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Neues TPMS verhindert Brandschäden zuverlässig

von , am
04.02.2015

Seit dem 1. November 2014 sind für alle Neufahrzeuge der Klassen M, N und O durch die EU-Verordnung Nr. 661/2009 Kontrollsysteme zur dauerhaften Überwachung des Reifendrucks gesetzlich vorgeschrieben.

Da Reifendruckkontrollsysteme auch bei älteren Fahrzeugen Pannen und Reifenplatzer verhindern helfen, hat die Ried System Electronic GmbH ein kompaktes Reifendruckkontrollsystem entwickelt, das einfach und ohne hohen technischen Aufwand nachgerüstet werden kann. © Werkbild
Doch auch für ältere Fahrzeuge, insbesondere für Lkw, wären Reifendruckkontrollsysteme sinnvoll, da sie Pannen und gefährliche Reifenplatzer verhindern helfen. Die Ried System Electronic GmbH hat daher ein kompaktes Reifendruckkontrollsystem entwickelt, das einfach und ohne hohen technischen Aufwand nachgerüstet und dank eines Smart Boosters sogar für Wechselauflieger und -anhänger eingesetzt werden kann. Das Controlaser-System reagiert selbst auf Übertemperatur und hilft somit, beispielsweise von defekten Bremsen verursachte Brände zu vermeiden. Da das TPMS (Tire Pressure Monitoring System) zudem für eine längere Haltbarkeit der Reifen sorgt und den Kraftstoffverbrauch reduziert, empfiehlt es sich ebenfalls für Kommunal- und Nutzfahrzeuge sowie Baumaschinen.
 
Darüber hinaus kann es auch zur Erstausrüstung eingesetzt werden, da sich die Daten des Systems mittels CAN-Bus-Protokoll auch ins Fahrzeugbordnetz übertragen und damit problemlos in die Fahrzeugtechnik einbinden lassen. Pannen und Reifenplatzer sind zu 40 Prozent auf einen zu geringen Luftdruck im Reifen zurückzuführen. Die Europäische Union schreibt seit 1. November des letzten Jahres für alle neuen Pkw, Lkw und Busse bis 3,5 Tonnen ein Reifendruckkontrollsystem vor. "Bei vielen derzeit eingesetzten TPMS handelt es sich allerdings um passive Systeme, die von Abweichungen bei der Reifendrehzahl auf den Druckverlust schließen", so Christian Ried, Geschäftsführer der Ried System Electronic GmbH. "Sie reagieren nicht, wenn der Luftdruck in allen Reifen gleichmäßig abgenommen hat, könnten also im Extremfall vier Reifen mit zu wenig Druck nicht erkennen."
 
Im Gegensatz dazu misst das aktive TPMS von Ried den Reifendruck und die Temperatur direkt am Ventil und kann statt der bei passiven Modellen üblichen acht bis elf bar Werte von null bis 13 bar verarbeiten. "Der Reifendrucksensor wird zusammen mit einem Sicherungsring, der dafür sorgt, dass der Sensor nicht verloren geht, fest auf das Ventil geschraubt", so Ried. "Zum Befüllen des Reifens gibt es einen Adapter, der Sensor muss zu diesem Zweck also nicht entfernt werden." Der Sensor erfasst Luftdruck und -temperatur und überträgt diese Werte zum Empfänger im Fahrzeug. Das System gibt sofort einen optischen und akustischen Alarm, wenn der Druck um 12,5, 25 und 50 Prozent des programmierten Wertes sinkt. Außerdem wird der Alarm ausgelöst, wenn der Druck um 50 Prozent über den eingegebenen Wert steigt oder die Temperatur im Reifen zu hoch wird.
 
Das System kann so beispielsweise auch Defekte in der Bremsanlage oder den Achsen erkennen: "Bei einer Fehlfunktion kann etwa ein Reifen blockieren. Da er mitschleift, erhitzt er sich und dehnt sich aus. So kommt es zu einer Übertemperatur und einem Überdruck, den der Sensor meldet. Ein Brand der Reifen lässt sich so verhindern", so Ried. Auf die gleiche Weise kann auch eine Überhitzung durch kaputte Radlager oder feststehende Achsen rechtzeitig ermittelt werden.
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