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Pöttinger: Aerosem in Praxis bewährt

von , am
11.06.2015

Mit der Neuentwicklung der pneumatischen Sämaschine Aerosem gelang dem österreichischen Maschinenbauer die Integration von Einzelkornsätechnik in eine pneumatische Standard-Sämaschine.

AEROSEM 3002 ADD © Werkbild
Die Vorteile wurden in einer Maschine vereint, die zusätzlich für den Einsatz in Maisaussaat hervorragend geeignet ist. Das komplett neue Verteilersystem erfüllt alle von der Praxis geforderten Ansprüche. Die Aerosem 1002-Serie ist in Arbeitsbreiten von drei, 3,5 und vier Meter erhältlich. Die Koppelung der Sämaschine erfolgt auf dem Nachläufer des Bodenbearbeitungsgerätes, zum Beispiel einer FOX-Kurzkombination oder einer LION-Kreiselegge. Der Schwerpunkt der kompakten Maschine liegt nahe am Traktor.
 
Das Dosiersystem ermöglicht eine Ausbringmenge von 1,5 Kilogramm bis zu 340 Kilogramm - und das bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu zwölf Kilometer pro Stunde. Die Dosierräder können je nach Aussaatmenge für Normalsaatgut oder Feinsaatgut werkzeuglos, rasch und einfach getauscht werden.
 
Bei Getreide- und Feinsaat sind sehr gute Querverteilungswerte messbar, speziell in den zur Fahrgasse benachbarten Reihen, wo immer die gleiche Saatstärke vorliegt. Garant dafür ist das Verteilerkopfsystem mit integriertem Doppelmantelsystem für die interne Kornrückführung bei geschalteten Fahrgassen. Bei der Vollausstattung des Verteilerkopfes (IDS) kann jeder Auslass einzeln angesteuert und so individuell auf die betriebsüblichen Pflegespur-Parameter angepasst werden.
 
Die Aussaatqualität von Mais in Einzelkorn erfüllt laut den Aussagen der Praktiker alle Erwartungen. Den Anwendern gefällt, wie gut und einfach das System arbeitet. Zieht man zur Beurteilung der Ablagegenauigkeit das Schema der DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) betreffend Fehlstellen, Doppelbelegung und Standardabweichung heran, so liegt die Standardabweichung der ausgesäten Maiskörner in einem der Praxis geforderten Bereich. Bei Fahrgeschwindigkeiten von bis acht Kilometer pro Stunde erzielt man bei der Maisaussaat mit der Aerosem optimale Kornablage.
 
Um das vereinzelte Korn auch richtig zu platzieren, ist in den Doppelscheiben-Scharen (DUALDISC) der Maisreihen ein Furchenformer und eine Fangrolle integriert. Damit wird garantiert, dass das Korn mit Anschluss an die Kapillare abgelegt wird. Somit erfolgt der Aufgang gleichmäßig und ohne Keimhemmung. Ein weiterer Vorteil der Aerosem mit PCS (Precision Combi Seeding) ist es, dass keine Traktorspuren am Feld hinterlassen werden und vor Abschwemmung schützt. Wird Mais gesät, so ist das Kernstück dieser Drillsämaschine für den Einsatz zur Düngerbeigabe neben den Maisreihen einsetzbar. Viele der verkauften Maschinen wurden in Kombination mit Grasuntersaat eingesetzt. Die Ergebnisse sind äußerst positiv, da speziell in Hanglagen die Erosion minimiert wurde.
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