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Der neue Industriekomplex Gearboxes Reggiolo von Comer Industries

von , am
07.10.2015

Die neue Fabrik Gearboxes in Reggiolo (RE), Italien, wurde nach dem Erdbeben von 2012 mit umweltfreundlichen Technologien und den modernsten Produktionssystemen (World Class Manufacturing) wieder aufgebaut.

© Werkbild
Der neue Industriekomplex dient zur Belieferung des Landmaschinenmarkts, der für Comer Industries als Hersteller von Antrieben für Mähdrescher, Maschinen für Bewässerung und Bodenbearbeitung strategischen Wert hat. An einem einzigen Produktionsstandort wurden die Montageabteilung der Getriebe, eine moderne Lackieranlage und die Versandabteilung mit 360 Mitarbeitern in Vollzeit und einer Lieferkapazität von 450 000 fertigen Getriebe pro Jahr (plus 60 Prozent gegenüber den vorherigen Werken) zusammengefasst. Dort werden 323 Produktfamilien auf 40 Montagelinien montiert. Das Werk wurde mit thermohydraulischen und elektrischen Anlagen konzipiert, die nach modernster Technologie ausgeführt wurden. Besondere Aufmerksamkeit habe dabei der Umweltschutz und die Energieersparnis bekommen und zwar durch die Installation von Wärmepumpen und ein leistungsfähiges Led-Beleuchtungssystem, das den Energieverbrauchs um 63 Prozent im Verhältnis zu den traditionellen Leuchtstofflampen reduziert und die Wartungsintervalle verkürzt. Außerdem wurden Photovoltaikmodule installiert, deren produzierte Energie 75 Prozent des eigenen Strombedarfes erzeugen und eine Reduzierung der CO2–Emissionen in die Luft von 253 t/Jahr bewirken.
 
Die Produktionslinien wurden gemäß den Grundsätzen des World Class Manufacturing (WCM) konzipiert, einem von Japan inspirierten, aber in den USA in den 1990er-Jahren weiterentwickelten Arbeitsansatz. Dieser geht Wartungs-, Logistik-, Qualitäts- und Organisationsprobleme und deren betriebswirtschaftlichen Auswirkungen (cost deployment) auf den Grund und hat eine Annullierung von Fehlern, Störungen, Unfällen und Beständen zum Ziel. Seit 2014, dem Jahr der Einführung dieser neuen Methode, hat die Anzahl der Unfälle um 47 Prozent, mit einem Rekordergebnis von 318 unfallfreien Tagen, abgenommen. Die Reorganisation der Arbeitsplätze hat zu einer Verbesserung der Produktivität geführt und die Wertschöpfung der Tätigkeiten erhöht. Die Auslieferung von defekten Teilen an den Kunden hat um 74 Prozent abgenommen. Die Optimierung des Lagers hat zu einer bedeutenden Abnahme der Bestände und einer pünktlicheren Lieferung geführt. Dank den, bei der WCM-Zertifizierung erreichten Ergebnissen, hat Comer Industries am 16. Juli dieses Jahres die Auszeichnung "World Class Manufacturing Supplier" seitens CNH Industrial erhalten. Das Ziel für 2018 besteht nun darin, so weiterzumachen, um mit dem Bronze Level Award ausgezeichnet zu werden. "Wir haben die Methode des World Class Manufacturing bei Comer Industries eingeführt, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern und unseren Kunden exzellente Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten", hat der Vorstandsvorsitzende von Comer Industries, Fabio Storchi, erklärt. "Mit der Anwendung des WCM in unseren Werken haben wir unsere Arbeitsmethoden standardisiert, Ausschuss reduziert und die Bereitschaft unserer Mitarbeiter zur Teilnahme an der kontinuierlichen Verbesserung erhöht".
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