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Neue Norm für Drehmoment-Schraubwerkzeuge: die DIN ISO 6789:2017

Drehmoment-Schraubwerkzeuge
© Werkbild
von , am
05.12.2017

Seit Anfang 2017 gibt es eine DIN-Norm für Drehmoment-Schraubwerkzeuge. Für die Einführung der DIN 6789:2017 gilt eine Übergangsfrist von einem Jahr, die am 31.03.2018 endet. In diesem Zeitraum besitzen beide Fassungen der Norm ihre Gültigkeit.

Der Remscheider Hersteller von Werkzeugen und Werkstatteinrichtungen Hazet hat bei der Ausarbeitung dieser neuen Norm mitgewirkt.

Das Ziel der Revision der DIN 6789 ist es, den Anwendern durch eine bessere Vergleichbarkeit bei Drehmoment-Schraubwerkzeugen eine transparente Bewertung der Güte zu bieten. Dazu wurde die neue Norm in zwei separate Teile gegliedert: Drehmomentschlüssel nach Teil 1 erhalten eine Konformitätserklärung ähnlich des heutigen Hazet Prüfzertifikats. Drehmomentschlüssel nach Teil 2 erhalten einen Kalibrierschein inklusive der Angabe der Messunsicherheiten. Die Norm definiert und beschreibt dazu konkrete Vorgehensweisen zur Ermittlung dieser Messunsicherheiten.

Über diese strukturelle Änderung hinaus wurde auch der Messprozess überarbeitet und präziser gestaltet. Mit der neuen Norm wird nun der niedrigste Skalenwert für den geringsten Kalibrierwert herangezogen. Bei ISO 6789:2003 dagegen wird die Kalibrierung bei 20 Prozent des maximalen Skalenwertes durchgeführt. Darüber hinaus muss die Kalibriereinrichtung bei DIN EN ISO 6789-1:2017 nun viermal genauer sein als das zu kalibrierende Werkzeug – hat der Drehmomentschlüssel eine Genauigkeit von ± vier Prozent, so darf die Kalibriereinrichtung maximal eine Abweichung von ± einem Prozent haben. Außerdem wurde die Prüfzeit der Kalibrierung zwischen 80-100 Prozent der Drehmomentbelastung genauer definiert und die Bezeichnung von Abtriebsteilen der Drehmoment-Schraubwerkzeuge um sechskantige und andere Abtriebsteile erweitert.

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