das heißt für Ballen einer Breite von 120 Zentimeter) verfügen über ein neues Getriebe mit breiteren, stärkeren Zahnrädern, Hochleistungslagern sowie hitzebeständigen Spezialdichtungen.
 
Die Rutschkupplung mit 78 Prozent mehr Oberfläche überträgt nun ein um bis zu 35 Prozent höheres Drehmoment und ermöglicht so nicht nur einen gesteigerten Durchsatz, sondern auch eine entsprechend konstante Leistungsbereitstellung hierfür. Neben der neuen Rutschkupplung zählt auch eine überarbeitete Kurvenbahn der Pickup zu den Neuerungen. Dies erlaubt ein besseres Timing und eine effizientere Aufnahme des Schwads. Die neue Steuerung der Pickup-Zinken gehört nun zum Standardlieferumfang aller großen Quaderballenpressen von Massey Ferguson.
 
Die Steuerung des ProCut-Systems erfolgt über das ISOBUS-kompatible C1000-Terminal, das jetzt auch über Tasten zur Steuerung von Messern und Hydraulik-Sicherheitsventilen verfügt.
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