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"Ich bin ein großer Nutzer der Digitalisierung"

Nachgefragt...

am Freitag, 19.07.2019 - 12:19

Eike-Christian Behne arbeitet seit 2012 bei der Agravis Technik Heide-Altmark. Mittlerweile ist er dort für den kompletten Gebrauchtmaschinenbereich verantwortlich. Die Agravis Technik Heide-Altmark umfasst aktuell neun Standorte mit 195 Mitarbeitern.

Eike-Christian Behnen

Herr Behne, wie sah der Weg bis zu Ihrer heutigen Position aus?
Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen und wurde schon als Kind mit diesem Virus infiziert. Im Jahre 2008 habe ich meine Lehre als Landwirt abgeschlossen und mich direkt in der Fachoberschule Landwirtschaft in Ebstorf angemeldet, mit dem Ziel mein bisheriges Wissen im Studium zu vertiefen. Aus persönlichen Gründen habe ich mein Studium nicht abgeschlossen und mich stattdessen in der einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft eingetragen. Die Fachschule habe ich 2012 als staatlich geprüfter Wirtschafter beendet. Zum damaligen Zeitpunkt ist mir bewusst geworden,  dass ich der Landwirtschaft zwar treu bleiben möchte, jedoch lieber im vor- und nachgelagerten Bereich arbeiten möchte.
Bei der Agravis begann ich eine weitere Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann. Währenddessen habe ich in alle Bereich der Firma einen Einblick bekommen. Es hat sich jedoch schon früh gezeigt, dass ich mich gerne mit den Gebrauchtmaschinen und dem dazugehörigen Prozess befasse, und diesen verbessern möchte. Nach der Ausbildung wurde ich als Verkäufer mit Schwerpunkt Gebrauchtmaschinen eingestellt. Seit Januar 2016 bin ich nun für den kompletten Bereich Gebrauchtmaschinen in der Agravis Technik Heide-Altmark GmbH verantwortlich.

Wie sind Sie auf die Agravis aufmerksam geworden? Warum haben Sie sich für diesen Arbeitgeber entschieden?
Durch meine landwirtschaftliche Vergangenheit kannte ich die Agravis natürlich. In meiner Lehre zum Landwirt hatte ich ein Erlebnis bei der Silomaisernte: hier war ich beeindruckt von dem super schnellen Service der Monteure und ihrer Kompetenz. Desweiteren gibt es im gesamten Agravis Konzern sehr viele Möglichkeiten zu Schulungen und beruflicher Weiterentwicklung. Im Dialog mit den Vorgesetzten wird gemeinsam geschaut, was zu einem passt. Das alles hat mich dazu bewogen, der Agravis meine Zusage zu geben.  

Wie können wir uns Ihren Berufsalltag vorstellen und was motiviert Sie bei Ihrer täglichen Arbeit?
Ich bewerte Maschinen, die unseren Kunden in Zahlung gegeben werden. Diese Aufgabe dient meinen Kollegen im Außendienst als Grundlage für die Kalkulation im Neugeschäft. Wichtig ist hierbei, den wirklichen Marktpreis einzuschätzen und gewisse Risiken richtig wahrzunehmen und im Bewertungspreis zu berücksichtigen. Weiterhin besteht meine Aufgabe natürlich auch darin, die angekauften Gebrauchtmaschinen zu vermarkten. Hierbei sorge ich mit meinem Kollegen dafür, dass die Maschinen auf den Internetbörsen richtig präsentiert werden. Da das Gebrauchtmaschinengeschäft zu einem großen Teil auch ein Exportgeschäft ist, halte ich Kontakt zu Händlern und Kunden in verschiedenen Ländern. Da wir mit vielen verschiedenen Systemen arbeiten, bin ich für meine Kollegen Ansprechpartner zu unserem Kundenmanagementsystem. Hier gebe ich Verbesserungswünsche, Ideen und Fehlermeldungen an die Entwickler weiter.

Wie sehen Sie die Entwicklung bezüglich der Digitalisierung? Wie gehen Sie im Alltag damit um?
Ich bin ein großer Nutzer der Digitalisierung. Papier habe ich weitestgehend aus meinem Büro verbannt. Für meine Arbeit nutze ich zu einem großen Teil die Programme der Agravis-Welt. Auch in der Landwirtschaft allgemein ist die Digitalisierung ein logischer Schritt gewesen die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Wir als Service Standort zeigen unseren Kunden mit den Ideen aus der Agravis-Welt viele Möglichkeiten auf, um das volle Potenzial auszuschöpfen und unnötige Arbeitsschritte zu vermeiden. Hier sind als Stichworte „Agravis NetFarming“ und „myfarmvis“ zu nennen.

Wo sehen Sie sich beruflich in zehn Jahren?
Momentan fühle ich mich in meinem Job sehr wohl, die Arbeit ist abwechslungsreich, fordernd und macht Spaß. Ich stehe neuen Aufgaben aber dennoch sehr offen gegenüber.

In der Rubrik "Nachgefragt..." interviewt Julia Seitz Persönlichkeiten aus dem Bereich Landtechnik. Weitere interessante Interviews finden Sie in der aktuellen Ausgabe der AGRARTECHNIK. Hier geht es zum kostenfreien Probeheft.