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Neuheit

Pöttinger: Neues Vorwerkzeugsystem WAVE DISC zur Saatbettaufbereitung

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
10.04.2017

Das WAVE DISC ist für die Modellreihen Terrasem R3 und R4 sowie Terrasem C4, C6, C8 und C9 und alle Maschinen mit Unterfußdüngung erhältlich.

Pöttinger – Wave Disc

Reduzierte Flächenbearbeitung in Trockenregionen

Die WAVE DISC ermöglicht laut Hersteller eine wassersparende Streifenbearbeitung des Bodens: Es wird nur der Bereich der Saatreihe von zirka 50 Millimeter Breite bearbeitet, die restliche Fläche bleibt unbearbeitet. So gelingt es, eine möglichst optimale Verdunstungsbremse zu setzen. Das Wasser wird im nicht bearbeiteten Boden gehalten. Zeitgleich hilft die reduzierte Streifenbearbeitung einer Erosion vorzubeugen. Zusätzlich verbleibt durch die streifenförmige Bearbeitung genügend Feinerde, in der sich die Pflanzen vor allem im Keimstadium optimal entwickeln können.

Reduzierte Bodenbewegung in Feuchtgebieten

Feuchte oder staunasse Erde soll grundsätzlich so wenig wie möglich bewegt werden, denn es entsteht bei solchen Bedingungen schnell eine Schmiersohle im Saatgutablagehorizont, die eine effektive Aussaat verhindert. Die Problematik tritt vor allem bei Standorten mit nassen Böden, wie zum Beispiel Schwarzerdeböden im Frühjahr oder staunassen Böden mit nur geringer oberflächlicher Abtrocknung, auf. Hier darf kein tiefgreifendes Werkzeug in den Saathorizont eingreifen. Die WAVE DISC „sticht“ nicht in den Boden und schiebt somit die Erde nicht flächig auf die Seite. Deshalb kann keine Schmiersohle entstehen und das Saatgut kann optimal in die gelockerten Streifen abgelegt werden, so Pöttinger weiter.

Pöttinger – Wave Disc

WAVE DISC ermöglicht Aussaat auf grenzwertigen Standorten

WAVE DISC erweitert die Aussaatmöglichkeiten, sodass einerseits auch auf grenzwertigen Standorten mit staunassen Böden ausgesät und andererseits ein vorgezogener Saatzeitpunkt realisiert werden kann. Damit bietet WAVE DISC im Gegensatz zu herkömmlichen Hohlscheiben gerade bei schweren, feuchten Bodenverhältnissen einen klaren Vorteil: zumal bei grenzwertigen Standorten jeder Tag, an dem die Aussaat früher beginnen kann, einen Ertragsvorteil mit sich bringt, berichtet das Unternehmen. Zusätzlich ist die WAVE DISC ein Instrument für Regionen mit Wirkstoffresistenzen bei Herbiziden. Bei hohen Resistenzen sollte die Saatstärke in den Reihen erhöht werden, um das Unkrautdruckpotential in diesem Bereich einzudämmen.

Technik mit hohem Komfort

Die WAVE DISC Wellsechscheiben haben einen Durchmesser von 510 Millimeter und sind mit einem Reihenabstand von 12,5 oder 16,7 Zentimeter verfügbar, der für verbesserten Durchgang und verstopfungsfreies Arbeiten im Bereich der Säschiene sorgen soll. Die Arbeitstiefe könne stufenlos mittels direktem Ansteuern hydraulisch verstellt werden. So sei einfach und komfortabel eine zonenbezogene Steuerung der Lockerungstiefe, z.B. am Vorgewende, möglich. Jedes Scheibenelement ist, so Pöttinger weiter, mit einer Nonstop Überlastsicherung ausgestattet: Die gummigelagerten Klemmelemente sind mit einer mechanischen Überlastsicherung bis zirka 100 Kilogramm pro Scheibe ausgelegt. Die WAVE DISC Werkzeug-Einheiten sind 100 Prozent wartungsfrei, so der österreichische Hersteller abschließend.

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