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Optische Sensoren: Das sind die Top-Anbieter

DLG/Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
14.05.2015

Momentan gibt es unterschiedliche optische Sensoren zur "Messung"des Stickstoffgehaltes und des Einsatzes von Wachstumsreglern im Pflanzenbau. Hier sind die verfügbaren Sensoren im Überblick.

Im Pflanzenbau werden optische Sensoren zur Erfassung der Düngung und des Einsatzes von Wachstumsreglern verwendet. Diese können nicht den Stickstoffgehalt oder die Stickstoffaufnahme "messen", sondern sie schätzen sie indirekt über den Zusammenhang Licht-Chlorophyll/Biomasse-Pflanzenstickstoff.
 
Optische Sensoren führen die Änderungen der Reflexion des Pflanzenbestandes auf den Stickstoff zurück. Der Sensor kann nicht zwischen Stickstoff, Phosphor, Schwefel oder anderen Nährstoffen unterscheiden. Der Wachstumsregler-Einsatz kann durch optische Sensoren direkt unterstützt werden. Hier können Sie lesen, welche optische Sensoren in Deutschland verfügbar sind.

1. GreenSeeker

GreenSeeker hilft den Landwirten die Stickstoffmenge richtig zu dosieren. Bei diesem System werden zwei Sensorköpfe an einem Frontgestänge des Traktors geführt. Sensoren können auch an einem Düngerstreuer oder Spritzgestänge angebracht werden. Über die LEDs des Sensorkopfes werden Wellenlängen ausgestrahlt. Die Bestandesreflexion wird über Fotodioden gemessen. Über den N-Rechner kann eine auf den Bestand abgestimmte N-Düngung berechnet werden. In Deutschland wird das GreenSeeker-System der Hersteller N-Tech Industries von der Firma Land-Data Eurosoft angeboten.

2. ISARIA und Crop Sensor

Firma Fritzmeier Umwelttechnik hat zusammen mit der Technischen Universität München den ISARIA-Sensor entwickelt. Die gleiche Sensortechnik ist als ISOBUS-Variante - der Crop Sensor - von Claas Agrosystems verfügbar. Beide Varianten bestehen aus zwei Sensorköpfen an einem klappbaren Gestänge für den Schlepper-Frontanbau.
 
Die gemessenen Daten am Pflanzenbestand werden über Bluetooth auf einen Tablet-PC (Fritzmeier-Version) oder über ISOBUS an ein Terminal (Claas-Version) übertragen. Neben der Messung des N-Status der Pflanze und der Steuerung der Düngergabe, das System bezieht bestehendes Kartenmaterial in die Düngeoptimierung ein.

3. OptRx

Beim OptRx werden die Sensorköpfe am Gestänge im Frontanbau des Schleppers oder direkt am Spritzgestänge geführt. Für das System OptRx sind kulturspezifische Applikationskurven für Mais, Weizen und Raps erhältlich. Bei diesem System ist die Dokumentation in Form digitaler Karten möglich, welche im "Map-Overlay"-Verfahren wieder genutzt werden können. Die Firma Ag Leader vertreibt den Sensor OptRx. 

4. N-Sensor

Der N-Sensor wird von Yara entwickelt und ist in Deutschland über die Firma AgriCon verfügbar. Yara stellt Sensoren ausschließlich für die Schlepperdach-Montage her.
Der N-Sensor bedient sich eines Vegetationsindexes, der Verrechnung zweier Wellenlängen im NIR-Bereich. Dieser Index dient direkt zur Schätzung der aktuellen N-Aufnahme des Bestandes. Die Messwerte können im "Map-Overlay"-Verfahren genutzt werden.

Messprinzip der optischen Sensoren

Alle Sensoren messen währen der Fahrt über den Pflanzenbestand das von den Pflanzen reflektierte Licht. Unterschiede gibt es in der Bereitstellung des Lichts und der Lichtquelle. Die Sensoren messen Farben, die mit dem bloßen Auge nicht gesehen werden können, wie zum Beispiel die Grünfarbe.

Je gesünder der Bestand, desto mehr Blau und Rot wird absorbiert. Nur die Grünfarbe wird reflektiert. Wenn der Bestand krank ist, wird weniger Licht wegen reduzierter Photosynthese absorbiert.

Optische Sensoren für den Pflanzenbau

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