Login
Bosch & Mahle

Planung des Verkauf des gemeinsamen Turboladergeschäfts BMTS

Thumbnail
Lukas Arnold, Agrartechnik
am
23.01.2017

Die Bosch-Gruppe und der Mahle Konzern haben beschlossen, einen Käufer für das Gemeinschaftsunternehmen
Bosch Mahle Turbo Systems (BMTS) zu suchen. Die gemeinsame Tochter wurde 2008 gegründet.

Bosch und Mahle Logo

Sie entwickelt und fertigt mit insgesamt rund 1.400 Mitarbeitern Turbolader für Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen. Die Schwerpunkte der Fertigung befinden sich im österreichischen St. Michael und in Shanghai, China. In Deutschland ist BMTS an zwei weiteren Standorten in Stuttgart und Blaichach vertreten. 


Der weltweite Markt für Turbolader wird auch in den nächsten Jahren weiter wachsen, denn der Trend zu kleinen Motoren mit Turboladern, gerade auch bei Hybridantrieben, hält weiter an. BMTS hat bereits von diesem Markttrend profitiert. Allerdings ist die Unternehmensgröße in diesem Marktumfeld für nachhaltigen Erfolg noch nicht ausreichend. „Große Stückzahlen und die damit verbundenen Skaleneffekte sind ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil“, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions bei Bosch. „Trotz namhafter Kunden, die Volumenaufträge abrufen, der damit verbundenen hohen Auslastung unserer Werke und überproportionaler Wachstumsraten ist die heutige Absatzmenge von BMTS im Vergleich zu den großen Mitanbietern noch zu gering und muss weiter ausgebaut werden.“ Deswegen sind weitere Investitionen erforderlich, um die am Markt notwendige Unternehmensgröße zu erreichen. Bosch und Mahle wollen diesen weiteren Ausbau von BMTS selbst nicht vorantreiben, da beide Mutterhäuser ihre Investitionen vor allem auf neue Entwicklungsfelder konzentrieren müssen. „Aufgrund der hochmodernen Standorte und guten Produkte von BMTS sind wir aus heutiger Sicht zuversichtlich, einen Interessenten zu finden, der das Geschäft erfolgreich weiterentwickelt“, stellt Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung, fest.

Arbeitnehmervertreter und Mitarbeiter wurden über die Verkaufsabsichten informiert. Mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretern werden Gespräche aufgenommen, um über die weiteren Schritte im Verkaufsprozess zu beraten.

Auch interessant